Persönliche Interpretation eines analogen Fotos, oder: "Wenn plötzlich aus einem mehrfach belichtetem Foto, die Fratze der Depression einen anschaut!"

Ich hatte ja eine kurze Zeit die Agfa Isolette bei mir daheim. Als Teilnehmer der Aktion :  „Die Isolette auf Reisen“. 

 

Bei der Sichtung der Bilder war eines darunter, was mich beim näheren Betrachten ziemlich emotional beschäftigt hat. Es war eine unabsichtliche Mehrfachbelichtung, also eigentlich „Schrott“. Da war echt nichts mit anzufangen. Doch auf den zweiten Blick sah ich etwas, was mir persönlich sogar Angst bereitet hat. Etwas schaute mich aus dem Foto an! Für mich war sofort klar in welche Richtung ich dachte, an meine Depression. Denn so plötzlich wie diese bei mir auftauchen kann, so tauchte diese Fratze auf.

 

 

Ich habe echt erstmal schlucken müssen und die Augen die mich dort ansahen, waren ziemlich bedrohlich. Heute sehe ich mir das Bild mit weniger Emotionen an, wobei ganz weg sind diese sicher nicht. Für mich ist es aber auch faszinierend was man in einem sollten Bild für sich erkennen kann. 

 

Andere Menschen, die sich das Bild ohne meine vorherige Interpretation angesehen haben, sahen zu ca. 50% auch ein „Gesicht“ dort, die restlichen sahen darin gar nichts. Für mich immer wieder faszinierend wie Menschen auf ein und dieselbe Sache unterschiedlich reagieren. Es ist und bleibt spannend, die Fotografie.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Frau Mayer (Freitag, 26 Oktober 2018 19:12)

    Ich kann beim besten Willen nur Mais sehen, mehr nicht! Kein Gesicht, keine Fratze, nur Mais.

  • #2

    Holger (Freitag, 26 Oktober 2018 19:18)

    Das ist ja das was mich fasziniert. Es ist eine persönliche Wahrnehmung halt.

    Gruss

    Holger