Fotografie: Bildbände? Nein, danke!

Bildbände, Fotobücher von bekannten und weniger bekannten Fotografen/Fotografinnen, sind beliebt und gelten als Inspiration für viele, die mit der Kamera unterwegs sind.

 

Einfach Leben - Roland Bauer
Einfach Leben - Roland Bauer

 

Irgendwie gehöre ich wohl nicht dazu. Ich kann diesen Fotobüchern nicht viel abgewinnen.

 

Selber besitze ich eins, was ich vor Jahren mal zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Ich habe bis jetzt auch mich nie nach einem anderen Bildband umgesehen, oder verspüre den Drang ein Werk von Lindbergh, Cartier-Bresson, oder Anselm Adams anzusehen, oder es mir sogar zu kaufen.

 

Bis jetzt habe ich nur Fotografen getroffen, die fast schwärmerisch von diesen Printprodukten reden, aber ich kann diesen Büchern nichts für mich abgewinnen. Es bei mir nicht an Ideen gefehlt, dass ich durch das Blättern in einem Fotobuch/Bildband auf eine Inspiration hoffe. Sicher ist, dass viele der Fotos in diesen Büchern, gut gemacht sind. Ich werte damit nicht die Werke andere Fotografen, ich bekomme bloß keinen Bezug dazu.

 

Bin ich da wirklich so eine Ausnahme?

 

Was bewegt euch ein Bildband zu kaufen?

 

Blättert ihr wirklich öfters darin, oder nur einmal, um danach das Buch ins Regal zu schieben?

 

Also, warum habt ihr euch einen, oder mehrere Bildbände zugelegt und warum gerade diese?

 

Bin gespannt auf eure Kommentare dazu.

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Kommentare: 9
  • #1

    Erik Schlicksbier (Donnerstag, 23 Mai 2019 08:25)

    Ich besitze Regalreihen und Regalreihen an Bildbänden und könnte nicht genug davon bekommen. Einfach weil ich zu viele Fotografen sehr schätze, mich an deren Bildern erfreue und es natürlich trotz allem auch eine Inspirationsquelle ist - nicht nur inhaltlicher sondern auch technischer Natur. Nicht als Kopie aber als Anreiz / Idee, mal was neues in die und die Richtung zu versuchen, sich tiefer mit einer bestimmten Materie zu beschäftigen etc.

    Natürlich besitzt jeder selbst ein bestimmtes Reservoir an Ideen, aber dies Reservoir wird ja auch von den verschiedensten Quellen gespeist - sei es irgendwelche Urlaubs-, Film- oder andere Lebenserlebnisse. Da sind Bildbände jetzt keine schlechtere Quelle. Und es ermutigt einen vielleicht auch Wege zu beschreiten, auf die man sonst so nicht gekommen wäre ...

  • #2

    Robin Disselkamp (Donnerstag, 23 Mai 2019 09:05)

    Ich besitze auch einige Bildbände und bei mir ist es da wie mit Musik: Tagesformabhängig.
    An manchen Tagen habe ich Lust auf analoge Portraits, dann nehme ich "Personal" von Vincent Peters und blättere da durch. Das versetzt mich in eine Stimmung und bringt mich auf Ideen für meine nächsten Shootings.
    An anderen Tagen habe ich Lust auf journalistische/historische Fotografie, dann nehme ich den Bildband "Sygma" in die Hand und schaue da mal durch und informiere mich über die Anlässe dieser Bilder.
    Für mich ist das Ansehen (und teilweise Lesen) von Bildbänden ein Hobby, so wie Fußball gucken oder eben Musik hören. Da nehme ich mir dann Zeit für und genieße.

  • #3

    Matthias Weber (Donnerstag, 23 Mai 2019 09:30)

    Ich besitze, glaube ich ein oder zwei Bildbände. Warum mich „Bilderbücher“ nicht besonders Reizen, kann ich gar nicht so genau sagen. Evtl. weil mich eher ein einzelnes Bild anspricht, als eine ganze Sammlung zu einem Thema oder eines Fotografen. Ich bin aber auch nicht der Typ, der sich hinsetzt und in Ruhe ein Bildband durchblättert, um Inspiration, Ablenkung etc. zu suchen, bzw. zu finden.

  • #4

    Thomas Clemens (Donnerstag, 23 Mai 2019 11:11)

    Ich lege mir immer wieder mal einen Bildband zu. Manche habe ich mir schon oft angesehen, manche erst ein oder zwei mal. Für mich ist das eine sehr schöne Art, die Kunst anderer Fotografen zu genießen. Ich finde das sehr viel sinnlicher, als das betrachten der Fotos auf dem Bildschirm, oder im schlimmsten Fall auf dem Smartphone.
    Um Inspiration für die eigene Fotografie geht es nur in zweiter Linie, obwohl ich durch aus auch Anregungen finde, z.B. bei Paul Hart oder Michael Kenna.

  • #5

    Thomas Vogt (Donnerstag, 23 Mai 2019 11:27)

    Um die Menge der Bildbände bei mir in den Bücherregalen zu ermitteln ist vermutlich der Meterstab das beste Mittel. D.h. ich bin ein absoluter Bildbandfan.
    Das liegt vermutlich daran, dass ich gerne Bilder anderer anschaue. Sei es in Ausstellung, im Internet oder eben in gedruckter Form in Magazinen oder Bildbänden. Einige Bildbände in meinem Besitz sind ursprünglich als Katalog zu Ausstellungen entstanden und ermöglichen es mir so mich an diese Ausstellungen zu erinnern oder zu kompensieren, dass ich die entsprechende Ausstellung nicht besuchen konnte.
    Und so veranstalte ich für mich immer mal wieder eine Art Ausstellung, in dem ich Bildbände aus dem Regal nehme, auf einen Beistelltisch lege und immer wieder, ganz gerne während Werbepausen im TV, in die Hand nehme und durchblättere. Durchaus auch mit einem kalten oder heißen Getränk in Griffweite.
    Ob ich dabei inspiriert werde, kann ich im Moment nicht mit Sicherheit sagen. Zu Beginn meiner Beschäftigung mit der Fotografie schöner Frauen war es aber sicher so. Da war es aber eher Helmut Newton als Peter Lindbergh. Den habe ich wie den schon erwähnten Vincent Peters erst später entdeckt.

  • #6

    Holger (Donnerstag, 23 Mai 2019 12:21)

    Vielen Dank schon mal für eure Kommentare !!!

  • #7

    Ralf Scherer (Donnerstag, 23 Mai 2019 19:00)

    Also ich habe natürlich einige Bildbände zu Hause stehen. Meist die meine Vorbilder wie zum Beispiel Cartier Bresson oder Vivian Maier. Klar ist natürlich auch eine kostspielige Angelegenheit. Gute Bildbände sind teuer. Manchmal nehme ich mir eins zu Hand und blättere entspannt darin. Toll finde ich Begleittext oder Interpretationen . Es ist sehr inspirierend und man kann immer was lernen und mitnehmen für sich. Außerdem haben Bilder als Druck eine ganz andere Qualität als der Blick auf ein Display. Bei mir kommt immer mehr der Wunsch auf mal einen eigenen Bildband herauszubringen. Mal sehen was die Zukunft bringt.

  • #8

    Erik Schlicksbier (Donnerstag, 23 Mai 2019 22:19)

    @7 - Ralf

    Es kommt immer darauf an, wo man kauft, welche Geduld man hat etc. Bei kaum einem anderen Genre kann man mit Mängelexemplaren, alten Auflagen etc. so viel Geld sparen wie bei Bildbänden. Im Schnitt gebe ich selten mehr als 10-20 Euro pro Bildband aus. Nur bei sehr wenigen Ausgaben bin ich auch mal höher gegangen ...

  • #9

    Peter.Zenker@R-Mediabase.eu (Samstag, 25 Mai 2019 12:50)

    Ichmag Bildbände, weil ich Galerien hasse und ganz besonders Vernisagen hasse. (wenn ich dort die Besucher über die Ästhetik der Diagonalen schwadronieren höre, vergeht mir die Lust, die Bilder anzusehen :-) Ich mag Bildbände weniger wegen irgendwelcher Inspirationen für Motive sondern eher weil ich mich gerne damit beschäftige wie andere Fotografen ein Thema mit dem ich mich beschäftige in Bildsprache umgesetzt haben.
    Gekauft habe ich die meisten Bildbände antiquarisch gezielt wenn ich auf einen Fotografen aufmerksam geworden bin.