Die analoge Fotografie wird vorerst auf Eis gelegt und irgendwie bin selber daran schuld.

Irgendwie werden die analoge Fotografie und ich derzeit keine Freunde. Drei unterschiedliche Kameras, dreimal ist es anders gelaufen als gehofft. 

 

Da war die Leica R4 die ich bei der Ausstellung in Kassel das erste Mal in der Hand halten und auch damit fotografieren durfte. Da war ein Funke der mich dazu brachte eine Leihgabe anzunehmen. Man muss natürlich dabei sagen, das der Besitzer keine Aussagen machen konnte ob sie noch richtig funktioniert, oder nicht. Lag halt schon Ewigkeiten im Keller rum, wenn auch in der Originalverpackung. Nachdem ich neue Batterien eingelegt hatte, für den Belichtungsmesser, habe ich sie ohne eine Film getestet. Alles schien in Ordnung zu sein und so habe ich den ersten Film eingelegt. Alles schien gut zu funktionieren, bis zum 10. Bild. Dann ging gar nichts mehr. Der Spannhebel war blockiert und blieb auch so. Der Versuch den Film zurück zu spulen klappte auch nicht mehr. Also Rückseite geöffnet und den Film in den Müll geschmissen. Da die Kamera eine Leihgabe war ging sie so wieder zurück. Der Besitzer war genau so traurig wie ich, dass es nicht geklappt hatte.

 

Dann kam mir die Idee, für ein laufendes Fotoprojekt mir eine analoge Mittelformatkamera zu holen. Auch hier wurde mir geholfen und so konnte ich einen Zeiss Icon für schlappe 15 Euro inclusive Versand und einem neuen Schwarz-Weiss-Film erwerben. Die Kamera stand seit über einem Jahr im Schrank, da er zwischenzeitlich mit einer anderen Kamera unterwegs war. Nachdem sie dann bei mir war und mir der Vorbesitzer sogar bei der einen, oder anderen Frage sehr behilflich war, wurde auch hier der erste Film eingelegt. Dann nach 4 Bildern war der Transport hinüber, er drehte durch. Ob ich den Film nicht richtig eingelegt habe, bezweifelte ich. Egal, ich hatte ja noch 4 Ersatzfilme dabei. Also den irgendwie belichteten Film raus und einen neuen Film eingelegt. Doch der Filmtransport blockierte und so nahm ich den Film wieder raus, klebte den Anfang wieder auf die Spule und legt die Kamera an die Seite. Das ich darüber nicht glücklich war, kann wohl jeder verstehen.

 

Nun hatte ich aber auch noch eine russische Zorki 4 mit dabei. Die Kleinbildkamera hatte noch einen Film drin, der aber schon zur Hälfte belichtet war. Egal, wenigstens ein paar analoge Bilder konnte ich wenigstens mit ihr beim Shooting machen. Soweit so gut. Da ich wegen der Zeiss Ikon ziemlich gefrustet war, hatte ich meine Kameraausrüstung erstmal an die Seite gelegt. Zwei Tage später kramte ich die Zorki wieder raus um den Film zurück zu spulen. Alles schön nach Anleitung aus den diversen YouTube-Videos. Plötzlich knackte es und ich merkte das da im Gehäuse etwas passiert sein musste, was nicht passieren sollte. Mein Versuch den Film zurück zu spulen, endete mit einem gerissenen Film. Damit war der anfängliche analoge Funke bei mir erloschen.

 

 

Warum ich an der ganzen Geschichte selber schuld bin? Nun ja, keiner kann bei einer gebrauchten Kameras eine Garantie geben, ausser ein Händler vielleicht. Ich mache auch keinem der Vorbesitzer einen Vorwurf, dafür kenne ich sie zu gut. Aber ich glaube, sollte es noch mal zu einer analogen Annäherung kommen, werde ich wohl nur noch eine geprüfte Kamera von einem Händler besorgen. Das wird natürlich teurer, aber so einen Frust möchte ich wirklich kein zweites Mal erleben. Ausserdem wird wenn es soweit kommt nur noch eine Kamera im Mittelformat sein. Da jetzt aber hier daheim andere Dinge eine höhere Priorität haben, ist dieser Wunsch auf Eis gelegt.

 

In diesem Sinne geht es weiter mit meiner Olympus, was nun wirklich kein Abstiegt ist.

 

P.S. Packe jetzt die restlichen unbelichteten Filme in den Kühlschrank. Wer weiß ob und wann ich sie noch mal brauche. Aber wenn, dann sollen sie "frisch" sein. :-)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0