Haben Fotografen die besseren Augen ?

Das kann ich aus meiner Sicht mit einem klaren Nein beantworten. Wir sind nur Menschen, die mit unseren Kameras die Welt einfangen, wie wir sie sehen. Dabei kommt es nicht auf das Auge an, sondern auf die Einstellung wie man das Umfeld sieht. Manchmal gehört auch etwas Glück und Fantasie dazu. An einem kleinen Beispiel möchte ich versuchen, das verdeutlichen. 

 

Unsere Wohnung liegt in einem uralten ehemaligem Bauernhaus mit angrenzender Scheune. Dort steht unter anderem unser 22 Jahre alter Renault. Auch eine kleine Anlaufstelle, um Altpapier zu sammeln, gibt es dort. Das ist also das Anfangszenario, welches ich schon jahrelang so kenne und sehe. 

Doch vor einigen Tage hat sich an dem Szenario etwas verändert, was mir sofort ins Auge gestochen ist. Ich sah etwas was mich an einen Film erinnerte, den ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Könnt ihr es, ohne weiter zu lesen, auch sehen?

Der Schatten, der durch die Anhäufung vom Altpapier entstanden war, erinnerte mich sofort an den machthungrigen Eber „Napoleon“, aus dem Film „Animal Farm / Farm der Tiere“. Ein bekannter Zeichentrickfilm, der auf der gleichnamigen Fabel von George Orwell sich gründet.  Jetzt galt es nur noch dieses Schattenbild was ich für mich erkannt hatte, fotografisch einzufangen und zu bearbeiten. Das fertige Ergebnis seht ihr nun hier:

Es lag also nicht an den besseren Augen, das ich diese Bild einfangen konnte. Sondern an der Aufmerksamkeit, mit der ich meine persönliche Umwelt betrachte. Das ist es was einen Fotografen ausmacht. Nicht mehr und nicht weniger.

Link (amazon) : Animal Farm / Farm der Tiere   

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