Der mystische See

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber mir gefällt dieses Foto sehr. Es zeigt „meinen Ort“ mal von einer mystischen Seite. So sehe ich es jedenfalls. Vielleicht geht auch nur meine Fantasie mit mir durch. Doch das ist mir eigentlich egal.

 

Ich hörte das leise Rascheln des Windes. Die Kälte stieg spürbar in mir hoch. Ich konnte den Blick nicht abwenden. War das noch der Wind, oder hörte ich jetzt schon Stimmen? Meine Beine wurden schwerer und ich konnte nicht weglaufen. Der Blick auf den See zog mich in seinen Bann.

 

 

Erst als eine Krähe in diese eisige Situation ihren Ruf erschallen ließ, wurde mir bewusst, dass ich hier schon sehr lange gestanden habe. Ich war total durchgefroren. Auch jetzt noch fiel es mir schwer den Blick von dieser Szene abzuwenden. Die kalten Hände umschlossen die noch kälter gewordenen Kamera. Als ich diese Szene durch den Sucher sah, wurde sie noch unwirklicher.

 

Ich drückte schnell den Auslöser, ohne zu sehen, ob ich die richtigen Einstellungen für diese Szene an der Kamera vorgenommen hatte. Die kalten Finger schmerzten und so ließ ich die Kamera in die Tasche gleiten und trat den Heimweg an.  

 

Es dauerte längere Zeit bis diese Kälte, die ich mit mir trug, im warmen Wohnzimmer aus meinen Knochen gewichen war. Erst dann schaute ich mir dieses Foto am Monitor an. Und wieder zog es mich in den Bann, aber dieses Mal war ich zu Hause und so war ich sicher.

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