Fotoreportage: Mikroplastik fängt bei uns im Kopf an ! Teil 2 … ein Teilerfolg!

Hallo zusammen.

Ich hatte ja vor einiger Zeit eine Fotoreportage zum Thema Mikroplastik erstellt. Die Resonanz in den Sozialen Medien war groß und zwei Tage lang waren die Zugriffszahlen extrem hoch auf meiner kleinen Webseite. Zwei Tage … dann kehrte wieder Ruhe ein

 

Ein befreundeter Fotograf meinte zu meiner Reportage:  „Sehr gute Arbeit und was nun ?“ Diesen Gedanken hatte ich schon selber im Kopf und es wurde mir klar, das ich hier nun gefordert war. Auf Missstände hinweisen ist eine Sache, diese zu ändern die logische Schlussfolgerung.

 

Also bin ich heute mit einem geliehenen Bollerwagen, Mülltüten, Eimer und Handschuhe „bewaffnet“ losgezogen. Ich bin die gleiche Strecke wieder abgelaufen. Doch dieses Mal wurden kaum Fotos gemacht. Mein Augenmerk war, den Müll auf dieser Strecke zu sammeln und ihn ordnungsgemäß zu entsorgen.

 

 

Doch da war gar nicht so einfach. Zwischenzeitlich war das Gras auf der Böschung sehr gewachsen und das erschwerte die Suche nach dem Müll von anderen Leute. Trotzdem reichte es, oder anders ausgedrückt, mir reichte es. Die erste Mülltüte war relativ schnell voll und so ging es weiter bis zum Schluss.

 

 

Daheim angekommen habe ich den Müll von anderen Leuten noch mal ausgeschüttet um die Menge besser zu dokumentieren. Wie gesagt, vieles habe ich durch das hohe Gras nicht finden können. Was mir auch durch den Kopf ging: „Wenn dieses Gras demnächst mal wieder gemäht wird, wieviel Plastik wird im gleichen Atemzug geschreddert und so klein, das man es nicht mehr finden kann?“

 

Insgesamt ist es mehr wie erschreckend Menschen ihren Müll einfach aus dem Auto werfen! Warum macht man so was ? Daheim wird wohl keiner seinen Müll aus der Küche, oder dem Wohnzimmerfenster werfen, oder?

 

 

Für mich beginnt der Kampf gegen den Mikroplastik nicht in der Herstellung abbaubaren Materialien, sondern in unseren Köpfen. Ob es zu diesen Thema noch eine weitere Fortsetzung gibt, ist derzeit noch unklar.  

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Kommentare: 1
  • #1

    Markus (Dienstag, 30 April 2019 10:18)

    Hallo Holger,

    ich finde das wirklich toll, dass du das Engagement hast und den Müll dieser .......... (Piep) aufhebst und entsorgst. Man kann sicherlich darüber diskutieren ob es Sinn oder keinen Sinn macht. Aber wenn es keiner macht, dann ändert sich nichts und der Müll bleibt einfach da liegen und verschmutzt unsere Umwelt. Das möchte ich nun auch angehen. Bei uns im Feld sieht es so ähnlich aus. Ich habe mir ein zeil gesetzt, dass ich auf meinen Spaziergängen diese Verschmutzung aufzeigen möchte. Es geht auch darum, das in die Köpfe zu bringen, dass das so nicht geht. Der zweite Schritt ist dann mit einem Eimer bewaffnet den Unrat zu beseitigen. Wahrscheinlich ein Kampf gegen Windmühlen. Wenn Menschen sich nicht ändern, ändern sie sich nicht. Aber ich habe das Gefühl wenigstens etwas zur Gesellschaft und zur Umwelt beizutragen. Lass dich nicht entmutigen und mach weiter. Es braucht mehr Menschen, die genau so denken und handeln.

    Gruß

    Markus