Es war fotografisch gesehen, die richtige Entscheidung.

Ich war gestern lange unterwegs und fuhr gegen späten Nachmittag wieder Richtung heimische Wohnung. Die vielen Termine zeigten mir mal wieder, dass selbst kleine „normale“ Dinge für mich fast immer mit totaler Erschöpfung endeten.

 

Ich war nur noch einen halben Kilometer von daheim entfernt, als ich noch mal in den Rückspiegel sah. Was sich mir da zeigte, war ein sehr schöner Abendhimmel. Nun kam der innerliche Kampf. „Holger, du bist platt, fahr an der nächsten Kreuzung rechts ab und dann bist du zu Hause. Kannst dich auf die Couch legen und dich endlich etwas ausruhen.“ Das war die eine Stimme in mir.

 

„Hey, du hast Kamera und Stativ dabei. Also biege an der nächsten Kreuzung links ab! In 5 Minuten bist du an deinem Lieblingsplatz und kannst versuchen diese Stimmung einzufangen.“ So klang die andere Stimme in mir. So müde und ausgelaugt ich auch war, ich folgte der zweiten Stimme und kann sagen, diese Entscheidung war gut.

 

Ich hatte vielleicht gerade mal 15 Minuten Zeit, um diese „himmlische Stimmung“ einzufangen. Dann war sie auch schon wieder vorbei. Die Entscheidung an der Kreuzung links abzubiegen und noch mal alle Kräfte zu mobilisieren, war die richtige Entscheidung. So fuhr ich kurze Zeit später von meinem Lieblingsort nach Hause und legte mich zufrieden auf die Couch.

 

Erst heute habe ich mir die Bilder angesehen, die ich gestern gemacht habe. Eins davon, möchte ich euch nun hier zeigen. Ich bin dankbar, dass ich gestern doch richtig abgebogen bin.

 

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