Meine Gedanken

Digitalkameras, wohin geht die Reise?

 

In den letzten Jahren hat sich der Zyklus, in dem die Kamerahersteller ihre neuen Modelle vorgestellt haben, deutlich verkürzt. Auch ich bin immer mal wieder am schauen und manchmal kribbelt es auch bei mir.

 

Denn die Entwicklung geht rasant weiter in diesem Industriezweig und ihre Werbung unterstützt natürlich dieses G.A.S – Gefühl (Gear Acquisition Syndrom) bei uns, die wir gerne fotografieren. Neue Sensoren, noch mehr Dynamikumfang, noch schnellere Serienbildfunktion sind nur einige Dinge, die bei den neusten Modellen verbessert werden. Selbst 100 Megapixel sind keine Utopie mehr, sondern Realität.

 

Wenn ich das so lese und dann mir meine Kamera ansehe, bin ich dann fotografisch antiquiert unterwegs? Als meine Kamera veröffentlicht wurde schrieb man das Jahr 2013. Damals war es das neuste Flaggschiff von Hersteller Olympus: Die Olympus OM-D E-M1. Gute 16 Megapixel, Maximal 4608 × 3456 Pixel (JPEG), ISO bis 25600 und 10 Bilder pro Sekunde sind möglich. Das Magnesiumgehäuse ist staub- und spritzwasserfest.

 

Ich habe mir diese Kamera aber nicht 2013 gekauft, sondern vor ca. einem halben Jahr! Natürlich nicht neu, sondern gebraucht. Diese Entscheidung habe ich auch nur getroffen, da meine andere Olympus vom Tragegefühl/Handling nicht mehr mit meinem immer dicker werdenden Finger, harmonierte. Das war der einzige Grund für mich zu wechseln.

 

 

Nun schaue ich wie gesagt auf meine Kamera und sehe dabei nicht was sie nicht kann, sondern zu welchen Möglichkeiten sie imstande ist. Wenn ich meine Fotos so ansehe bin ich mehr als zufrieden. Und nein, ich rede mir jetzt nicht meine Kameraausrüstung schön, weil ich mir derzeit nichts anderes leisten kann. Sicher nicht! Denn wenn ich ehrlich bin, ist. diese Kamera schon was Feines.

 

Ich denke auch daran wie viele Hobbyfotografen wohl ihre Bilder auch wirklich drucken lassen. Ich habe im letzten Jahr Bilder im Format 100x70 cm drucken lassen und war begeistert über die 16 Megapixel. Die Mehrzahl meiner Bilder landen aber auf dem Massenspeicher und einige wirklich gute werden auf Facebook, Twitter oder hier auf meiner Homepage gezeigt. Natürlich in einer viel geringeren Auflösung.

 

Wie gesagt, ich finde die Weiterentwicklung der neusten Kameramodelle, egal welcher Hersteller, schon faszinierend. Aber für meine Art der Fotografie und meinem Composing der Bilder, bin ich sicher kein potentieller Käufer.

 

Ich bleibe meiner Kamera treu, denn diese kenne ich relativ gut und kann zwischenzeitlich sogar ansehnliche Portrait-Aufnahmen machen. Alles das mit nur einem Objektiv! Auch bei den Objektiven kribbelt es mich manchmal, aber deutlich weniger als noch vor einigen Monaten.

 

Ich bin zufrieden und sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit habe mit meiner Kamera und (m)einem Objektiv, die unglaubliche Welt der Fotografie zu erkunden. Egal also wohin die Reise geht, die die Kamerahersteller einschlagen. Wichtig ist es sich selbst treu zu bleiben.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0