Ein Blick über den Tellerrand: Fuji XT-10 und das Neewer 25mm F1.8

Hallo zusammen. Irgendwie ist es doch wohl an der Zeit, sich  nach einer anderen Kamera umzusehen. Der Gedanke läuft schon schon einige Wochen bei mir im Kopf rum. Habe darüber ja auch bei unseren Podcast von "Die Fotolinsen" drüber gesprochen und auch via Twitter/Facebook meine Gedanken dazu geteilt

 

Sicher, meine Olympus mit dem 12-40mm F 2.8 ist toll, keine Frage. Trotzdem es wurde …. irgendwie „langweilig“. Also habe ich mir wochenlang umgeschaut, was es denn bei den anderen Herstellern so gibt. Anfangs habe ich stark mit der Pentax K-1 geliebäugelt. Aber da müsste ich die Olympus erst vorher verkaufen und noch eine Menge Geld drauf legen, wenn ich mir dazu ein vernünftiges Objektiv leisten möchte. Also wurde dieser Gedanke an die Seite gelegt.

 

Bei meiner nicht mehr so ausgeprägten Suche (ich hatte mich halt auf die Pentax versteift), wurde mir eine Fuji XT-10 als Leihgabe von einem befreundetet Fotograf angeboten. Ich sollte sie mal ausprobieren. Tja, auf der eine Seite war die Pentax in meinem kopf, auf der anderen Seite lockte es mich ja, mal was anderes zu probieren. 

 

Also gesagt, getan, die Kamera kam dann einige Tage später bei mir an. Im Vorfeld habe ich wohl fast alle YouTube-Videos zu dieser Kamera angesehen. Da war sie nun und ich musste trotzdem erst einmal etwas mich in die neue, andere Menüstruktur dieser Kamera einarbeiten. Aber das war ja auch für mich interessant, es war was Neues für mich.

 

Nun habe ich ein etwas längeres Fotoprojekt angefangen und mir zu Aufgabe gemacht, dieses nur mit der XT-10 und nur mit einem Objektiv zu machen. Das Kitobjektiv  XC 16-50mm kam dabei doch schnell an seine Grenze, da die meisten Bilder von diesem Fotoprojekt in einer Wohnung gemacht werden. Also ging ich auf der Suche nach einer Alternative. Lichtstark und Weitwinkel waren die Vorgaben.

 

Da ich ja Minimalismus liebe, und die Kamera auch nur eine Leihgabe war, habe ich mich für etwas aus dem Low-Budget-Bereich entschieden. Da sind mir das Neewer 35mm F 1.2 und das Neewer 25mm F 1.8 ins Auge gefallen. Beide sind einfache Linsen aus China, die auch nur manuell fokussiert werde können. Also neben der "neuen" Kamera auch noch die Selbstauflage, nur noch manuell zu fokussieren.

 

Am selben Tag wo diese beiden Linsen bei mir eingetroffen sind, wurde auch schon entschieden, dass mir das 35mm F1.2 nicht wirklich gefällt. Das liegt wohl einfach an der Nahstellgrenze von ca. 30 cm. Für mich der gerne Details im Weitwinkel aufnimmt, ist das zu viel. Das 25mm F1.8 dagegen hat eine Nahstellgrenze von ca. 18 cm. Also auf die Kamera drauf und habe es bis jetzt nicht mehr entfernt.

 

Für mein Fotoprojekt letzte Woche wurden nun die ersten Bilder geschossen und werde keines davon verwenden! Warum? Weil ich die falschen Einstellungen an der Kamera vorgenommen habe. Ich habe zum Beispiel das Focus Peaking eingestellt um dieses als Hilfe für das manuelle Fokussieren zu nutzen. Das Ergebnis war eher suboptimal. Zwischenzeitlich verlasse ich mich doch lieber auf meine Augen.

 

Gestern war ich nun das erste Mal seit langer Zeit mal wieder an „meinem“ kleinen See. Nun musste die Billiglinse zeigen, ob sie bei vollem Sonnenschein, auch hier noch war leisten kann. Denn diese Linsen sind bekannt für ihren Lens Flare. Nun ja, was als Nachteil gesehen wird, kann auch durchaus zum Vorteil werden, wie die folgenden Aufnahmen zeigen.

Zwischenzeitlich habe ich die Fuji XT-10 käuflich erworben und laufe nun mit dieser und dem Neewer 25mm F 1.8 als Dauer-Objektiv herum. Für das Fotoprojekt, über das ich noch nichts weiter sagen möchte, werde ich auch eine Lösung finden. Es könnte sogar sein das ich sogar meine Olympus verkaufen werde. Aber da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen, bzw. der letzte Gedanke gedacht.

 

Ich werde mich nun noch weiter mit dem Menü der XT auseinandersetzen und auch diverse Dinge die ich gewohnt war, hinter mir lassen. Wie der nicht vorhandene Touchscreen an der Fuji. Aber irgendwie gefällt es mir auch. Auf jeden Fall bleibt es spannend und ich möchte mich selber und auch euch überraschen, was da noch kommt.

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