Alte Grenzen überwinden

Sich der eigenen Depression zu stellen hat zwangsläufig auch etwas damit zu tun, Grenzen zu überwinden. Meistens sind es Grenzen die uns gesetzt wurden und die wir verinnerlicht haben. Diese wurde für mich zu einem Schutz. Einem Schutz vor der eigentlichen Wahrheit. Gedanken was hinter diese Grenze sein mag, wurden im Keim erstickt. Ich lebte jahrzehntelang innerhalb dieser Grenzen.

 

Durch Therapie und Medikamente habe ich einen Teil dieser Grenzen durchbrochen. Doch wie dieser alte Stacheldraht auf dem Bild, so halten mich immer wieder Teile dieser Grenzen zurück. Zu lange habe ich hinter diesem Zaun gelebt, ich lebte in einer Wahrheit die eigentlich eine Lüge ist. Wenn man sich es lang genug selber erzählt, glaubt man irgendwann auch daran. Die Stacheln des Zaunes bohren sich schmerzhaft in meinen Körper.

 

 

Oft hält mich der Zaun dieser imaginären Grenze fest und je mehr ich mich dagegen wehre, desto mehr fühle ich mich verletzt. Denn bei jedem Versuch diese Grenze der Lügen zu durchbrechen wird mir schmerzhaft bewusst, was die eigentlich Wahrheit ist und das tut verdammt noch mal weh.

 

Manchmal brauche ich dann etwas Ruhe um Kraft zu schöpfen, um dann einen neuen Versuch zu starten diese Grenze zu überwinden. Ich gebe nicht auf und aus Verletzungen werden eines Tages nur noch Narben da sein. Sie werden mich daran erinnern was ich geschafft habe!

 

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Ich habe Angst/Panik ins Bett zu gehen !

Ich gehe regelmäßig zur Gesprächstherapie und das seit 2014. Auch Besuche beim Psychiater stehen bei mir auf dem Programm, um die bestmögliche Medikation für mich zu erstellen. Doch was beides bis jetzt nicht geschafft haben, ist mir die Angst zu nehmen. Die Angst vor dem Schlaf in der Nacht. Dabei schlafe ich gut ein, damit habe ich also schon mal keine Probleme. Ich schlafe auch durch (Dank Medikation!), also ohne Nachts wach zu werden. Aber irgend etwas läuft in meinem Kopf während dieser Zeit ab das dafür sorgt, dass ich Angst habe Abends ins Bett zu gehen. Was das ist? Keine Ahnung. Ich kann mich an keine Träume usw. erinnern. Doch irgendetwas bereitet mir solche Sorgen (oder Panik), das ich manchmal es sogar schaffe, die Medikation für die Nacht zu überlisten. Also trotz dieser Medis strenge ich mich an, nicht müde zu werden, um nicht Schlafen gehen zu müssen. 

 

 

Doch was kann ich dagegen tun? Wie kann ich etwas für mich verbessern, wenn ich nicht weiß was da in meinem Kopf abläuft? Warum bekomme ich diese Panik jeden Abend? Ich habe null Ahnung. Deswegen habe ich mich entschlossen dieses als Hauptthema für meine nächsten Therapiestunden zu machen. Gibt es eigentlich eine Nachtüberwachung der Gehirnaktivität? Hab mich bis jetzt damit noch nicht befasst. Doch es ist jetzt an der Zeit, etwas zu unternehmen. Ich gehe es an!

 

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Nur noch einen Schritt, oder im Sabotieren von meiner Person bin ich ziemlich erfolgreich!

Es ist wieder einmal soweit. Stehe wieder davor alles zu zerschlagen. Alles was ich in den letzten Monaten, im letzten Jahr aufgebaut habe. Stehe vor der Entscheidung mich wieder zu sabotieren. Die Webseite hier, die Fotografie und alles was mir etwas positives gebracht hat. Es fehlt wohl nur noch der letzte Schritt. Der Zerstörungstrieb wird immer stärker. Das kann ich gut, mich selber zu sabotieren.

 

 

Ich reflektiere mich und was ich erreicht habe und … und die Depression in mir sagt, es ist nichts wert. „Was soll das schon?“ „Nette Bilder, aber das können andere auch bzw. besser!“ „Nette Texte, doch wer interessiert sich schon dafür?“ „Warum das also?“ Meine Antwort: „Weil es mir Spass macht und …“ und schon wieder sagt die Depression: „Hey bis du da wirklich ehrlich mit dir?“ „Das machst du nur aus Spass?"

 

Die Depression in mir hört nicht auf zu reden: „Suchst du nicht auf diesem Wege Bestätigung und Zuneigung für dich selbst?“ „Was passiert wenn du mal ne Zeit lang kein Blogeintrag schreibst, oder Fotos in den sozialen Netzwerken postet?“ Fühlst du dich dann nicht weniger wert?“ „Sei also nicht so scheinheilig und sage, du machst das nur aus Spass!“ „Du Heuchler!“

 

Ich zögere mit der Antwort und denke über die mir entgegen gebrachten Vorwürfe nach. Irgendwie stimmen sie. Nein, sie stimmen alle. Ich versuche über die Webseite und den Fotos Aufmerksamkeit zu bekommen. Was grundlegend nicht schlecht und völlig Legitim ist. Aber mit meiner Vorgeschichte ist das etwas, wenn nicht grundlegend, anderes. Ich versuche mir etwas zu holen, was ich mehr oder weniger nie bekommen habe. Und wenn mal über meine Arbeit ein Lob gemacht wird, rede ich dieses meistens selber wieder schlecht. Ich bin nichts, ich kann nichts und wenn ich was vorzuweisen hätte, reicht dieses nie aus. Selbstwertgefühl gegen null. 

 

Wobei eins stimmt doch, das Fotografieren macht mir Spass. Dabei gleitet dieser Spass aber in den Bereich auf der Suche nach Anerkennung für mich. Bin ich nun ein Heuchler? Ich weiß es nicht. Aber derzeit stehe ich wieder einmal vor dem Abgrund und bin geneigt alles zu zerstören. Webseite löschen, alle Fotos in den sozialen Netzwerken löschen (sofern möglich). Alle Fotos hier daheim löschen. Die Kamera verkaufen und dann … tja, was dann? Ein Schritt noch nach vorne, dann geht alles den Bach runter, oder umdrehen und neue Wege finden? Doch dieses habe ich leider auch schon zig mal versucht und stehe wieder vor dem Abgrund. Wie gesagt, im Sabotieren von meiner Person bin ich ziemlich erfolgreich.

 

Nachtrag; Ob dies jetzt mein letzter Beitrag war, weiß ich nicht. Hier geht es nicht um Selbstmitleid! Damit kann ich nichts anfangen. Hier geht es um meine Depression und was sie mit mir anstellt, Punkt.

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So langsam sollte es doch besser werden?

Nach meinem erneuten tiefen Fall in der vergangenen Woche kam wieder diese Frage auf. Wann wird es eigentlich besser ? So viele Therapiestunden, stationäre Aufenthalte und immer noch erwischt mich die Depression kalt lächelnd, ohne Vorwarnung. Warum wird das nicht besser?

 

Wenn ich mir heute diese Frage stelle, gibt es dafür immer noch keine Antwort. Doch es gibt eine andere Form meiner Empfindung zu dieser Frage. Klingt komisch ist aber so. Heute weiß ich viel mehr über meine Krankheit und deren Auswirkung. Ich sehe mich nicht mehr als völlig ausgeliefert, wenn sie wieder zuschlägt. Ich sage nicht das es mir bei einer depressiven Episode besser geht, ich verstehe es nun, was mit mir passiert.

 

Das ist schon deutlich mehr als vor einigen Jahren es noch der Fall war. Ob ich langfristig eine sogenannte Heilungschance habe, ist zwischenzeitlich nicht mehr ganz so wichtig für mich. Mit der Krankheit zu leben und mich und auch sie, die ein Teil von mir ist, zu akzeptieren, ist mein derzeitiges Ziel. Ob sich daraus mehr entwickelt, wird die Zeit zeigen.

 

Apropos Zeit. Vom Ausbruch der Krankheit mit all ihren Symptomen, bis zum heutigen Tag, sind Jahre vergangen. Doch wenn ich mir überlege, wie lange ich mit der Lüge und deren Vertuschung gelebt habe, ist das gar nichts. Ich versuche mich nicht mehr mich selber unter Druck zu setzen mit der Frage, wann es besser wird oder sogar vorbei ist. Ich bin auf dem Weg mit dieser Krankheit offen zu leben. Dieser Blog hier ist für mich ein Weg, um das umzusetzen. Keine Lügen mehr!

 

Ich gehe meinen Weg, manchmal führt er ins Licht, aber nicht immer!

 

Ich heiße Holger und ich habe Depressionen ! Na und ? 

 

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Ich habe die Dunkelheit überwunden, … heute !

Letzte Nacht war echt „bescheiden“! Der Fehler lag an mir. Ich hatte abends vergessen meine „Drogen“ einzuwerfen. Ich war bei Freunden und hatte es einfach vergessen, vorhanden waren sie. Ich fahre nie ohne meine Medis über Nacht fort! Aber die Nichteinnahme bekam ich ziemlich heftig zu spüren. Hätte ich sie später (also mitten in der Nacht) eingenommen, wäre der heutige Tag komplett hinüber gewesen. Das wollte ich auch nicht. Also quälte ich mich durch die Dunkelheit der Nacht mit offenen Augen. Am sehr frühen Morgen war ich so was von platt, dass ich eigentlich nur noch nach Hause ins Bett wollte. Doch ich hatte eigentlich eine andere Planung für diesen Vormittag vorgesehen. 

 

Ich stieg also doch auf mein Motorrad und fuhr los. Unterwegs dachte ich immer wieder: „Komm bieg ab, fahr heim! Das kannst du auch ein anderes Mal machen, was du vorhast!“ Doch ich habe diesem Wunsch nicht nachgegeben! So kam ich nach relativ kurzer Zeit an das Ziel an, welches ich für mich heute Vormittag geplant hatte. Selbst dort, war die Stimme in mir laut, die mich zur Umkehr bewegen wollte. Aber ich stieg ab und ging los. 

 

Die ersten Schritte fielen noch ziemlich schwer, trotz schönstem Wetter. Die Spätfolgen der Nacht waren noch spürbar. Aber mit jedem Schritt wurde es ein wenig besser. Nach einiger Zeit konnte ich das Licht auf meinem Weg erkennen und erleben, sichtbar und spürbar. Das Foto was ich heute geschossen habe, zeigt diesen Weg sehr deutlich, den ich heute gegangen bin, nicht nur körperlich sondern auch geistig. 

 

 

Ich habe die Dunkelheit überwunden, … heute !

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Depression und die persönliche Körperpflege/hygiene

Für Nichtbetroffenen eine komische Zusammenstellung diese Überschrift. Für mich als Mensch, der an Depressionen leidet, ein stetiger Kampf. In den guten Phasen läuft das alles ganz normal. Doch erwischt mich wieder einmal eine depressive Episode, wie in der vergangenen Woche, dann wird alles über den Haufen geworfen.

 

In solche Phasen vernachlässige ich nicht nur Freunde und Bekannte, ich vernachlässige mich selber! Und das auf unterschiedlichste Weise. Nach meinem letzten Blogeintrag habe ich an verschiedenen Reaktionen gemerkt, dass es Aufklärungsbedarf besteht. Heute also möchte ich das Thema Körperpflege/hygiene ein wenig anschneiden, bzw. aus meiner Sicht erzählen.

 

Als mich letzte Woche die Depression ohne Vorwarnung erwischt hat, ging alles ganz schnell. Innerhalb weniger Stunden war alle Kraft und Energie wie von einem Schwarzen Loch verschluckt worden. Ich saß nur rum und kam nicht mehr hoch. Der Tag ging an mir vorüber ohne das ich ihn wirklich wahrgenommen habe. 

Dann abends gleich mal keine Zähne geputzt, oder sonst wie das Bad besucht. Nächster Morgen die gleichen Sachen vom Vortrag angezogen und wieder das Bad nicht eines Blickes gewürdigt. Eigentlich sollte ich duschen … eigentlich. Aber die Depression nahm mir selbst dafür die Kraft. Pelziger Geschmack im Mund wurde durch Kaffee und eine Zigarette runtergespielt. Die Haare (viele sind es nun auch nicht), nun ja, reden wir nicht drüber. Auch dieser Tag ging irgendwann spät in der Nacht zu Ende. Hatte diverse Speisereste in den Zahnzwischenräume. Ich spülte mit einer kalten Tasse Kaffee und schluckte den Mist runter. Tabletten einwerfen und ab ins Bett. Ohne vorher die Tür des Bades zu öffnen.

 

Nächster Morgen. Nächster Tag mit dem Schwarzen Hund, der sich ziemlich verbissen hat bei mir. Wieder dieselben Klamotten angezogen, sie fangen an müffeln, ich fange an zu müffeln. Es stört mich nicht mehr. Habe aufgegeben. Kaffee spült wieder diesen miesen Geschmack in meinem Mund runter, der Tag kann kommen, ist mir egal. Am Abend ist der Geruch, den mein Körper verströmt, auch irgendwie an dem letzten noch Punkt meines Gehirns angekommen. Pillen einnehmen und ab ins Bett. Warum braucht man überhaupt ein Bad? Alles so sinnlos.

 

 

Nächster Tag. Er beginnt wie gewohnt. Immer noch dieselben Sachen die ich anziehe. Der Geruch ist deutlich stärker geworden. Erst mal einen Kaffee und ne Zigarette. An diesem Tag kam, GOTT sei Dank, die Wendung der depressiven Episode. Warum ? Keine Ahnung. So wie sie unerwartet kommt so geht sie auch bei mir. Manchmal schon nach einem Tag, manchmal dauert es ne Woche an und ab und zu auch länger. Ich nehme meinen Körpergeruch deutlich wahr. Ich rieche nicht, ich fange an zu stinken! Am Abend hatte ich dann so viel Energie, das Bad von innen zu sehen und auch Duschen zu gehen. Die Wäsche der vergangenen Tage mit einem Ekel in die Waschmaschine geschmissen.

 

Das Bett wurde abgezogen gelüftet und irgendwie waren die vergangenen Tage etwas mit dem Duschen von mir gewichen. Doch während dieser Episode hatte ich null Energie, keine Kraft die simpelsten Dinge der Körperpflege/hygiene zu machen. Dann geht gar nichts.

 

Viele Betroffenen schämen sich nicht nur wegen ihrer Depression, sondern was diese Krankheit mit ihnen macht. Null Kontrolle, kein Selbstwertgefühl und kein Licht am Horizont. Diese Phasen sind die wahre Hölle für mich und für jeden anderen, der darunter leidet. Aber ich habe auch diese Episode wieder überstanden. Wann die Nächste kommt? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, was ich dann nicht schaffen werde und das macht mir Angst. Ausgeliefert zu sein, ohne eine Hoffnung aus dem Schwarzen Loch selbst raus zu kommen.

 

Doch heute ist ein guter (sauberer) Tag!  

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Vielleicht gehe ich heute noch Duschen !

Gestern war ein sehr extremer Tag (hier zu lesen). Wie verläuft nun mein Tag 1 danach ?

 

Anders, aber nicht wirklich besser. Alles um mich herum nehme ich irgendwie nur durch eine dunkle Wolke wahr. Motivation ist gegen null. Selbst simple Dinge wie die Körperpflege ist derzeit eine grosse Herausforderung für mich. Ich muss heute Duschen … hatte ich mir gestern schon gesagt. Doch da ging absolut gar nichts. Heute gehe ich den nächsten Versuch an. Ob es was wird, kann ich euch morgen berichten.

 

Alle Reize die mich ansonsten dazu anleiten etwas zu machen, oder auf etwas zu reagieren verschwinden in der Dunkelheit der Depression. Das schwache Licht was mich irgendwie durch den Tag bringt, reicht nicht aus um mich aufzufordern etwas zu unternehmen. Warum ich aber trotzdem darüber schreiben kann, weiß ich selber nicht. 

 

 

Vielleicht ist das meine Möglichkeit diese Krankheit irgendwann in den Griff zu bekommen. Oder einfach nur damit die, die es lesen, ein wenig verstehen, wie es einem Menschen mit Depressionen ergeht. Für mich ist es eine Art der Reflektion, selbst in der Dunkelheit in der ich gerade stecke, mich wahrzunehmen. 

 

Wer nun meint das es mir damit dann gleich besser geht, den muss ich leider enttäuschen. Nur weil ich mich öffentlich dazu bekenne und darüber schreiben, geht es mir nicht zwangsläufig besser. Es hat auch keine Auswirkung darauf, diese depressiven Episoden früher zu erkennen. Wie gestern schon geschrieben, gibt es bei mir keine Auslöser im Umfeld die das bewirken. Es ist, als wenn ein Schalter umgelegt wird. Von einer Minute auf die andere ist alles nur noch Dunkel.

 

So das war es mal für den Augenblick. Vielleicht gehe ich heute noch Duschen … vielleicht.

 

Nachtrag: Ich war zwischenzeitlich Duschen ! Es hat echt schon "gemüffelt". 

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Heute nicht !

An einem Tag wie heute kann alles passieren, nur nichts Gutes. Wenn die Depression mit voller Härte und ohne Vorwarnung wieder zuschlägt. Tränen tauchen plötzlich und unerwartet auf. Es gab keinen auslösenden Faktor, der dies veranlasst hätte. Sie laufen an meinem Gesicht herunter und Bilder tauchen auf, die schon längst ich vergessen und abgearbeitet meinte. 

 

 

Ich werde den heutigen Tag hinnehmen müssen. Einfach so, versuchen nicht zu hinterfragen. Wenn es mir wieder etwas besser geht, dann werde ich mir die Tränen näher ansehen und versuche dann zu ergründen, das warum und wieso.

 

Aber nicht heute !

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"Wo sehen Sie sich in 20 Jahren ?"

Eine Frage, die ich mir persönlich immer mal wieder stelle. Doch wenn ich ehrlich zu mir bin, weiß ich nicht mal wie es in einem Jahr ausschauen könnte. Gerade ist es wieder so schlimm, dass der Gedanke an den nächsten Tag schon zu viel für mich ist. 

 

Die Depression ist wieder mal voll da. Ich dachte ich hätte den Schwarzen Hund an der Leine, aber es ist wohl eher umgekehrt. Sie hat mir für einige Tage etwas mehr Leine gelassen und nun zieht sie so um so stärker an ihr, dass es mir fast den Hals zuschnürt. Ich hatte einige relativ gute Tage, sicher, die hatte ich. Aber heute ist es so, als wäre alles wieder sinnlos. Die positiven Dinge aus diesen Tagen werden abgeschnürt, weil die Depression mich an der kurzen Leine hält.

 

Doch zurück zu der Frage am Anfang. Wo sehe ich mich in 20 Jahren? Mein Wunsch wäre es, wie auf dem Foto, mit meiner Frau gemeinsam irgendwo im Park zu sitzen. Den Vögeln zuzuhören und einfach diese Gemeinschaft mit ihr zu genießen.

 

 

Doch im Moment erlaube ich mir nicht mal mehr Wünsche für den nächsten Tag. Die Leine zieht sich immer mehr um meinen Hals. Die Gedanken in meinem Kopf trudeln weiter in die Dunkelheit. So sind selbst Pläne die ich für den morgigen Tag gemacht habe, wieder null und nichtig. 

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Ich gehe meinen Weg !

Wenn ich zurück schaue, sehe ich sie noch. Die Dinge, die mich lange auf meinem Lebensweg beeinflusst haben. Doch durch meine Depression fange ich an, immer mehr meinen wirklich eigenen Weg zu gehen. Einige dieser Dinge aus der Vergangenheit streifen dabei noch meine neuen Schritte. Es liegt einfach daran, dass sie jahrzehntelang Einfluss auf mein Leben hatten. Ich möchte trotzdem meinen Weg fortsetzen. Neue Menschen kennen lernen und nur noch selten über die alten Dinge stolpern, die mir lange im Wege standen.  

 

Ich gehe meinen Weg, auch wenn ich ab und zu stolpern und sogar hinfallen werde. Die Zeit wo ich liegen bleibe wird langsam kürzer und ich stehe wieder auf. 

 

Ich gehe m e i n e n Weg !

 

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Einfach nur zuhören !

Bei meiner derzeitigen depressiven Phase, möchte ich keine Ratschläge, keine guten Tipps. Warum kann man nicht einfach nur zuhören und still sein? Es reicht manchmal, wenn ich nur meine Lage anderen erzähle. Ich erwarte nicht jedes Mal eine Lösung. Das einfache Zuhören scheint man kaum noch zu finden. Sätze die ich gesagt/geschrieben habe einfach im Raum stehen lassen, das wünsche ich mir.

 

 

Warum ich nicht jedes Mal einen gut gemeinten Ratschlag haben möchte? Ich kennen meine Depression nun mal schon einige Zeit. Wer ausser mir weiß es besser, wie sich die Depression bei mir auswirkt. Manchmal reicht es nur darüber zu reden/schreiben. Dann ist das Schweigen vom Partner, von Freunden und Bekannten hilfreicher, als mir immer gut gemeinte Ratschläge zu bekommen. 

 

Nach diversen stationären Aufenthalten und langjähriger ambulanter Therapie ist mir der „Schwarze Hund“ eher ein Begleiter, als ein Feind geworden. Also wenn ich mal darüber rede, wie es mir derzeit geht, hat das nicht grundlegend die Folge, dass mir jemand etwas „Gutes“ tun muss. Ein einfaches Liken, Reweeten, oder Teilen meines Beitrages reicht mir da schon vollkommen. Ich sehe das ihr es gelesen habt und mehr möchte ich gar nicht. Wenn ich mehr will, werde ich mich schon melden. 

 

Danke für eure Aufmerksamkeit!

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Bitte nehmt Platz in meinem Kopf ! (Teil 2)

Es geht genau da weiter, wo ich bei Teil 1 aufgehört habe. Also nehmt Platz und schaut euch an, wie es mir ergangen ist.

 

 

Die 5. Klasse noch mal machen. Die Aggressivität, der Jähzorn, das stur stellen in puncto Hausaufgaben nicht machen und meine Schulschwänzerei haben mir das eingebrockt. Aber weder Lehrer, geschweige denn meine Eltern haben je nachgefragt/gebohrt, warum ich mich so verändert hatte. Das Geheimnis musste gesichert bleiben, um jeden Preis!

 

Ich fing langsam an, mich mit der Situation zu arrangieren. Doch was hieß das nun für mich? Das Geschehene nie wieder erwähnen! Die Personen, die es betraf, nie darauf ansprechen! Das große Geheimnis in eine dunkle Ecke meiner Seele zu verbergen! Das war meine Art von Arrangement in einem Alter von ca. 11 Jahren. Das Leben ging weiter.

 

Doch dieses Leben war nie wieder so, wie vor den Ereignissen in der Vergangenheit. Der Jähzorn war noch einige Jahre mein ständiger Begleiter. In der Schule fing ich, dagegen langsam an mich zu fangen. Freunde …, die hatte ich seit diesem Ereignis nicht mehr. Mein Verhalten war eindeutig daran schuld. Aber auch bei uns zu Hause hatte sich einiges verändert. Früher saßen wir oft am Samstag/Sonntag mit den Nachbarn zusammen. Die Erwachsenen redeten, tranken Bier/Wein, es wurde gegrillt. Wir Kinder aus der Nachbarschaft haben miteinander gespielt. Alles wie weggeblasen.

 

Das Verhalten der betroffenen Personen war keine schlechte Komödie, eher ein drittklassiges Drama. Es sprach zwar keiner mehr über das Thema, aber das Verhalten auch meiner Eltern hatte sich gravierend verändert. Es war nicht mehr die harmonische Beziehung. Komische Dinge passierten täglich. Man schaut hinter der Gardine, wann der Nachbar wiederkommt. Wo er wohl einkaufen war und so weiter. Dinge, die nie vorher jemanden interessiert hatten. Aber nicht die anderen Personen verhielten sich merkwürdig, Es waren die Menschen, denen ich bis zu den Ereignissen blind vertraut hatte. Alles hatte sich seit diesen Ereignissen von damals um 180 Grad gewendet und ich war mittendrin.

 

So lief es die folgenden Jahre weiter. Nichts erinnerte mehr an die Vergangenheit. Meine bis dahin glückliche Kindheit war weg. Das Ereignis und was daraus folgte trug ich verborgen weiter mit mir rum. Es veränderte mich. Einzelgänger, Klassenclown, Jähzorn, keine Freunde und daheim schwebte das Geschehene wie eine dunkle Wolke über mir. 

 

… Fortsetzung folgt !

 

P.S. Bei diesem Text habe ich Angst bekommen. Angst, dass mich keiner versteht. Ich mich unklar ausdrücke. Es ist sehr schwierig für mich, die passenden Worte zu den Ereignissen und meinen Gefühlen zu finden. 

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Sie kam schleichend durch die Kellertür !

Sitze hier. Draussen ist blauer Himmel und die Sonne scheint. Sitze trotzdem hier. Sie ist wieder gekommen. Langsam und auf leisen Sohlen. Jetzt ist sie neben mir. Die altbekannte Gefährtin, die keiner haben will. Das Foto beweist, dass sie aus dem dunklen Keller gekommen ist. Dort wo ich viele Erinnerungen und Gefühle unter Verschluss halte. Ich muss wohl diese Tür nicht ganz zu gemacht haben. So konnte sie plötzlich wieder an meiner Seite sein. Sie ist nicht laut. Sie redet leise. Aber das was sie sagt, dringt in meinen Kopf ein. Sie erzählt was dort unten alles im Keller auf mich wartet. Sie spricht von Dingen aus meiner dunklen Vergangenheit. Sie hat die Tür zum Keller etwas weiter geöffnet damit auch diese Dinge, die dort unten abgestellt waren, wieder leichter zu mir nach oben kommen.

 

 

Sie wieder in diesen Keller zu verbannen, ist auf lange Sicht anscheinend keine wirklich Lösung. Sie nimmt mir nur wieder die Kraft, die ich brauche, um dieses Leben hier zu leben. Sie wird immer einen Weg zu mir finden. Also suche ich eine neue Lösung um ihr zu sagen, dass sie mir gestohlen bleiben kann. Ich muss sehen den dunklen Keller zu entrümpeln und auf Dauer dort vielleicht sogar ein Fenster einbauen zu lassen. Damit Licht auch die letzten dunklen Winkel erreicht. Doch bis dahin wird sie immer wieder einen Weg zu mir finden und mich in ihren Bann ziehen.

 

Sie, die den Namen Depression trägt.

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Das Rad zurück drehen, werde ich nicht !

Ich habe lange Zeit versucht, mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Lange gegen die Depression angekämpft und immer wieder auf die Schnauze gefallen. Ich wollte doch nur, dass alles wie vorher wird. Viele Kämpfe habe ich gefochten und mehr oder weniger genau so viele Niederlagen erlitten. Aus der heutigen Sicht musste das erst passieren, damit ich grundlegende Dinge für mich begriffen habe.

 

Heute stehe vor diesem Rad, was ich einst versuchte zurück zu drehen. Ich sehe das es feststeckt, genau an dem Punkt, da mich die Depression in die Knie gezwungen hat. Seit dieser Zeit ist dieses Rad nicht mehr in Bewegung gewesen. Weder vorwärts, oder rückwärts. Es hat Rost angesetzt und relativ viel Staub liegt auf ihm.

 

 

Ich sehe es an und sehe mein bisheriges Leben. Dieses ist vorbei und aus heutiger Sicht will ich auch nie wieder dorthin. Derzeit bin ich zu Fuß unterwegs. Ich gehe kleine Schritte vorwärts. Manchmal auch einen zurück. Ob ich noch mal ein Rad benötige um schneller vorwärts zu kommen, ist noch völlig unklar. Das Rad von meinem alten Leben lasse ich dort zurück, wo es einst stehen geblieben ist.

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Hoffnung !

Wo bringt ihr euren "Müll" hin ? Habt ihr jemanden, der ihn euch abnimmt, oder klammert ihr euch daran aus Angst, was danach geschehen mag? Zu oft läuft in meinem Kopf das Programm ab: "Lieber nehme ich das Schlechte für mich in Kauf, das kenne ich. Neue Wege beschreiten, bedeutet nur eine ungewisse Zukunft!" Also bleibt der Mülleimer ungenutzt und ich trage meinen Mist weiter mit mir rum.

 

 

Ich verhalte mich teilweise wie zum Beispiel Frauen die bei ihrem Mann/Freund bleiben, obwohl er sie psychisch, oder körperlich misshandelt. Früher habe ich mich immer gefragt, warum sich diese Frauen nicht einfach von ihrem Partner trennen? Aus meiner heutiger Sicht verstehe ich das Problem besser. Sich zu trennen bedeutet, Schritte in eine ungewisse Zukunft zu gehen. Die Ungewissheit verunsichert einen Menschen mehr, als das Negative weiter auszuhalten. Denn das Negative ist eine Konstante im Leben geworden. Das Negative kennt man und auch wenn es sich komisch anhört, es gibt einem Menschen Sicherheit.

 

Was ich für mich erkennen durfte, ich muss diese neuen Schritte nicht alleine gehen! Für mich als einen Menschen der an Depressionen leidet, gibt es fachliche Hilfe! Aber es ist ein langer Weg dahin, es zu erkennen und dann auch zu nutzen! Oft kommt auch die Scham dabei hoch, versagt zu haben. Sein Leben nicht mehr auf die Reihe zu bekommen. Ich sabotiere schon früh mich selbst um nicht diese neuen Wege zu gehen. Ich rutsche immer wieder ab in das schwarze Loch, an dem ich sogar teilweise mithelfe es tiefer zu graben. 

 

Neben der fachlichen Hilfe, lerne ich auch immer mehr Hoffnung und auch Trost in meinem Glauben als Christ zu finden. Im neuen Testament steht ein für mich wichtig gewordener Satz, den Jesus selber gesagt hat: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ In einer moderneren Fassung (Hoffnung für alle) steht in Matthäus 11,28: : »Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. “

 

Innere Ruhe! Ein kostbares Gut, das mir aber auch immer wieder entgleitet, wenn es denn mal für kurze Zeit da ist. Denn auch in meinem Glauben falle ich, wie bei der sogenannten fachlichen Hilfe, immer wieder in mein altes Denkschema zurück. Doch ich weiß nun, dass ich nicht alleine meinen weiteren Weg gehen muss. Egal wie oft ich noch auf die Schnauze falle, oder die Depression mich quält. Es gibt Hoffnung für mich! Jeden Tag neu! Sie zu suchen und immer wieder neu für sich anzunehmen ist zwar schwer, aber ich will es weiter versuchen!

 

Ich glaube an diese Hoffnung, dass ich meinen Müll los werde!

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Die Nacht. Der Schlaf. Die Angst!

Schon seit langer Zeit ist es für mich eine Qual ins Bett zu gehen. Warum weiß ich nicht. Irgendetwas bereitet mir Angst. Ich bleibe so lange auf, bis mir die Augen zufallen. Erst dann nehme ich meine Nachtmedikation ein. Es dauert vielleicht noch ca. 45 Minuten und ich schlafe endlich ein. Am darauf folgenden Morgen weiß ich, nicht wovon ich geträumt habe. Etwas läuft da ab bei mir, so das ich nicht schlafen gehen will. Wovor habe ich Angst? Was durchlebe ich in meinen Träumen, von denen am nächsten keine Erinnerung mehr da ist? Ich bin ratlos. 

 

Der einzige Vorteil ist, ich werde dank der Medikamente nicht mehr wach. Vorher war es noch schlimmer. Mehr oder weniger bin ich stündlich wach geworden und wenn ich sage: "Ich bin wach!", dann war ich auch wach! Bin aufgestanden und für ne halbe Stunde am Computer gesessen. Dann irgendwann wieder ins Bett. Eine Stunde später das gleiche Szenario.  Welche Dinge laufen mir durch den Kopf, die mir so viel Angst bereiten? Ich weiß es nicht. So werde ich auch in der kommenden Nacht wieder mich quälen ins Bett zu gehen. Ohne zu wissen, was mir in der Dunkelheit begegnet.

 

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"Darauf kann ich echt verzichten !"

Bei Depressionen kommt es immer wieder (manchmal sehr häufig) vor, dass ich mich und das was ich mache, in Frage stelle. Sich selbst mal zu reflektieren ist ja durchaus sinnvoll. Doch was bei mir dann abläuft, endet sehr oft in einer Negativ-Spirale. Die Depression stellt meine Vorhaben und Handlungen fast grundsätzlich in Frage. „Was bringt das schon?“ „Das lohnt sich nicht!“ Lass es lieber, bringst eh nichts zu Ende!“ „Wenn du krank bist, warum kannst du draussen spazieren gehen?“ Was werden die anderen denken, wenn sie dich da draussen rumlaufen sehen, am besten noch mit der Kamera?“ Wie willst dich rechtfertigen wenn sie sagen : Dir scheint es ja ganz gut zu gehen, wenn man dich so sieht!“

 

Es endet dann, wie es immer endet. Ich bleibe zu Hause! Gehe nur raus, noch wenn es wirklich nicht anders geht. Beim Einkaufen schaue ich vorher mich um und werfe einen Blick in jeden Gang, ob dort nicht eine bekannte Person sich aufhält. Ich verstecke mich wenn ich eine solche Person sehe und hoffe sie erblickt mich nicht.

 

Was passiert da nur mit mir? Ganz einfach! Die Depression bringt mich dazu, mich selbst zu verurteilen! Es wird natürlich durch manche Reaktion aus dem nahen Umfeld auch noch negativ unterstützt. So lautet das Urteil: „Bleib zu Hause und lass dich nicht draussen blicken!“ „Schreib bloß keine positiven Dinge hier im Blog, oder via Twitter/Facebook!“ „Wie soll man sonst deine Krankheit ernst nehmen, wenn es dir gut geht?“ 

 

 

Die Depression ist mein Polizist, Ankläger, Richter und Gefängnis in einem! Eine Verteidigung gibt es nicht. Und wieder stecke ich in einem dunklen Loch und versuche mit einem kleinen Löffel wieder einen Ausbruchsversuch. Solange ich im Loch bin, ist die Depression zufrieden. Doch schaffe ich es nach langer Zeit mal mal an die Oberfläche des Lebens anzukommen, ist sie sehr schnell da und es geht wieder von vorne los!

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Vergeben heißt nicht vergessen !

Ich habe in meinem letzten Blogeintrag die erste Zeit, nach den für mich folgenschweren Ereignissen, beschrieben. Ich möchte gleich aber auch zu Anfang darüber schreiben, dass ich zwischenzeitlich den Personen vergeben konnte, durch die das Ganze ins Rollen gekommen ist. Auch den Personen, die meine Erkrankung als Vortäuschung falscher Tatsachen mir unterstellten, habe ich vergeben können. Wer aber nun meint, das Vergeben auch Vergessen heißt, irrt hier gewaltig! Die Dinge, die ich erlebt habe, werden durch diese Vergebung ja nicht aus meinem Gedächtnis gelöscht. Vergebung ist ja keine Delete-Taste und alles ist plötzlich weg, was geschehen ist. Dem ist nicht so!

 

Also was bringt es mir persönlich, dass ich anderen Menschen vergebe?

 

Sehr viel! Ich hege keinen Groll, oder Wut den Personen gegenüber, durch die ich heute da bin, wo ich bin. Na klar habe ich immer noch Depressionen, aber ich möchte dieser nicht noch mehr Nahrung geben, als sie ohnehin schon hat. Durch Zorn und Wut auf die Menschen, die mich aufs tiefste verletzt haben, kann nichts Positives entstehen schon gar nicht Heilung! Wer aber nun meint das es mir leicht gefallen ist zu vergeben, der irrt auch! Es hat bei mir Jahre gedauert und auf dem Weg dahin, haben viele Tränen mich begleitet! Ich wollte meine Depressionen einfach an die Menschen festmachen, die mir das angetan haben . Diese Menschen sind ja schuld das ich diese Krankheit heute habe! Aber nach meiner jetzigen Auffassung ist das der falsche Weg. Zu klären was die Ursache von meiner Depression ist natürlich wichtig, kein Thema! Auch Wut, Zorn und Verzweiflung haben mich lange begleitet. Sie gehören mit dazu. Irgendwann drehte sich alles nur noch um die Schuldzuweisung. Lange Zeit später habe ich erkannt, dass mich das nicht wirklich weiter bringt.

 

 

Also habe ich versucht, aus diesem Hamsterrad zu entfliehen. Es war ein langer und auch sehr schmerzhafter Prozess. Denn jemanden vergeben, obwohl man weiß das diese Person einen tief verletzt hat, ist wahrlich nicht leicht. Ein sehr langer, beschwerlicher Weg, der sich für mich aber als lohnenswert erwiesen hat. Ich arbeite weiter daran meine Depressionen in den Griff zu bekommen, mit ihr zu leben und sie auch als einen Teil von meiner Persönlichkeit zu akzeptieren. Ich schwebe garantiert auf keiner Wolke und manchmal steigt auch heute noch ab und zu der Groll hoch. Doch ich lasse es nicht mehr zu, dass dieser wieder mich gefangen nimmt. Ich habe vergeben, aber nicht vergessen!

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Bitte nehmt Platz in meinem Kopf !

Dort schaut es zwar sehr chaotisch aus, aber ich versuche euch zu erklären warum, das so bei mir ist. Depressionen haben die unterschiedlichsten Auslöser. Bei mir persönlich liegt es an einem Ereignis und wie das nahe Umfeld damit (nicht) umgegangen ist. Es hat mich in einem Alter von ca. 10 Jahren einfach überrollt . Ich möchte noch nicht genauer darauf eingehen, aber dafür euch teilhaben lassen an den Auswirkungen, die dieses Ereignis auf mich ausgeübt hat.

 

 

In den Anfangsmonaten nach dem Ereignis, habe ich mich oft in das Ehebett zu meinem Vater verkrochen. Ich hatte Angst ihn auch noch zu verlieren. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, ich wollte sicher gehen, dass er nicht auch plötzlich verschwindet, ohne eine Erklärung. Zum Thema Erklärung, … es gab nie eine! Niemand sprach darüber. So blieb ich im Ungewissen, über Wochen, Monate, Jahre. Ich überlegte was falsch gelaufen war und ob ich was Grobfahrlässiges getan hatte, dass es zu so einer Situation kommen konnte. Doch keiner sprach das Thema je wieder an und so war mein späteres Verhalten, mehr oder weniger, vorprogrammiert.

 

Ich nehme euch heute mit auf die Reise in meine Vergangenheit. Das erste Teilstück dieser Reise sind die ersten zwei Jahre nach den Ereignissen, die mich als 10-11-Jähriger geprägt haben. Bis zu diesem Zeitpunkt kann ich von mir behaupten, dass ich eine glückliche und behütete Kindheit hatte. Doch damit war plötzlich und unerwartet Schluss! Von einem, auf den anderen Tag, ohne Vorwarnung! Wie sollte ich als Kind darauf reagieren? Ich tat dieses auf meine Weise.

 

In der Schule war ich bis dahin ein relativ guter Schüler. Doch die Ereignisse warfen mich so aus der Bahn, dass ich mich zu nichts mehr motivieren konnte. Notentechnisch fiel ich bei den meisten Fächern ins Bodenlose. Ich streikte bei dem Begriff Hausaufgaben, oder der Mitarbeit im Unterricht. Sich von der Schule fernhalten und in der Stadt rumschleichen gehörte auch dazu. Eine Reaktion mit der ich auf meine Situation aufmerksam machen wollte. Ich wurde eine traurige Berühmtheit mit den höchsten negativen Eintragungen an dieser Schule. Doch weil das Thema der Ereignisse nicht nur nie erklärt, sondern zu einem ein Tabuthema wurde, entwickelte ich weitere Strategien.

 

Ich wurde aggressiv. Mir wurde in dieser Zeit ein großer Jähzorn nachgesagt. Doch keiner sah es, warum ich das machte. Keiner wollte sich damit näher beschäftigen. Weil die meisten Menschen im näheren Umfeld es eigentlich wussten, warum ich mich so verändert hatte. Ich war auf einem Weg der Selbstzerstörung. Freunde von damals mieden mich. Ich war in den Pausen alleine auf dem Schulhof. Ich suchte aber die Konfrontation! Selbst mit Schülern, die einige Jahre älter waren, fing ich Streit an. Mich konnte nichts aufhalten. Ich wurde zu einem Schlägertyp. Selbst die älteren Schüler versuchten mir auszuweichen, denn irgendetwas sagte ihnen, dass ich völlig unberechenbar geworden war.

 

Einige der älteren Schüler hatten zwischenzeitlich sogar Messer dabei, um sich gegen meine plötzlichen Attacken zur Wehr zu setzte. Aber sie ahnten nicht, wie weit mein selbstzerstörerischer Trieb mich führen würde. Wenn ich also wirklich mit einem Messer bedroht wurde, wich ich nämlich nicht aus, sondern ging auf die Person zu. Ich sah dem Gegner dabei immer in die Augen und sagte nur noch: „Stich doch zu!“ Mein Blick zeigte den Besitzer des Messers schnell, dass ich es ernst meinte und ich keine Angst zeigte. Sie nannten mich dann nur noch verrückt und suchten das Weite.

 

Mein Weg führte mich in fast jede Schlägerei, auch außerhalb der Schule. Meine Brutalität und mein Jähzorn wurden schnell bekannt und ich hatte bald einen Ruhm erlangt der mich sogar bestärkte so weiter zu machen. Ich schaffte es zum Beispiel mit einem gezielten Schlag direkt in das Gesicht eines älteren Schüler, dass dieser eine gebrochene Nase hatte. Die Brille die er trug wurde genau in der Mitte zerteilt. Nein ich nahm auch bei Brillenträgern keine Rücksicht. An die Konsequenzen dachte ich zu keiner Zeit. Ich war eiskalt bei jeder Prügelei. Mit gezielten Schlägen konnte ich fast alle Gegner platt machen.

 

Konsequenzen, dadurch hatte ich eigentlich nur wenige. Den Personen, denen ich Schaden zugefügt hatte, sagten meistens ihren Eltern und Lehrern sie wären gefallen, oder gestürzt. Aus Angst vor einem Racheangriff von mir. Zu Hause bekam ich zwar Ärger wegen der nicht gemachter Hausaufgaben, den schlechten Noten und wiederholter Schulschwänzerei. Aber das war nicht wirklich ein Problem für mich. Das eigentlich Problem war, dass keiner fragte warum ich mich so verändert hatte. Das Stillschweigen zu dem auslösenden Ereignis schaffte es, dass ich die 5. Schulklasse wiederholen musste.

 

Das war aber erst der Anfang!   

 

... Fortsetzung folgt!

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Ein neuer Morgen, ein neuer Tag. Neue Chancen und eine alte Bekannte ist wieder da.

Die letzte Nacht war durchwachsen. Immer wieder aufgewacht, trotz Medikamente. Im Gegensatz zu den letzten Tagen ist dieser neue Morgen anders. Die Stimmung ist mehr als gedämpft. Die Sonne scheint draussen und das Vorhaben für den heutigen Tag, welches gestern noch so klar war, tritt in den Hintergrund. Die alte Bekannte mit Namen Depression ist wieder da.

 

Die Erinnerungen das es auch anders sein kann, verschwindet in der Dunkelheit. Das Licht der Hoffnung ist nur noch eine blasse Erscheinung und erreicht mich nicht. Sich wieder zurück zu ziehen ist angesagt. Sich still verhalten in der Dunkelheit. Die Farben die gestern noch so präsent waren, sind verschwunden. Sicher, in den letzten Tagen ging es mir gut. Vielleicht zu gut. Und schon wieder kommt eine negativierende Stimmung auf. Was nützt mir schon die Erinnerung an ein paar gute Tage, wenn ich jetzt wieder in der Dunkelheit sitze? Wie lange wird es wohl dauern, bis es mir wieder so gut geht? 

 

 

Die positiven Gedanken von gestern sind verschwunden. Sie wurden von der Dunkelheit gefressen und sind weg. Die Depression gibt wieder den Takt meines Lebens an. Es ist kräftezehrend so zu leben.  

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Da muss doch ein Haken dran sein, oder?

Ich habe jetzt drei Tage hinter mir und es geht mir immer noch gut. So lange war das noch nie! Bis jetzt kamen sehr schnell der Gedanke: „Das darf nicht sein!“ Ich habe meine positiven Stunden immer schnell durch falsche Selbstkritik ins Negative gezogen. "Mir soll es gut gehen? Bei der Vergangenheit und der Krankheit? Das geht echt nicht!"

 

In diesen letzten drei Tagen waren kaum bis gar nicht dieser Gedanke bei mir aufgetaucht. Ich nehme das als positives Zeichen an und versuche auch derzeit nicht mehr dieses zu negativieren. Wie lange das anhält weiß ich bis jetzt nicht. Aber selbst wenn es mir es morgen wieder mies geht, habe ich diese Stunden und Tage erleben dürfen, ohne wenn und aber!

 

 

Ich bin auch so weit Realist, dass nicht jetzt alles wieder gut ist und mein früheres Leben wieder kommt. Das wird es nie wieder! Aber ganz ehrlich, ich will es auch nicht mehr so wie früher haben. Ich habe durch meine Erkrankung viel über mich selbst erfahren dürfen. Heute bin ich eher in der Lage nicht wegen dem Umfeld und der Menschen eine Maske aufzusetzen. Wenn es mir schlecht geht, ist das eben so. Punkt!

 

Alles Dinge über die ich jetzt, wo es mir gut geht, leicht schreiben kann. Ich weiß aber auch, dass wenn es dunkel wird um mich herum, alles Positive wieder weg sein kann. Deswegen schreibe ich es hier auf, um mich daran zu erinnern. Erinnern an eine Zeit, in der es keinen Haken gab an den positiven Tagen, die ich erleben durfte!

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Lachen trotz Depression !

Bei allen negativen Dingen die ich mit meiner Erkrankung Depression erlebe, möchte ich zwischendurch auch mal vermelden, dass es mir derzeit relativ gut geht. Ich arbeite gerade daran meine fotografische Entwicklung voran zu treiben (Link). Was mir auch in den letzten Tagen wichtig geworden ist und ich gerne mitteilen möchte: Ich habe Depressionen und kann trotzdem Spass haben im Leben!

 

Gerne wird in der Öffentlichkeit das Bild eines depressiven Menschen so dargestellt, das er nur mit gesengtem Haupt durch die Welt geht (wenn er es denn mal vor die Tür schafft) und alles nur noch durch die Brille der Erkrankung erlebt. Doch das ist nur teilweise richtig! Wir Menschen mit Depressionen können an Tagen in denen es uns relativ gut geht, Spass haben am Leben! Also erfreut euch lieber daran das es uns mal gut geht, ohne es gleich zu hinterfragen!

 

 

Wundert euch also nicht, wenn ich lustige Sprüche klopfe oder auch mal herzlich lache. Das ist normal und hat keine Aussagekraft über meine Erkrankung !!!

 

Nun habe ich mir Gedanken gemacht wie man diese Tatsache auch weiter in die Welt tragen kann, damit so viele Menschen wie möglich es endlich zur Kenntnis nehmen. Das geht eigentlich recht einfach. Teilt diesen Beitrag unter dem Hashtag #LachenTrotzDepression in den Sozialen Netzwerken. Ich gehe davon aus, dass sich auch andere an der Verbreitung von guten Nachrichten sich beteiligen werden. Fangt an euch nicht zu schämen und zu erklären wenn es euch mal gut geht. Genießt lieber diese Zeit!

 

Also noch mal: Beitrag mit dem Hashtag #LachenTrotzDepression teilen !!!

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Depression ist keine Schwäche !

Habe heute vormittag folgende Nachricht in einer geschlossenen Gruppe für Menschen mit Depression geschrieben:

 

„Depressionen: man kämpft an 2 Fronten, die 1. Front ist die Krankheit selbst, die 2. Front ist die Öffentlichkeit wie Familie, Freunde usw. Deswegen kämpft nicht alleine, holt euch Hilfe !!!“

 

Mein Gedanke dazu war einfach. Ich wollte Mut machen sich der Krankheit zu stellen und zu wissen das man nicht alleine dagegen angehen muss. Punkt!

 

Die erste Reaktion war darauf hin:

 

„Nein. Ich möchte nicht als schwacher Mensch angesehen werden.“

 

Nun habe ich mir weitere Gedanken dazu gemacht ob ich schwach bin wenn ich mir Hilfe hole? Dazu ein klares NEIN! Ich bin nicht schwach, ich bin krank! Das mal als ersten Punkt. Weiter möchte ich sagen das ich klug genug bin um zu wissen, dass ich alleine mit dieser Krankheit nicht klar komme und auch nicht kommen muss. Sich fachliche Hilfe zu holen hat nichts mit Versagen zu tun, sonder zeugt von Stärke sich selbst richtig einzuschätzen!

 

 

Hier mal ein Vergleich: Ich kann einiges an meinem Auto selber reparieren, doch wenn ich nicht weiter weiß, geht das Auto auch mal in eine Werkstatt um das Problem zu beheben. Bin ich deshalb schwach? Ich glaube kaum. 

 

Also lasst euch nicht einreden ihr seit schwach oder so. Es zeugt von Klugheit und Stärke sich dem Problem zu stellen und sich dabei Hilfe zu holen wenn man nicht alleine damit klar kommt!

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Farblose Welt !

Was mich selber betrifft ist meine Depression eine Krankheit, die mir oft die Farben in dieser Welt vorenthält. Ich sehe zwar einen schönen Sonnenuntergang, aber die tollen Farben erreichen mich nicht. Alles ist monochrom und es ich empfinde mehr Schatten als Licht in mir.

 

„Geh doch mal raus, das wird dir sicher gut tun!“ Ich glaube schon das es einem hilft, raus zu gehen. Doch wenn mich der Schwarze Hund wieder beisst, sehe ich die Welt nur durch seine Augen. Alles was einen erfreuen könnte, ist in Schwarz und Weiss eingehüllt. Ich sehe dann mehr Schatten als Licht. An manchen Tage gehe ich deswegen erst gar nicht vor die Tür. Das Licht der Sonne und der blaue Himmel, erreichen mich nicht mit ihren Farben. Auch alles was die Sonne anstrahlt empfinde ich als monochromen Einheitsbrei.  

 

„Du musst dich dazu auch mal zwingen, dann wird das schon!“ Sorry Leute, es ist keine Willensentscheidung, es ist ein Krankheit die mir die Farben dieser Welt nur in Schwarz und Weiss zeigt. Auch ganz schlimm empfinde ich es, wenn Menschen meinen „Der ruht sich in seinem Selbstmitleid aus!“ Ich ruhe mich nicht aus! Ich kämpfe jeden Tag meine Kampf gegen diese heimtückische Krankheit. Manchmal gewinne ich, manchmal verliere ich. Ich versuche immer noch meinen Weg auch mit dieser Erkrankung zu gehen. Selbst wenn ich keine bunten Farben mehr sehe. 

 

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Der lachende depressive Mann

Klingt komisch aber dem ist so. Nur weil ich an der Krankheit Depression leide, habe ich meinen Humor (wenn er auch manchmal schräg ist) und mein Lachen nicht verloren. Sicher, mir ist wahrlich selten danach, aber eigentlich lache ich gerne. 

 

Ich habe nun schon öfters erleben müssen, dass dieses auf Unverständnis stösst. Wie kann man depressiv sein und sich freuen? Gerade das persönliche Umfeld versteht dieses nicht. Das liegt leider daran, das sie mit der Krankheit Depression nicht wirklich was anfangen können. Ich fühle mich verletzt wenn solche Sprüche kommen wie: „Dir geht es aber gut!“ oder noch heftiger „So gut möchte ich es auch mal haben!“ 

 

Es ist die Unwissenheit, die diese Sprüche zulassen. Die Personen wissen es eben nicht anders. Also ist es Zeit für mehr Aufklärung! Wenn ich gute Phasen innerhalb meiner Erkrankung habe, dann kann ich auch lachen und mich an Dingen erfreuen. Wenn die Krankheit wieder heftiger zuschlägt geht das eben nicht. Punkt. Dazu kommt noch das ich während der schlechten Zeit kaum bis gar nicht aus dem Haus gehe. So bekommt mein Umfeld es auch nie mit, wenn es mir schlecht geht.

 

Doch wenn es mir gut geht, bin ich durchaus draussen unterwegs und dann werde ich wieder von meinem Umfeld wahrgenommen. Sie sehen also meistens nur diese Seite an mir und deswegen kommt es oft zu diesen Fehleinschätzungen. Dazu kommt natürlich noch dazu, dass diese Krankheit nicht äusserlich sichtbar durch einen Verband oder Gips zu erkennen ist. Das Gefühl, dass ich mich rechtfertigen müsste wenn es mir gut geht, kommt oft vor. Dann verschwind ich wieder von der Bildfläche und der schwarze Hund hat neues Futter bekommen. EinTeufelskreis!

 

 

Ich suche noch für mich den Weg, dass ich mich für meine guten Stunden/Tage mich nicht rechtfertigen zu müssen. Wenn es mir gut geht lache ich gerne und das möchte ich nicht noch begründen müssen!. Ich möchte noch viel mehr lachen und mich am Leben erfreuen, ein Wunsch den alle Betroffnen in sich tragen. Derzeit schäme ich mich aber eher, wenn es mir gut geht. Das kann doch nicht sein! Was denken wohl die Leute von mir? So grenze ich mich oft schon wieder aus, obwohl es doch anders laufen sollte. Ich gestehe es mir dann selber nicht mehr zu, mich am Leben zu erfreuen. Es ist eine echt beschissenen Krankheit! 

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Klein und allein.

Eine Sache die bei Depressionen sehr gut funktioniert. Die Krankheit (ja es ist eine !) verbeisst sich in das Selbstwertgefühl und lässt uns klein und einsam werden. Ein Gefühl das man zu nichts mehr zu gebrauchen ist. Alleine zu sein auch wenn Menschen um einen herum da sind. 

 

Daraus entsteht ein dauerhaftes, falsches Selbstwertgefühl. Es begleitet einen wohin man auch geht. Auch wenn positive Dinge im eigenen Leben geschehen, werden diese automatisch abgewertet. „Ja ganz nett, aber …“ Dieses Wort „aber“ ist das Wort des Selbstzweifels. Es ist nie gut, was man macht, oder auch nicht. Egal was auch passiert, man fühlt sich einfach nur noch klein und allein.

 

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Tränen der Unsicherheit

Zu erkennen das man nicht der ist, den die Menschen in einem sehen, ist hart. Jahrzehnte langes Verhalten in Frage stellen. Was ist real, was ist nur eine Maske hinter der die Verunsicherung und Angst steckt? Das Leben wie es geführt wurde, werde ich so nicht mehr weiter leben können, das ist klar. Aber das ist auch alles. Wie und in welcher Richtung mein Leben weiter verlaufen wird, das ist völlig unklar und treibt bei mir immer wieder die Tränen der Unsicherheit hoch.

 

Ein neues Leben beginnen und das alte hinter sich lassen, klingt einfacher als gesagt. Zu viel Dinge sind geschehen und zu wenige Aufklärungen gab es. Etwas Neues kann nur aus etwas Altem entstehen. Doch wenn ich das Alte weiter als Ballast mit mir rumtrage, können keine neuen Möglichkeiten für mein weiteres Dasein entstehen. Und schon wieder rollen weitere Tränen der Unsicherheit an meinem Gesicht herunter.

 

 

Die Unsicherheit lässt mich zweifeln. Zweifeln an meiner Person und das sich mir reale Möglichkeiten anbieten. Ich muss nur … nicht mehr unsicher sein. Doch wenn das eigene Leben wie eine große Lüge erscheint, wenn die Pfeiler der angeblichen Sicherheit in sich zusammen fallen, dann rollen weiterhin die Tränen der Unsicherheit.  

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Mein Weg ich selbst zu werden

Das Unbekannte liegt vor mir. Es ist nur ein Weg von vielen, der sich mir dort anbietet. Sich nicht vor dem Unbekannten fürchten, sondern es als Chance zu sehen. Selbst die Dunkelheit als einen Teil von mir anzusehen und keine Angst mehr davor zu haben.

 

Den ersten Schritt in eine neue Richtung wagen. Zu wissen, ich kann diesen Weg nehmen, muss es aber nicht. Freiwillig sich neuen Möglichkeiten stellen. Diese nutzen oder auch nur am Rande liegen zu lassen. Zu wissen das ich alleine meine Schritte lenke. Auch bei Versagen dieses als Erfahrung und nicht als das Ende der Welt zu sehen. Sich loslösen von alten Pfaden und sich neuen Wegen öffnen. Zu erkennen das dieser Weg nur ein Weg ist, den ich beschreiten kann, es aber nicht muss.

 

So viele Wünsche, die aber nur ein Ziel haben: Ich selbst zu werden! 

 

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Verlorene Zeit !  Gewonnene Zeit !

Es gibt Dinge die kann man nicht wieder gut machen. Es gibt Dinge die in der Kindheit passiert sind, die sehr ausschlaggebend das weitere Leben beeinflusst haben. Leider nicht nur im Positiven. Doch wenn ich zurück schaue, hat die verpasste Chance von damals mir heute die Möglichkeit gegeben mich zu verändern.

 

Ich bin heute an einem Punkt gekommen, den Menschen von damals zu vergeben und mich von ihnen los zu lösen. Zu lösen von der Zeit und den Gefühlen aus der Vergangenheit. Die Uhr zeigt nicht nur das sie schon nach 12 Uhr steht, sie zeigt auch an, dass die Zeit weiter läuft. Ob ich das hinbekomme diese geschenkte Zeit zukünftig sinnvoller zu nutzen, als in der Vergangenheit zu leben? Ich weiß es heute noch nicht.

 

 

Aber ich möchte nach vorne schauen mit der Zeit die mir geschenkt wurde. Ich möchte das die Vergebung die ich anderen Menschen zuteil werden lasse, ich mir auch selber geben kann. Die Zeit, die so wertvoll ist, wird es zeigen. Ich arbeite weiter an meiner Zeit hier auf Erden.

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Reflektionen in der Nacht

Wenn man morgens aufsteht und sich fragt was einen in der Nacht so fertig macht, das man am nächsten Abend erst gar nicht ins Bett will. Derzeit ist das ein großes Problem bei mir. Ich habe Angst ins Bett zu gehen. Ich habe Angst was im Schlaf für Träume mich umgeben, obwohl ich am kommenden Morgen nichts genaues mehr weiß.

 

Ab und zu schaffe ich es sogar trotz Einnahme von Medikamenten wach zu bleiben. Irgendwas läuft in der Nacht in meinem Kopf ab, wovor ich Angst habe. Erst wenn ich fast auf dem Stuhl vor dem Rechner einschlafe, traue ich mich ins Bett. Der Schlaf und die Dunkelheit der Nacht umhüllen mich schnell. Was dann passiert … ich weiß es nicht. Aber ich habe Angst ins Bett zu gehen.

 

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Die Angst neue Wege zu beschreiten

Was viele als Chance sehen und einem auch vermitteln wollen, bereitet mir Angst. Zu oft hat das antrainierte einem gesagt das man es nicht schafft. Zu oft hat man alles liegen gelassen was vielversprechend aussah. Lieber das Negative, das kenn man. 

 

„Was kann schon passieren? Du hast ja nichts zu verlieren!“ Solche Sätze kenne ich schon lange. Sie sind als Motivation gedacht, aber kommen nicht wirklich bei mir an. Meine Vorgeschichte lässt Erfolge welcher Art nur selten bis gar nicht zu. „Es kann/darf nicht sein!“ Diese Stimmen sind eingeprägt und im Laufe der Jahrzehnte verfestigt worden. 

 

 

Neue Wege gibt es, sicher! Aber sie wirklich zu betreten und sie auch weiter zu verfolgen, fällt mir schwer. Die Angst zu scheitern ist so hoch, dass ich erst gar nicht los gehe, oder wenn, dann nach wenigen Schritten umkehre. Die Angst, neue Wege zu beschreiten, ist mein täglicher Begleiter. Ich hoffe diese irgendwann überwinden zu können.

 

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"Lass dich nicht so hängen !"

Sprüche wie diese sind immer wieder ein Grund warum es mir nicht besser, sondern eher schlechter geht. Was viele aus dem Umfeld einfach nicht kapieren wollen/können, ist das es sich bei Depressionen nicht um eine persönliche Willensentscheidung handelt! 

 

Ich in krank !!! 

 

Kapiert das endlich, oder lasst mich einfach in Ruhe !!!

 

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Zerstörerisches Selbstwertgefühl

Immer wieder taucht es bei mir auf. Oder anders gesagt ich zerstöre etwas, das gut läuft, oder gut laufen könnte. So etwas darf einfach nicht sein. Also zerstöre ich es und rede mir ein, das es sowieso nichts daraus geworden wäre. Ich und etwas Erfolgreiches? Das darf nicht sein. Ein Prägung die mir schon früh eingetrichtert wurde. 

 

Derzeit überlege ich schon wieder ob ich hier alles zu machen sollte. Also Kamera verkaufen, Blog/Webseite löschen. Hat ja alles keinen Wert. Diese Gedanken laufen derzeit mir durch den Kopf und verdichten sich wieder. Ob und wie lange ich dem widerstehen kann, weiß ich heute noch nicht. Aber es ist eine alte Gewohnheit alles wieder zu zerstören. Man hat sich daran gewöhnt im Laufe der Jahrzehnte. Eine antrainierter Zerstörung, da das Selbstwertgefühl verdammt niedrig ist. 

 

Ich weiß noch nicht wohin mich mein weitere Weg führt, aber derzeit ist es wieder hart an mir am nagen, das Leben.

 

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Unklare Zeiten

Sie sind wieder da! Zweifel an mir selbst. An dem was und wer ich bin. Das läuft jetzt schon wieder über einen Monat so. Komme nicht mehr raus. Das Foto stammt von heute früh auf dem Weg zum Therapeuten. Eine Handyaufnahme. Die Kamera habe ich schon über einen Monat nicht mehr angefasst, geschweige denn das ich bewusst nach draussen gegangen wäre. Fühle mich ausgepowert. Sitze hier und lese auf meinem Twitter-Account Nachrichten, die aber selten mich berühren. Manchmal schaffe ich einen flapsigen Beitrag zu schreiben. Mehr aber auch nicht.

 

Es ist kein „Rückfall“ im klassischen Sinne. Es ist eher ein Gefühl der … der Unklarheit in meinem Leben. Ein Stillstand im Nebel des Lebens. Wohin und wie es mit mir weiter geht erscheint mir so verschwommen. Keine Anzeichen dafür was als nächstes kommt, oder dran ist. Das Gespräch beim Therapeuten brachte mir keine wirkliche Hilfe heute. Eigentlich eher noch mehr Verunsicherung.

 

Er sprach davon ob ich mir vorstellen könnte mit einem anderen Therapeuten zusammen zu arbeiten. Ich bin mir nicht sicher ob er nicht mehr weiter weiß und mich deswegen „loswerden“ will, oder es für mich gut tun würde. Erst einmal gerate ich eher in Panik. Gleichzeitig sprach er noch mal an ob vielleicht ein weiterer stationärer Aufenthalt mir helfen könnte. Bei diesem Therapeuten bin ich jetzt schon 4 Jahre (wenn er nicht ok wäre, hätte ich schon längst gewechselt) und ich kann und will nicht alles noch mal durchkauen müssen! Unser nächster Termin ist in 3 Wochen. Zeit für mich zu erkennen was für mich jetzt dran ist. Im Moment sind es nur unklare Zeiten.  

 

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Der Griff in meine Vergangenheit und (m)ein Lösungsansatz.

Der Griff in meine Vergangenheit hat neben vielen Erkenntnissen auch die Frage aufgeworfen, wie ich damit umgehen soll? Klinikaufenthalte sowie ambulante Therapie haben mir geholfen vieles zu erkennen. Doch was fange ich nun mit diesem Wissen an? Die Vergangenheit vergessen? Das geht nun mal nicht so einfach. Ich bin heute der Mensch, der aus dieser Vergangenheit gewachsen ist. Also ist meine Vergangenheit auch ein Teil von mir. 

 

Ich glaube der beste Lösungsansatz ist die Vergebung! Ein Wort was heute kaum noch genutzt wird, aber welches eine sehr große Macht beinhaltet. Durch die Vergebung glaube ich, dass ich mich lösen kann von den dunklen Schatten aus meiner Vergangenheit. Derzeit versuche ich mich intensiver mich mit dem Thema zu beschäftigen, um weiter meinen Weg der Genesung zu beschreiten. Wie ich das Ganze umsetzten kann, oder werde, ist derzeit noch offen. Aber ich arbeite daran.

 

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Das Kind in mir !

Heute gibt es eine Premiere hier! 

 

Bis jetzt stammten alle Texte zu meinen Fotos ausschliesslich aus meiner Feder. Doch gestern durfte ich etwas lesen, was mich sehr berührt hat. Einen Text der nicht passender hätte sein können und ich meine passend für mich! Ich habe bei meinem Twitter-Freund Herr Bock nachgefragt, ob ich seinen Text mit einem Foto von mir veröffentlichen darf. Er stimmte zu und hier ist er nun:

 

„Für (m)ein Leben gibt es keine zweite Wahl - ich habe nur das eine. Aber ich habe Möglichkeiten, Wege zu finden und zu leben. Mich um mich zu kümmern heißt auch, das Kind - mich - so zu versorgen, wie es andere hätten tun sollen. Es ist verletzt. Nicht wütend. Wieviel selbst bin ich also, wenn ich noch das verletzte, nicht umsorgte Kind fühle? Wie kann ich im Heute sein, wenn es mich zurückholt?“

 

 

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Herr Bock und wer möchte kann ja mal auf seiner Webseite http://verbockt.com/ vorbei schauen. Es lohnt sich!

 

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen.

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"Ich find mich zu Kotzen!"

Heute ist ein echt beschissener Tag der sich an weitere beschissenen Tage anreiht. Bekomme nichts geregelt. Raus gehen? Nein Danke! Sehe überall nur die Dinge die nicht klappen. Wünsche die nicht erfüllbar sind. Bin sauer auf mich und wie ich im Moment mich und die Welt sehe.

 

Eine Form der Aggressivität ist hoch gekommen. Wozu das alles? Die Quälereien des Alltags. Derzeit habe ich kaum Chancen mich zurück zu ziehen. Werde sehr in Anspruch genommen. Und wenn ich mal einen Tag habe in dem ich mich mal ganz um mich selbst kümmern kann, sitze ich nur rum und lasse den Tag an mir vorbei streichen. Wieder nix auf die Reihe gebracht! Nicht mal zum Fotografieren kann ich mich aufraffen. 

 

 

"Ich find mich zum Kotzen!"

 

P.S.  Die abendliche Fressattacken haben sich auch wieder eingestellt!

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Derzeit

Es ist mal wieder soweit. Es ging mir einige Zeit relativ gut. Doch nun stehe ich wieder da, wo ich schon oft gestanden bin in den letzten Jahren. Die Farben sind verschwunden, das Licht wird immer schwächer und die Dunkelheit nimmt Besitz von mir. Das letzte Licht wird immer blasser und wird bald ganz verschwunden sein. Alle Dinge die vorher noch mir Wärme und Liebe gegeben haben und die ich lieben durfte, verschwinden in der Dunkelheit.

 

Sicher, ich weiß das es irgendwann wieder heller werden wird, aber derzeit nimmt mich diese Dunkelheit gefangen und zieht mich in ihr schwarzes dunkles Loch hinein. Es wird nicht mehr lange dauern und nichts ist mehr von dem zu erkennen was ich so sehr gemocht habe und was andere an mir mögen. Derzeit gewinnt wieder einmal die Dunkelheit. Derzeit … 

 

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Die Tür

Ich sehe diese Tür und weiß was hinter ihr liegt. Ich stehe davor und trau mich nicht. Die Stufen, die hinab führen, könnten meine letzten Schritte sein. Sich umzudrehen und den Ort zu verlassen geht nicht. Er ist ein Teil von mir und mich selbst verlassen geht nun mal nicht. Die Tür ist zu. Sie ist verschlossen. Doch ich habe den Schlüssel in meiner Hosentasche. Ich trage in schon lange mit mir herum. Immer wieder komme ich an diesen Ort und … und alles beginnt von vorne. Ängste, Selbstzweifel, die Faust umschließt den Schlüssel in der Hosentasche. Manchmal so stark, das es schmerzt und anfängt zu bluten. Doch ich hole ihn nicht heraus.  

 

Die Nacht ist vorbei, doch die Schmerzen in der Hand sind noch deutlich zu spüren. Ein neuer Tag beginnt. Verdrängung an das Erlebte in der Nacht ist Programm. Doch auch das wird nicht helfen. Heute Abend werde ich wieder lange aufbleiben. So lange, bis mir die Augen fast zufallen. Dann werde ich wieder ins Bett gehen und hoffen, dass ich dieses Mal den Schlüssel endlich wegwerfe und diese Tür irgendwann in Vergessenheit gerät. Denn sie zu öffnen, dafür fehlt mir die Kraft.

 

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"Die Zeit heilt alle Wunden."

Ein alter Spruch der da sagt das die Zeit alle Wunden heilt, ist nur bedingt zutreffend. Manche dieser Wunden sitzen tief und ein Heilung erscheint nicht möglich. Wenn man viel Glück hat, bleiben nur tiefe Narben die an eine dunkle Zeit erinnern. Manchmal bleiben aber auch diese tiefe Wunden einfach offen. Sehr tiefe Verletzungen haben es schwer sich wirklich zu schliessen. Manchmal sind wir auch teilweise selber daran schuld.

 

Warum ist das so, werdet ihr vielleicht fragen.  Zu oft hält man sich bei diesen Wunden auf und lässt keine Heilung entstehen. Man stochert in ihnen rum, versucht dadurch zu erklären wie es zu dieser Wunde kam. Dabei verliert man sich oft und sieht nur noch diese tiefe Verletzung an sich selbst. Wichtig wäre es nach meinen persönlichen Meinung, manche Wunden etwas Ruhe zu geben. Darauf zu achten das es keine weiteren Entzündungen entstehen, die es noch schlimmer machen. Dann hat sie gute Chancen ein Narbengewebe erstellen können. Die Narben die daraus später entstehen erinnern uns dann zwar an diese Wunde, aber sie beeinträchtigen uns nicht mehr. 

 

Nicht die Zeit heilt alle Wunden, es ist auch der Umgang mit ihnen.

 

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Aus dem Rahmen gefallen ! (Teil 3)

Wer Teil 1 und Teil 2 nicht gelesen hat, empfehle ich das kurz nachzuholen, bevor er/sie diesen Text weiter liest. Damit das Ganze hier vielleicht besser verstanden wird. 

 

Mein derzeitiger Status ist …. schwer zu umschreiben. Irgendwie bin ich auf dem Weg. Auf welchem, weiß ich nicht. Ist es wirklich meiner? Ich gehe durch diese Welt und ziehe hinter mir den alten Rahmen. In diesem ich nicht mehr reinpasse und auch nicht rein will. Trotzdem kann ich mich nicht von ihm lösen.

 

Erinnerungen und Entscheidungen die dort geschehen sind, trage ich mit mir rum. Wenn ich draussen bin, stehe ich oft da und empfinde mich nicht als ein Teil dieser Welt. Immer wieder zieht mich der alte Rahmen nach unten in ein dunkles Loch. Sinnlosigkeit und Schwermut sind dabei seine Helfer. Ob und wann ich mich von diesen alten Rahmenbedingungen endlich komplett lösen kann, weiß ich nicht. 

 

 

Hiermit endet erst mal diese Reihe zum Thema „Aus dem Rahmen gefallen“. Derzeit bin ich wieder am hochklettern aus einem depressiven Loch. Ich wünsche mir, dass ich für mich meinen Weg eines Tages erkenne. Vielleicht werde ich dann endlich dieses Chaos hinter mir lassen kann.

 

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen.   

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Angst ins Bett zu gehen ?

Seit einiger Zeit ist es ganz komisch. Ich bleibe relativ lange auf um dann, nach Einnahme von meinen Medikamenten, irgendwann zwischen 0 Uhr und 1:30 Uhr ins Bett zu gehen. Es scheint fast so, als wenn ich mich bis zur Erschöpfung wehre, schlafen zu gehen. Letzte Nacht war es 1:45 Uhr als ich mich aufraffen musste, endlich ins Bett zu gehen.

 

Die vergangene Nacht was voller Unterbrechungen, wie ich es schon lange nicht mehr gehabt habe. Ich kann mich aber nicht erinnern was mich aus dem Schlaf aufgeweckt hat. Auch weiß ich nicht, was ich sonst so träume in der Nacht. Ich geh ins Bett und irgendwann steh ich auf. Dazwischen ist ein schwarzes Nichts. Irgendwie habe ich derzeit Angst ins Bett zu gehen.

 

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Aus dem Rahmen gefallen ! (Teil 2)

Obwohl mich der erste Teil ziemlich runter gezogen hat, schreibe ich hier nun weiter an der Fortsetzung. Ich möchte es los werden! Damit vielleicht etwas mehr Verständnis für diese beschissenen Krankheit aufkommt. Wie geht/ging es nun weiter?

 

Die Depression kam und ich fiel aus dem Rahmen in dem ich sich vorher bewegt hatte. Alles hatte vorher seine Ordnung und seinen Platz in meinem Leben. Das war nun weg. Nachdem ich zig mal probiert hatte aus eigener Kraft wieder so zu werden, wie ich vor der Krankheit war, sass ich nun dort in der Ecke. Alles um mich herum verschwand immer mehr in einer Dunkelheit aus Gleichgültigkeit. Soziale Bindungen selbst zur Familie, oder Freunden, wurden kaum bis gar nicht gepflegt. Ich fragte mich immer wieder: „Wozu das Ganze?“ "Das hat doch sowieso keinen Sinn!“ Aber das war nicht wirklich ich. Die Depression hatte mein Denken, Handeln und somit mich als Mensch, voll im Griff. Selbst die kleinsten Dingen wirkten wie die Besteigung des Mount Everest. Ohne künstlichen Sauerstoff!

 

 

Morgens aufstehen und sich selber zu belügen wurde zur Routine. „Heute werde ich dieses, oder jenes machen!“ Müll runter bringen, etwas die Wohnung auf Vordermann bringen. Simple Dinge also, die ich aber während des ganzen Tages nie geschafft habe. Ich sass da und konnte es nicht. Immer wieder kamen die Gedanken, dass ich zu nichts zu gebrauchen war. Immer weiter verkroch ich mich in meine Ecke und wartete, das der Tag an mir vorüber zog. Abends ging ich dann mit den Schuldgefühlen, wieder einmal verloren zu haben, ins Bett Motivationen von aussen durch die eigene Frau, oder Freunde wurden zwar wahrgenommen, aber gleich im Keim erstickt. Selbst das schönstes Wetter sah ich nur noch wie durch einen dunklen Nebelschleier. Die Freude am Leben wurde immer mehr mir durch diese Krankheit entzogen. Selbst der Sex war unwichtig und ich fühlte mich nicht mehr als Mann. Ich war eine dunkle Masse in einer Ecke, die immer mehr in der dunklen Umgebung verschwand. 

 

Ich hatte aufgegeben! Das Leben wie es einmal war verschwand in den dunklen Gedanken, die sich in meinem Kopf immer mehr breit gemacht hatten. Diese Dunkelheit umhüllte mich immer mehr und irgendwann würde ich in dieser einfach verschwinden. Sollte so mein Leben gewesen sein, war das wirklich das Ende? 

 

P.S. Auch dieses Foto von mir, mit diesem Text, haben viel Kraft gekostet. Ich hoffe, dass es mich dieses mal nicht so heftig nach hinten wirft. Ich möchte gerne bald Teil 3 hier veröffentlichen, damit ihr seht, wie/das es weiter ging/geht. In diesem Sinne passt auf euch auf und bleibt mir gewogen 

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Aus dem Rahmen gefallen !

So kam ich mir vor, als die Depression mich mit voller Wucht erwischte. Ich passte nicht mehr in meinen alten gesellschaftlichen Rahmen. Geschweige denn in den Beruflichen. Da ging gar nichts mehr. Ich versuchte irgendwie wieder hochzukommen, aber das gelang mir nicht. Alle Eckpunkte meines Lebens waren wie weggebrochen. Was lange positiv für mich erschien, bekam eine neue Sichtweise, da ich plötzlich ausserhalb der ehemaligen Rahmenbedingungen lebte. Ein Leben im Chaos! 

 

Sehr lange habe ich versucht diese Rahmenbedingungen wieder zu erreichen und mich diesen unterzuordnen. Es ging ja Jahrzehnte lang gut bis,  … bis die Depression kam. Ich musste aber lernen, dass ich diesen Weg wohl nie wieder gehen werde. Das Leben wie ich es vorher geführt habe, wird nie wieder so sein! Es brauchte eine lange Zeit um diese Erkenntnis zu bekommen und noch mehr Zeit, sie zu akzeptieren. Ich arbeite heute noch ein wenig an dieser Thematik. Aber nur noch selten. Die alten Rahmenbedingungen sind noch irgendwo da, aber sie sind es nicht mehr für mich!

 

 

P.S. Beim erstellen des Fotos ist viel Schweiß geflossen, da einige Dinge wieder hoch kamen. Aber es war mir wichtig diese Dinge euch mitzuteilen. Es wäre nett, wenn ihr diesen Beitrag teilen würdet. Vielen Dank dafür!

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Ein Neuanfang !

Es ist Montag, aber eigentlich ist das egal. Es ist ein neuer Tag. Das ist wichtig! Ein neuer Tag der den gestrigen hinter sich lässt. Der die schlechten Träume der vergangenen Nacht einen vergessen lässt. Ein neuer Tag, der die verschwundene Hoffnung wieder aufleben lässt. Ein Neuanfang!

 

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Derzeit !

Es geht mir gut ! Derzeit ! Und ich freue mich darüber ! Doch der Schatten der Depression folgt mir. Noch bin ich schneller als er und habe einen Vorsprung. Vielleicht klappt es ja und ich bekomme einen größeren Abstand zu ihm. Auf jeden Fall geniesse ich diese Zeit in der ich doch einige Dinge erledigen und etwas mehr nach vorne schauen kann. 

 

Was ich auch versuche, ist mir diese Zeit nicht mir blöden Gedanken kaputt zu machen. So von wegen „Pass bloss auf!" „Bald gibt es wieder ein schwarzes Loch in dem du reinfällt!" „Geniesse nicht zu sehr, sonst ist ein depressiver Schub um so heftiger!“ Ich will einfach jetzt und hier diese gute Zeit erleben. Vielleicht gehe ich heute noch mal an "meinen Ort". Um dort zu Fotografieren, aber auch um den Frieden und die Einsamkeit dort aufzunehmen. Mal sehen. Auf jeden Fall geht es mir gut. Derzeit !

 

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Mir geht es gut ... relativ.

Klingt vielleicht etwas komisch, aber so fühle ich mich derzeit. Keine extreme depressive Phase, kein ganz schwarzes Loch in dem ich mal wieder sitze und doch… richtig gut geht es mir aber auch nicht. Es fühlt sich an als wenn alles um mich herum nicht wirklich real wäre. Die Menschen die unterwegs sind. Die vielen Autos die von einem Punkt zum anderen fahren. Irgendwie schaue ich dem Treiben als Beobachter zu, aber nicht als Teilnehmer.

 

Oft fühle ich mich nicht als Teil dieser Welt. Die Sinnfrage, in dem was die Menschen machen, kommt immer wieder hoch. Dann frage ich, was für mich einen Sinn macht? Ich habe keine wirkliche Antwort darauf. Ich stehe in dieser Welt und bin doch kein Teil von ihr. Fühle mich manchmal dabei sogar etwas wohl. Mir geht es gut …relativ. 

 

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Ein neuer Morgen, eine neue Chance ?

Ein neuer Tag kündigt sich an. Die letzten dunklen Wolken der vergangenen Nacht verschwinden langsam am Horizont. Gestern war kein wirklich guter Tag. Die Depression hatte wieder zugeschlagen. Die Nacht war dunkel und traumlos. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, was auch nicht schlecht sein muss! 

 

Der neue Morgen begrüßt mich und ich möchte ihn als erneute Chance wahrnehmen. Ob das klappt? Fragt mich heute Abend noch mal. Der Anfang schaut schon mal gut aus. Auf jeden Fall besser als gestern. Hab mir ein paar Dinge vorgenommen, welche ich davon letztlich umsetzen kann, wird sich zeigen. Ein neuer Morgen bietet auch eine neue Chance. 

 

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Wenn die Hoffnung schwindet

Es gibt diese Tage wo mich frage: "Was soll der ganze Scheiß?" "Was bringt das alles, wenn die Depression von 0 auf 100 wieder plötzlich da ist?" "Warum kann ich nicht ein „normales“ Leben führen?" Alles wird in Frage gestellt, und wenn es ganz schlimm wird, nicht mal mehr das. Heute ist wieder ein solcher Tag. Ob es es nur bei diesem Tag bleibt, ist auch unsicher.

 

Es ist mir eigentlich egal, und zwar alles. Diese depressiven Schübe machen alles kaputt. Alles was ich in der Zeit, in denen es mir besser ging, aufgebaut habe. Selbstwertgefühl , was ist das? Was bringt mir das Fotografieren z.B.? Ein paar nette Bilder vielleicht, aber was macht das schon für einen Sinn? Warum schreib ich hier überhaupt? Wer wird das schon lesen?

 

 

Theoretisch weiß ich viel über meine Erkrankung. Theoretisch weiß ich das es auch wieder bessere Zeiten kommen werden. Aber eben nur theoretisch. In der Praxis kommt dieses theoretische Wissen nie zum Einsatz. Ich kann sie nicht abrufen, damit sie mir helfen. Ich kann nicht denken, ich kann nicht fühlen. Ich lebe zwar, aber ich lebe auch wieder nicht. Alles was den Menschen ausmacht, ist in dieser Zeit wie weggewischt. Ich bin auf einen Tripp der Selbstzerstörung, ohne aber gleich Suizid gefährdet zu sein.

 

Wenn es mich richtig erwischt hat, bin ich so weit alle Dinge die ich vorher in Wochen/Monaten aufgebaut habe zu zerstören. Dann hält mich nichts mehr auf. Bilder werden gelöscht, die Webseite wird gelöscht usw.. Sie werden so gelöscht das ich niemals wieder eine Chance bekomme an diese Dinge noch mal ran zu kommen. Lieber in der Dunkelheit leben, als irgendwo vielleicht erfolgreich zu sein. „Das geht nicht!" "Das darf nicht!" "Bleib lieber hier im Schatten, das kennst du!" "Du wirst nur wieder enttäuscht!“ usw..

 

Für mich ist es gerade sehr schwierig, nicht wieder alles hier nieder zu walzen. Noch bin ich nicht dazu bereit und ich versuche mich dagegen zu wehren. Ob ich es dieses Mal schaffe, bleibt abzuwarten.

 

Die Hoffnung schwindet.

 

 

Nachtrag: Es handelt sich hierbei um keine Schaffenskrise wie es schon vermutet wurde. Ich habe die Fotografie nur als Beispiel heran gezogen!

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Vergessenen Erinnerungen

Manchmal frage ich mich, was habe ich mit einem bestimmten Teil meiner  Erinnerungen nur gemacht? Dieses Bild zeigt es sehr deutlich auf. Ich habe sie zwar, aber um sie nicht zu sehen, oder zu hinterfragen, liegen sie auf dem Dachboden meines Lebens. Ganz in eine Ecke gestapelt und ab einem gewissen Punkt, sind sie dort vergessen worden.

 

Nun fange ich gerade an mich wieder zu erinnern. Ich werfe ab und zu einen Blick auf den Dachboden meines Lebens. Dort sehe ich das Chaos, was mich zu dem gemacht hat, der ich heute bin. Ich werde mir dessen langsam immer mehr bewusst, was nicht gerade ein tolles Gefühl ist. Aber ich möchte dieses Chaos aufräumen und vielleicht das eine oder andere Teil sogar auf den Müll werfen. Noch bin ich nicht soweit, aber ein Anfang ist gemacht, in dem ich diesen Dachboden meines Lebens für mich erkannt habe. 

 

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Das dunkle Herz

Sieh es dir an! Es sind nicht mehr viele helle Stellen zu sehen. Die Depression hat sich breit gemacht. Sie überlässt einem kaum noch die Möglichkeit, irgendwelche Gefühle wahrzunehmen. Die Dunkelheit der Gleichgültigkeit macht sich breit. Nichts und niemand hat in dieser Zeit eine Chance, diese Dunkelheit zu vertreiben.

 

Was ich dagegen unternehme ? Zwischenzeitlich kaum noch was. Ich habe gelernt, dass der Kampf in dieser Situation fast aussichtslos für mich ist. Ich verliere nur noch die letzten Kräfte von mir an die Depression. Doch was mache ich nun wirklich? Resignieren? Nein !

 

 

Ich nehme die Depression bewusst wahr und lasse sie zu (derzeit bleibt mir sowieso nichts anderes übrig). Ich sehe sie mir an und versuche sie für mich zu akzeptieren an diesem Tag, in diesen Stunden. Ich werde zu einem Beobachter meiner Krankheit. Dadurch nehme ich mir erst mal den Druck und lerne die Depression und was sie bei mir verursacht, besser kennen. 

 

Mit diesen Beobachtungsergebnissen habe ich eine verbesserte Chance diese Krankheit für mich in den Griff zu bekommen. Ich leide an Depressionen, na und?

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Nicht nur, aber auch darum mache ich das hier !

Gestern habe ich eine Nachricht über das Kontaktformular bekommen, die mich sehr berührt hat. Da stand:

 

„Guten Tag!

 

Ich bewundere Ihren Blog sehr, denn die Aussagekraft, die er hat ist unglaublich und erklärt gut, wie es sich anfühlt mit der Depression zu leben. Heute ist mein Geburtstag und ich lese ihren Blog heute wahrscheinlich erneut dreimal....er beruhigt mich.

 

Dafür möchte ich Ihnen Danken.

Mit freundlichen Gruß xxxx“

 

Als erstes mache ich diesen Blog für mich. Aber als zweites möchte ich das die Krankheit Depression in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen wird. Und nicht nur dann, wenn ein Promi wegen Depressionen Suizid begangen hat!

 

 

Diese persönliche Nachricht bestätigt mich in meiner Arbeit und ich hoffe das noch viele Betroffenen und auch Angehörige den Mut haben sich dieser heimtückischen Krankheit zu stellen. Ich mache es auf meine Weise mit der Fotografie. Das ist nur eine von vielen Möglichkeiten. Ich freue mich sehr über diese Nachricht und werde weiter machen. Danke an die Person die mir damit sehr viel Antrieb gegeben hat !!!

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Die Maske meiner Depression

Sie taucht aus der Dunkelheit hervor. Aus der Dunkelheit in der ich mich während einer depressiven Episode befinde. Zu sehen ist von aussen nur diese Maske. Mit ihr versuche ich im Alltag zu überleben. Mit ihr begegne ich den Menschen in meinem Umfeld. Sie sehen nur sie und nicht die Dunkelheit in der ich lebe.

 

Die Maske hilft aber nicht wirklich. Sie raubt mir sogar viel Energie und Kraft. Denn diese Maske bin nicht ich. Ich bin der Typ dahinter, der in der Dunkelheit lebt. Da wo keiner hin will. Da wo selbst der „Schwarze Mann“ Angst bekommen würde. Ich bin der, der diese Maske trägt um …

 

 

… ja genau, warum trage ich diese Maske? Um anderen zu gefallen? Um nicht als Aussenseiter zu leben? Um nicht allein zu sein? Es gibt mehr Fragen als Antworten zu diesem Thema. Zwischenzeitlich habe ich begriffen, dass diese Maske mich nicht weiter bringt. Doch noch traue ich mich nicht diese abzulegen. Ich habe Angst vor den Reaktionen der Menschen um mich herum. Wie werden sie reagieren, wenn sie mein wahres Gesicht sehen werden? 

 

Auf diese Frage gibt es nur eine Antwort : Ich muss diese Maske ablegen!

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"Kann jemand mal das Licht ausmachen ?"

Wenn mich meine Depression mal wieder so richtig im Griff hat, sitze ich innerlich irgendwo in der tiefsten Dunkelheit. Auch, oder gerade dann, wenn mir eine Tür gezeigt wird hinter der es hell ist. Ich ziehe ich mich immer weiter zurück. Die Depression bringt das so genannte „normale logische Denken“ völlig durcheinander.

 

Es wird dann einem suggeriert, dass die Dunkelheit ein besserer Ort ist, da man ihn ja kennt. Das Licht da draussen und was es mit sich bringt, kennt man nicht. Also verkrieche ich mich weiter in die letzte dunkle Ecke um lieber dort zu bleiben und zu warten, als einen Schritt nach vorne zu gehen in Richtung Licht.

 

 

Wie gesagt, mit natürlicher Logik kann man das nicht nachvollziehen. Deswegen ist auch eine so heimtückische Krankheit. Sie übernimmt und bestimmt in mein Leben an vielen Tagen und Stunden. Dann lässt sie mich ein wenig los, umso stärker und unerwartet mich wieder in die Dunkelheit zu ziehen.

 

Das ist keine Willensentscheidung von mir, sondern die Krankheit Depression hat dann das Ruder meines Lebens in der Hand. Mit Therapie und Medikamenten versuche ich nun diese Krankheit in den Griff zu bekommen. Das funktioniert nicht immer, aber einige Fortschritte sind zu sehen … glaube ich. 

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"Siehst du denn nicht die schönen Dinge in deinem Leben ?"

Nein! Wenn der schwarze Hund mich wieder zu fassen bekommt und mich beißt, dringt sein Gift, das Depression heißt, in jede Faser meines Körpers. Gefühle werden ausgeschaltet, Farben verlieren ihren Glanz. Freude wandelt sich in Gleichgültigkeit um. Motivationen dringen nicht zu mir durch. Zusammen gesunken erwarte ich nichts. Alles um mich herum sehe ich nur noch durch die Augen der Depression. Kein Licht und keine Wärme ist zu spüren.

 

Ehefrau, Kinder und Freunde sind da, aber sie erreichen mich nicht. Was sie sagen klingt dumpf und leer. Die Fröhlichkeit ist vergiftet worden. Meine Gedanken, wenn überhaupt welche da sind, sagen mir immer wieder was ich nicht kann und was ich nie sein werde. Alles um mich herum erreicht mich nicht mehr. Ich lebe zwar, aber das Leben ist nicht da. Dunkle Träume führen mich aus dem diesem Tag in die kommende Nacht. 

 

 

Ein neuer Morgen bricht an. Die Schatten der Nacht sind noch deutlich spürbar. Sie geben mich wieder ab an die dunklen Wolken der täglichen Depression. Ob das jemals enden wird? Ich weiß es nicht. Doch noch gebe ich die Hoffnung nicht auf! Noch hat mich der schwarze Hund nicht besiegt. Ich zeige es der Welt zu was er fähig ist. Ich schreie es heraus und schreibe es nieder. „Noch hast du mich nicht besiegt !“ Ich bringe dich an das Licht der Welt, auf das du dadurch deine Kraft verlierst. 

 

Ein weiterer Text eines Mannes, der an der Krankheit Depression leidet. 

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"Lebe nicht in der Vergangenheit ! Schau nach vorne !"

Ein Satz den ich im Laufe meiner Erkrankung immer wieder gehört habe. Dem muss ich klar widersprechen! Ich lebe nicht in der Vergangenheit. Ich lebe im Hier und Jetzt! Doch Dinge aus der Vergangenheit haben einen maßgeblichen Einfluss auf meine Erkrankung und mein Leben heute. So schaut es aus !

 

Die Vergangenheit prägt uns, einen jeden von uns. Wenn dazu extreme Situationen in dieser Vergangenheit geschehen sind, können diese Dinge einen Menschen irgendwann aus der „normalen“ Bahn werfen. So wie bei mir geschehen ist. Dann gibt es auch die Menschen, die es irgendwie schaffen diese extremen Dingen aus der Vergangenheit so weit zu verdrängen (aus reinem Selbstschutz), dass sie nie wieder sich damit auseinander setzen müssen.

 

 

So wie alle Menschen unterschiedlich sind in ihrem Leben und ihrem Wesen, so unterschiedlich gehen sie mit solchen Situationen um. Eine Pauschalität gibt es auch dort nicht! Die Vergangenheit prägt uns für unser Leben in der Gegenwart! Was wir dann daraus für unsere Zukunft machen, werden wir später erkennen. Ich arbeite in der Gegenwart an meiner Zukunft, indem ich meine Vergangenheit verarbeite!

 

Das war mir wichtig es mal zu sagen/schreiben! 

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Finde deinen Ort der Entspannung

 

In den Tagen und Stunden in denen es mir nicht ganz so schlecht geht, versuche ich einen Ort der Entspannung zu finden. Dort wo meine Augen etwas sehen, was mich zur Ruhe kommen lässt. Das kann ein Platz sein den man gerne aufsucht, oder auch nur ein Bild, das man in sich trägt. Es sollte eine Ort sein, den man persönlich sehr mag.

 

 

Dieser Ort kann einem dabei helfen, etwas Abstand von seinen dunklen Gedanken zu bekommen. Einfach nur sitzen und die Augen darüber schweifen lassen. Die Stille, die Wärme, die Ruhe und die Sicherheit bewusst wahrnehmen. Oder auch einfach die Augen schließen um das Bild der Ruhe und Entspannung abzurufen. 

 

 

Deswegen wünsche ich allen Betroffenen, die an Depressionen leiden, einen solchen Ort der Sicherheit und der Ruhe. Geht hinaus und sucht ihn. Wenn ihr diesen Ort für euch gefunden habt, dann nehmt ihn mit zu euch nach Hause. Sollten dann die dunklen Gedanken wieder nach euch greifen, geht innerlich an diesen Ort und versucht euch dort zu entspannen und zur Ruhe zu kommen.

 

 

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen.

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Warten auf ein Wunder

 

Ich liege hier zusammengerollt auf der Couch. Ich will nichts sehen, ich will nichts hören. Gedanken die mich treiben, lassen mir keine Ruhe. Will schlafen, hoffe wenigstens dort ein wenig Ruhe zu bekommen. Doch die Gedanken in meinem Kopf jagen mich auch im Schlaf und ich rolle mich mehr und mehr zusammen. Alles wirkt so dunkel um mich herum.

 

 

Die Schatten werden größer und das Licht schwächer. Ich ziehe mich soweit ich kann zusammen. So das es schon fast schmerzt. „Lasst mich in Ruhe ihr Gedanken und Schatten aus der Vergangenheit.“ will ich rufen. Doch ich habe mich soweit zusammengerollt, das ich kaum noch Luft zum Atmen habe. 

 

 

 

Wie lange ich diese Körperhaltung noch aushalten kann, oder muss, ist nicht klar. Sie schmerzt sehr. Aber die Schmerzen, die dort im Schatten auf mich lauern, sind ein vielfaches höher, ich weiß das. Ich kenne sie, habe sie schon mal spüren müssen. Das will ich mir nicht antun. So bleibe ich zusammengerollt liegen und hoffe auf ein Wunder.

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Sitzen bleiben

Ich sitze hier und komme zu nichts. Schreibe etwas, wobei ich nicht weiß was es ist. Sitze hier und möchte das die Dunkelheit der Nacht wieder mich aufnimmt. Damit ich die Dinge, die im Licht liegen, nicht erkennen muss. 

 

 

Ich sitze hier und weiß das Licht bringt Dinge zu Tage, die ich hasse. Dunkelheit und sich vom Licht fern halten, hilft mir, aber nur bedingt. Ich weiss das diese Dinge dort im Licht auf mich warten. Ich weiche aus und versuche nicht hinzusehen.

 

 

Ich sitze hier und spüre die Kraft vom Licht. Sie kommt durch die kleinsten Ritzen in mein Leben, das in der Dunkelheit sich wohl fühlt. Es ruft mich fast schon und will mir sagen: „Komm und sieh es dir an!“ Doch der Schmerz und die Verletzungen liegen tief in mir, so tief, wie ich selber in der Dunkelheit lebe.

 

 

 

Ich sitze hier und je mehr Licht zu mir in die Dunkelheit dringt, je mehr sehe ich das diese Dunkelheit mich nur vermeintlich schützt. Hier herrscht teilweise großes Chaos und manchmal weiß ich nicht was schlimmer ist. Hier in dem Chaos der Dunkelheit zu sitzen, oder den Versuch zu starten die Dinge die im Licht liegen mir anzusehen? Ich werde noch eine Weile hier sitzen bleiben und überlegen was für mich besser ist.

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Als wenn ein Schalter umgelegt wird

 

Der Tag fing gut an. Am Vormittag neuen Blogeintrag geschrieben und mit einem passenden Foto von mir veröffentlicht. Hatte mir vorgenommen, das schöne Wetter wie am Donnerstag zu nutzen, um mit der Kamera raus zu gehen. Ja, das hatte ich mir fest vorgenommen.

 

 

Über die Mittagszeit war es, als wenn ein Schalter in mir umgelegt worden wäre. Die Freude auf meinen Ausflug nach draussen wich immer mehr. Ich versuchte mich mehrfach trotzdem aufzuraffen, aber ich hatte plötzlich keine Energie mehr.

 

 

 

Es kam unerwartet und plötzlich. Keine äusseren Einflüsse waren dafür verantwortlich. Es ging einfach nicht mehr. Der Schalter war umgelegt und ich konnte von mir aus diesen Zustand nicht ändern. So blieb ich ich zu Hause. Ich freu mich schon wenn ich mich heute Abend ins Bett legen werde, damit ich diesen Tag hinter mir lassen kann. 

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Manchmal ist Schonzeit angesagt

 

In den dunklen Zeiten meiner Depression versuche ich immer wieder durch verschiedene Techniken mich aus dieser zu lösen. Das klappt mehr schlecht als Recht. Oder anders gesagt. Es ist ein stetige Kampf. Dieser laugt einen aus, natürlich besonders, wenn er mal wieder ohne Erfolg verlaufen ist.

 

 

In diesen Situationen versuche ich auch zwischen den einzelnen schweren Kämpfen, wieder Ruhe und Erholung zu finden. Denn man kann nicht immer kämpfen. In dieser Ruhezeit innerhalb der depressiven Phase, kann man diese auch sinnvoll nutzen.

 

 

 

Also nutze ich die Zeit der Ruhe um meine Augen an die Dunkelheit zu gewöhnen. Das hilft mir den Gegner klarer zu erkennen, um mich mit ausgeruhten Kräften diesem neu zu stellen. Sich während der dunklen Zeit manchmal eine Schonzeit zu gönnen ist sinnvoll. Aber aufgepasst! Sie darf nicht zu lange dauern, der Feind wartet nur darauf.

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„Feel the blues“ Musik als Ausdruck und als Therapie

Viele von uns (mich eingeschlossen) finden in der Musik eine Möglichkeit seiner Krankheit ein „Gesicht“ zu geben. Ob nun schwermütig, getragen, oder auch mal aggressiv und herausfordernd. Ich stehe derzeit verstärkt auf Blues-Musik. Weil ich in ihr für mich und meine jeweilige Situation genau das passende finde.

 

 

Musik kann meine Gefühle widerspiegeln, ohne das ich selber dafür nach passenden Worte suchen muss. Sie gibt mir das Gefühl, dass der jeweilige Musiker genau das versteht, was mich gerade umtreibt. Musik wird auch als therapeutisches Mittel von Fachleuten genutzt. Doch es gibt auch eine negative Seite, die man als Betroffener für sich persönlich beachten sollte.

 

 

 

Wenn ich in einer depressiven Phase bin und mich nur noch mit schwermütiger Musik umgebe, kann das meiner Genesung auch entgegen wirken. Hier die passende Mischung für sich selbst zu finden, ist auch eine Form von Therapie. Denn positive Musik wirkt sich auch positiv aus! Vielleicht sollte man sich eine passende Playlist erstellen um in den dunklen Zeiten mit der Musik dem Licht wieder entgegen zu gehen. Ist nur ein Gedanke von mir. Wie seht ihr das?

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Die Sonne und wie ich sie (manchmal) empfinde

 

Sie ist da, die Sonne. Was andere als wärmend verspüren, sehe ich in depressiven Phasen ganz anders. Das Licht erhellt nicht meine Welt, sie wirft nur dunkle Schatten. Diese Dunkelheit ist überall, trotz der hellen Sonne und sie bringt kein Licht auf meinem Weg an diesen Tagen.

 

 

Ich tappe im Dunkeln und die Sonne spendet mir nicht mal etwas Wärme. Mir ist kalt, meine Gefühle erkalten. Alles um mich herum versinkt im Schatten dieser kalten Sonne. Diese Sonne ist dieselbe die du wärmend auf deiner Haut verspürst. Sie erhellt dir den Weg und zeigt dir die Farben dieser Welt.

 

 

 

Die Depression ist kalt und Dunkel und kein Licht und keine Wärme hat eine Chance meine Seele zu erreichen. Und der Satz „Geh mal raus in die Sonne, das hilft!“,  hilft mir da nicht wirklich.

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Das tägliche Leben am Abgrund

 

Jeder Tag ist neu. Jeder Tag gibt einem die Möglichkeit zu leben. Doch oft ist dieses ein Leben am Abgrund. Wenn man durch die Augen der Depression sieht, erkennt man nicht die positiven Möglichkeiten des neuen Tages.

 

 

Die Depression leitet einen immer mehr an den Abgrund des Lebens. Es ist manchmal ein Drahtseilakt diesen Tag zu überstehen, ohne in diesen Abgrund zu stürzen. Jeder neue Tag ist auch ein neuer Kampf diesen Abgrund zu entgehen.

 

 

 

Doch noch sehe ich einen Chance. Ich gehe diesen Kampf an. Ich werde weiter versuchen diesen Abgrund zu umgehen. Jeder neue Tag ist eine Chance für mich und ich will diese Chance suchen und finden.

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Zusammengerollt in der Dunkelheit

 

Da liege ich mal wieder, zusammengerollt. Es ist dunkel um mich herum und Gedanken jagen durch meinem Kopf. Ich denke über diese Gedanken nach und rolle mich noch weiter ein. Innere Spannungen werden immer stärker und ich rolle mich weiter zusammen.

 

 

Die Dunkelheit um mich herum ist beängstigend und ich habe keine Chance mich zu entspannen. Der Schmerz der Spannung ist körperlich spürbar. Die Muskeln verkrampfen sich. Weitere Gedanken schiessen mir durch den Kopf und sehe nur noch die Dunkelheit um mich herum.

 

 

 

Immer weiter rolle ich mich zusammen, um der Dunkelheit zu entfliehen. Immer mehr verspanne ich mich. Die Muskeln schmerzen. Sehe keine Möglichkeit dieser Dunkelheit zu entfliehen. Ich hasse dich Depression! 

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Die Maske fallen lassen

 

Gerade hat es an unserer Tür geklingelt: Freunde wollten uns besuchen. Ich habe sie dann an der Tür „abgefertig“ und sie gingen nach wenigen Minuten. Kurze Zeit später meldete sich unsere Tochter und fragte ob wir daheim wären. Ich sagte ja, aber bat sie von einem Besuch abzusehen.

 

 

In beiden Fällen habe ich ihnen die Wahrheit gesagt. Mir geht es nicht gut! Ich habe keine Maske aufgesetzt und irgendwie versucht den Besuch zu überleben, obwohl es im Inneren dunkel ist. Es fühlt sich zwar nicht dadurch besser an, aber es ein Schritt in die richtige Richtung!

 

 

 

Sich selbst wahrzunehmen und anderen es ehrlich mitzuteilen ist wichtig. Ob diese dann immer mit Verständnis reagieren, ist eine andere Sache. Aber das ist nicht mehr mein Problem. Ich will weiter lernen keine Maske mehr zu tragen und der sein, der ich nun mal bin, inkl. meiner Depressionen.

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Der Fluss der dunklen Träume

 

Ein neuer Tag bricht an. Nur schwer verlasse ich diesen Ort. Er hat mir Dinge aufgezeigt die schmerzen. So ruhig er auch da liegt, so tief und schwarz ist er. Alle meine Ängste und Sorgen finde ich dort wieder.

 

 

In der letzten Nacht hat er mich fortgetragen. An Orte und Szenen, die ich hoffte nie mehr zu sehen. Der neue Morgen hat es schwer gegen diese Dunkelheit anzukämpfen. Der Fluss ist schwarz, gleich wie die Dinge die in ihm schlummern. 

 

 

 

Gedanken an die Träume die so keiner träumen möchte, begleiten mich in diesen neuen Tag. Der Tag, der es schwer haben wird mir die Gedanken an diesen Fluss der dunklen Träume zu nehmen.

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Wieder einer dieser Tage

 

Der Tag geht langsam zur Neige und ich frage mich: „Was hast du heute geschafft?“ Die Antwort ist keine, die man gerne hören will. Denn heute war wieder einmal einer dieser Tage, in denen ich mich zu nichts aufraffen konnte. Wie ein dunkler Nebel liegt dieser Tag auf mir. Mal wieder nichts auf die Reihe gebracht.

 

 

Dabei sind einige Sachen da, die dringend erledigt werden müssen. Doch der dunkle Nebel hüllt mich ein und lässt es nicht zu. Das Licht ist gerade so stark, dass ich irgendwie die Stunden überstehe und sie vorbei streichen. Mit einem Blich auf die Uhr sag ich mir, nachher, da gehe ich dann ran. Aber eigentlich weiß ich da schon, dass ich mich wieder belüge. 

 

 

 

Der Nebel wird immer dichter und das Licht immer schwächer. Bald wird die Nacht kommen und es wird wieder einer dieser Tage sein … die ich hasse!

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Im Griff der Depression !

 

Sie hält einen fest. So stark das einem fast den Atem raubt. Sich aus dieser Umklammerung allein zu befreien ist unmöglich. Die Gefühle, die in einem schlummern, werden im Keim erstickt. Wenn ich mich ruhig verhalte wird es wenigstens nicht schlimmer, hoffe ich

 

 

Jeder Versuch, sich selbst daraus zu befreien, ist zum Scheitern verurteilt. Die Atmung ist flach, die Angst ist groß. Sieht es denn keiner? Verzweifelt schau ich nach Hilfe aus. Dabei schnürt mir der Griff immer mehr die Lebenskraft/Lebenslust ab.

 

 

Wenn du in einer solchen Situation bist, hole dir fachliche Hilfe! Sprich mit deinem Arzt darüber. Ich kann es nur anraten. Selber kenne ich diese Situationen nur zu gut und die Hilflosigkeit die einen noch weiter in die Depression treibt. Ich habe mir Hilfe geholt und lerne mich und meine Erkrankung immer besser kennen. 

 

Lasst euch helfen! Ihr müsst diesen Kampf nicht alleine führen!

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Der Tag beginnt, das Chaos ist schon da !

Die Nächte werden immer kürzer. Nicht nur von der Jahreszeit her gesehen, sondern auch von den Stunden in denen ich schlafe. Wenn ich dann aufstehe, sehe ich nicht die Möglichkeiten eines neuen Tages, sondern sehe eher das Chaos, das sich mein Leben nennt.

 

 

Alles durcheinander, ich sehen nicht eine Sache die eine gewissen Art von Ordnung hat. Die Gedanken in meinem Kopf laufen komplett chaotisch. Ich sehe nur das Chaos vor mir liegen und keine Möglichkeit es in Ordnung zu bringen. Wo soll ich nur anfangen?

 

 

Diese Gedanke führen mich nach einer traumlosen kurzen Nacht in einen Zustand der Erstarrung. Ich denke gar nicht daran einen Versuch zu starten, um dieses Chaos wenigstens ein wenig zu beseitigen. Ich sehe nicht den Sinn darin. Es wird morgen früh doch wieder so aussehen. Gleichgültigkeit macht sich breit.

 

 

 

Bei dem Chaos in meinem Kopf muss ich aufpassen nicht zu stürzen, über die Dinge die durcheinander vor mir liegen. Bei einem Sturz hätte ich es sehr schwer wieder auf die Beine zu kommen. Also bleibe ich lieber in dieser erstarrten Haltung stehen und gehe keinen Schritt los. Ich warte bis die Nacht kommt und ich dieses Chaos nicht mehr sehen und erleben muss. 

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Wenn die dunklen Wolken kommen.

Heute war eigentlich ein schöner Tag. Nicht nur eigentlich, es war ein schöner Tag, bis … bis die dunklen Wolken ohne Vorwarnung sich vor die Sonne geschoben haben. Die Sonne, die mir einen schönen Tag bereitet hat. Die Energie, die jeder gesunde Mensch hat. Die dunklen Wolken waren plötzlich und unerwartet da. Keine Vorwarnung, keine Möglichkeit zu reagieren. Als wenn ein Schalter umgelegt wird. Alles ist nur noch Schwarz-Weiss, wobei das Schwarz deutlich dominiert und sich immer mehr Raum verschafft.

 

 

Der Tag wurde reflektiert durch die Dunkelheit und plötzlich erscheint er nicht mehr so toll. Positive Dinge werden so in Frage gestellt, dass eigentlich nur eine negative Antwort die Folge sein kann. Die dunklen Wolken werden von Minute zu Minute mehr, bis mich fast nur noch Dunkelheit umgibt. Keine positive Energie will noch zu mir durchdringen. Bald kommt die Nacht, dann werde ich von ihrer realen Dunkelheit umgeben, und ich werde Dank Medikamente hoffentlich gut schlafen.

 

 

 

Ob die dunklen Wolken morgen früh noch am Himmel meines Lebens stehen, werden wir morgen sehen. Bleibt mir gewogen.

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Einsam in der großen Halle der Depression

 

Wenn man sich alleine fühlt ist das, je nach Situation, sogar manchmal auch positiv. Wenn man aber sich aber einsam fühlt, ist das eine ganz andere Geschichte. Oft komme ich mir vor ich wäre in einer großen Halle mit Fenster. Ich beobachte die Welt da draussen, bin aber nicht ein Teil davon.

 

 

Einsam in dieser Halle, wo ich zwischendurch meine Runden drehe und immer mal wieder aus dem Fenster schaue. Ich sehe die vielen Menschen um diese große Halle stehen, die reden, lachen und auch weinen. Es gibt keine Tür, durch die andere Menschen zu mir kommen könnten. 

 

 

 

Eigentlich ist hier viel Platz , für viele Menschen, doch die Depression lässt keinen zu mir dringen. So laufe ich weiter meine Runden und schaue einsam zu den Menschen da draussen, die mich nicht erreichen können und die ich nicht erreiche. Einsam in der großen Halle der Depression.

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Blick durch das Fenster meiner Seele

 

Alles erscheint nur noch in Trümmern zu liegen. Die Aussicht ist nicht das was man gerade sehenswert nennt. Ich blicke durch zerbrochene Scheiben auf ein Chaos, das sich mein Leben nennt

 

 

Die Schäden sind groß, wenn auch nicht irreparabel. Die Arbeit wird schwer werden, das wieder in Ordnung zu bringen. Und schnell wird es sicher nicht gehen. Ich sehe oft nicht die Möglichkeiten an der einen oder anderen Stelle schon mal anzufangen. Das Chaos und die Zerstörung sind so groß, dass ich oft den Mut verliere überhaupt etwas in die Hand zu nehmen.

 

 

Wenn ich kleine Dinge dann doch wieder in Ordnung bringe, sehe ich diese Fortschritte oft nicht, da das Gesamtbild immer noch sehr niederschmetternd ist. Die Lage verbessert sich nur unwesentlich und manchmal halten die Reparaturen an den alten Zerstörungen nicht richtig und bröckeln wieder ab. Dann verlässt mich der Mut und ich sehe nur noch durch das Fenster meiner Seele auf das Chaos das in mir steckt.

 

 

Doch ich gebe noch nicht auf! Manchmal muss man erst das richtige Material finden, mit denen man dieses Chaos in den Griff bekommt. Lernen daraus wie es nicht funktioniert und es dann anders probieren. Noch ist nichts verloren!

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Meine Wege in der Dunkelheit

 

Oft erscheint es mir, als wenn ich nur noch auf dunklen Wegen unterwegs bin. Kaum Licht, keine Farben und ein Ende ist nicht in Sicht. Alleine gehe ich diese Wege langsam und mit Bedacht. Meine Augen versuchen in der Dunkelheit den Weg zu erfassen, damit ich nicht davon ab komme.

 

 

Manchmal gelingt es mir diese Wege nicht als Bedrohung anzusehen, sondern für mich zu nutzen. Keine Menschen, Ruhe, keine störenden grellen Farben. Ein Weg den ich ganz alleine beschreite und auf dem ich mir Gedanken über mir selber machen kann. Keine störenden Einflüsse von aussen, die mich durcheinander bringen. 

 

 

 

Und ganz selten werden diese Wege für mich sogar zu einem Zufluchtsort. Um vor der grellen und schnelllebigen Welt zu entfliehen. Aber nur manchmal. So können solche dunklen Wege in meinem Leben, auch positive Aspekte haben.

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Wenn selbst kleine Dinge nicht mehr machbar sind.

 

Die Nacht ist vorbei. Durch Medikamente traumlos geschlafen. Gestern mir vorgenommen heute einige Dinge zu erledigen. Nichts großes. Müll runter bringen. Staubsaugen (ist dringend nötig!) und vielleicht noch etwas einkaufen (die weiße gähnende Leere starrt mich jeden Tag mehr an). Aber erst mal einen Kaffee. Danach gehe ich ans Werk. 

 

 

Kaffee 2.0 und noch nichts gemacht. Aber ich will ja … irgendwie. Kaffee 3.0 und der Vormittag rauscht an mir vorbei. Nach dem Mittagessen gehe ich dran, verspreche ich mir selber und weiß eigentlich schon, dass ich dieses Versprechen nicht halten kann. Fühle mich wie gefesselt von meiner Depression, die mich zum Nichtstun zwingt. Die simplen Arbeiten erscheinen mir viel zu groß, als das ich sie schaffen könnte.

 

 

Gedanken der persönlichen Unzulänglichkeit kommen hoch. „Wieder einmal nichts geschafft. Wofür bin ich noch gut?“ Ich will mich zusammenreissen. Ein Spruch der einem als depressiv Erkrankten auch durchaus vom persönlichen Umfeld entgegen geworfen wird. Zusammenreissen soll ich mich! Ich versuche es und scheitere doch kläglich. 

 

Hier geht es nicht um die Umsetzung meines freien Willens. Der ist nämlich nicht frei wie bei anderen Menschen. Er ist gefangen und kann sich sich nicht entfalten. „Wozu das alles?“ „Was bringt das noch?“ „Ich bin doch zu nichts fähig.“ „Ich bin nichts wert.“ Gedanken dieser Art verschlimmern diesen Tag, der doch so vielversprechend angefangen hat.

 

 

Ich gehe ins Bett und frage mich: „Wozu lebe ich eigentlich? Tauge ich zu nichts als anderen den Sauerstoff zum Leben zu rauben?“ Eine weitere traumlose Nacht folgt und ich denke noch vor dem Einschlafen: „Morgen, da will ich es wieder versuchen!“

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Wenn Erinnerungen aus der Kindheit, erwachsene Menschen krank machen.

Eine weitere persönliche Analyse.

 

 

Depressionen sind oft ein Folge von Erinnerungen, die sich negativ im Patienten festgesetzt haben. Dinge die lange Jahre, sogar Jahrzehnte zurück liegen, können einen erwachsenen Menschen krank machen. So etwas nennt man „Posttraumatische Belastungsstörungen“, durch die sehr häufig Depressionen ausgelöst werden.

 

 

Oft werden diese einschneidenden Ereignisse im Kindesalter einfach verdrängt. Eine Art Selbstschutz wird ausgelöst, um im normalen Leben irgendwie wieder teilzunehmen. Diese Verdrängung ist aber eben nur eine Verdrängung, keine Aufarbeitung des Problems.

 

 

Bei manchen Menschen läuft dann in ihrem restlichen Leben alles „normal“ ab. Die Verdrängung ist so groß, das nichts und niemand sie wieder daran erinnern könnte. Es gibt aber auch die Fälle, in denen Jahrzehnte später, vielleicht durch einen spezielle Situation, diese Erinnerung wieder zum Vorschein kommen.

 

Das kann von einem Tag auf den anderen passieren. Nervenzusammenbrüche sind nicht selten in diesen Fällen festzustellen. Der komplette Inhalt der damaligen Situation wird wieder Realität mit allen seelischen Schmerzen. Diese neue Realität nimmt einem die Kraft am „normalen“ Leben teilzunehmen. Das äussere Umfeld nimmt natürlich diese Veränderung wahr, kann aber sehr oft nichts damit anfangen. Der Patient selber ist nicht in der Lage, seine Situation in der er steckt, zu erklären. Ein Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben ist die Folge. Je mehr man sich zurück zieht, um so stärker wird mit Unverständnis aus dem Umfeld darauf reagiert. Ein Teufelskreis beginnt!

 

 

Sich fachliche Hilfe zu holen, darin sehe ich den einzigen wirklichen Ausweg. Ein Problem ist sich selber einzugestehen, daß man mit seinem Leben nicht mehr klar kommt. Ein anderes Problem sind die oft langen Wartezeiten bei den Therapeuten und Fachkliniken. Manchmal hilft da nur eine Einweisung, über den Hausarzt, in eine Akutklinik.

 

 

 

Link :    Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)?

 

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Das leise Streben nach Licht !

 

Wenn ich hier über meine Krankheit rede/schreibe erwarte ich keine Lösungsvorschläge. Und auch keine Beileidsbekundungen! Die helfen mir erst recht nicht! Es ist ein Versuch mich aus der Dunkelheit der Depression, näher an das Licht des Lebens zu führen.

 

 

Wenn die Dunkelheit der Depression nach mir greift ist alles Schwarz. Doch es gibt diese Momente, in denen ich wieder etwas näher an das Licht des Lebens komme. Diese Momente geben mir die Hoffnung, dass die Dunkelheit nicht komplett von mir Besitz ergriffen hat

 

 

 

Es ist ein leises Streben nach Licht !

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Du bist etwas Besonderes !

Ich glaube das ein Mensch mit Depressionen etwas ganz Besonderes ist. Im Laufe meiner Erkrankung habe ich mich stark verändert. Ich sehen viele Dinge nicht mehr so wie ich sie früher sah. Das was sich Mainstream nennt, finde ich oft lächerlich und kann nur mit dem Kopf schütteln. Ich will auch gar nicht mehr mit der Masse irgendwo hinschwimmen. Ich will ich sein! 

 

 

Das was viele als erstrebenswert sehen möchte ich persönlich nicht besitzen, denn oft nehmen solche Dinge Besitz von einem selber. Ich will frei sein vom Zwang mitzulaufen, oder gleich zu denken wie es viele tun. 

 

 

Für mich ist nicht erstrebenswert Erfolg im Beruf zu haben und viel Geld zu verdienen. Ich möchte das ich mein Leben als größten Erfolg anerkenne. Mit allen positiven wie auch negativen Seiten. Ich bete und hoffe das ich diesen Weg weiter gehen kann, auch wenn mich meine Depression irgendwann wieder mal versucht, ins dunkle Loch der Teilnahmslosigkeit zu ziehen.

 

 

Ich sag nicht das ich jetzt auf Wolke 7 schwebe, aber ich möchte einfach mehr ich sein und nicht der Typ, der von anderen gern gesehen und in eine Rolle gesteckt wird. Ich glaube das depressive Menschen ganz sensible Seelen sind und sie dadurch viel mehr vom wahren Leben spüren, als die meisten anderen Menschen. Ich durfte das während meiner Klinikaufenthalte bei vielen Mitpatienten sehen und heute erkenne ich es.

 

Deswegen möchte ich allen Betroffenen zusagen: Ihr seid etwas Besonderes! Ich weiß, das oft ein dunkles Tuch über das eigene Leben liegt, doch nehmt es an als einen Teil von euch. Ihr habt viel mehr Feingefühl und Sensibilität für Dinge in dieser Welt bekommen. Nutzt sie für euch und ihr werdet sehen wie sich vielleicht öfters das dunkle Tuch beiseite schieben lässt.

 

Ich sage nicht das es immer klappen wird, sicher nicht. Aber die Momente in denen das funktioniert, sind so helle Momente in eurem Leben, dass sie selbst unter dem dunklen Tuch der Depression euch noch ein wenig Licht spenden werden. Gebt euch nicht auf!

 

Das sind einige Gedanken die mir heute Abend durch den Kopf gingen. Fertigstellung Text und Bild haben gerade mal 20 Minuten gedauert. Es soll/wollte wohl irgendwie raus.

 

 

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen.

 

P.S.  Rechtschreibfehler sind nicht ausgeschlossen.

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Depression: Licht und Schatten von Selbsthilfegruppen in Sozialen Netzwerken

 

Ich habe Depressionen und versuche damit irgendwie klar zu kommen. Neben Gesprächstherapie und Medikamenten, bin ich auch in der einen oder anderen Selbsthilfegruppe unterwegs. Dabei sind mir folgende positiven und auch negativen Punkte durch den Kopf gegangen.

 

 

Als positiv möchte ich gleich sagen, in diesen Foren wird man mit seiner Krankheit akzeptiert. Dinge die im normalen privaten Umfeld kaum, bis gar nicht ausgesprochen werden, können hier gesagt werden. Man wird verstanden und muss nicht das ganze Krankheitsbild gleich fachlich, erklärend, darlegen.

 

 

Im gleichen Atemzug bin ich aber teilweise erschrocken, wenn Patienten die in diesen Foren sind, Medikamentenvorschläge machen. Sorry, das geht meiner Meinung nach gar nicht. Jede Depression ist einzigartig und bedarf einer jeweiligen Behandlung. DAS Medikament, das eine Depression heilt, gibt es nicht! Grundlegend rate ich persönlich immer sich um fachliche Hilfe zu bemühen, nicht mehr, oder weniger.

 

Durch das Anfangs erwähnte „verstanden werden“, vertieft sich das Verlangen mehr zu erzählen. Von sich und seiner Erkrankung und wie es einem dabei geht. Für andere Menschen in dieser Gruppe können solche, teilweise sehr erschütternden Berichte dazu führen, dass ihre eigene Erkrankung sich verstärkt. In Fachkreisen nennt sich das „Triggern“.  

 

Unter Triggern versteht man Eindrücke, die Erinnerungen an alte Erfahrungen aufwecken, als ob diese Erfahrung jetzt nochmal neu gemacht werden würde. Diese Erinnerungen erfolgen meist plötzlich und mit großer Wucht. Die ehemaligen Gefühle werden unmittelbar wirklich erlebt (ein sogenannter Flashback). Die reale aktuelle Situation kann dann vom Betroffenen teilweise nicht mehr wahrgenommen werden. Es kann dabei soweit kommen, als würde sich der Patient in der alten, erinnerten Situation wirklich befinden. Dabei kann das Triggern auch zeitlich versetzt passieren.

 

Deswegen sollten wir Menschen mit Depressionen, in geschlossenen Gruppen in den Sozialen Netzwerken, auch verantwortungsvoll mit den anderen Gruppenmitglieder umgehen.

 

Grundlegend kann man sich über solche Gruppen sehr gut Infos über die Möglichkeiten einer fachlichen Beratung/Behandlung holen. Das wäre für mich der beste Weg. Wenn dabei Schwierigkeiten z.B. mit der Krankenkasse entstehen, können weitere Tipps gegeben werden, damit ein Patient z.B. doch einen Therapieplatz erhält. Oder wie das aussieht, wenn man sich gegenüber dem Arbeitgeber erklären muss, wenn man für mehrere Wochen, vielleicht sogar Monate, nicht mehr am Arbeitsplatz ist. 

 

Selbsthilfegruppen, ich beziehe mich hier nur auf diese in den Sozialen Netzwerken, können einem helfen, aber auch nur begrenzt, das muss jedem klar sein. 

 

 

Das sind nur ein paar Gedanken, die mir in den letzten Tagen durch den Kopf gegangen sind. Gerne dürft ihr mir eure Meinung und Erfahrung dazu schreiben.

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„In der Ruhe liegt die Kraft !“

 

Ein oft genanntes Zitat, was auch von mir schon manches Mal genutzt wurde. Doch was ist, wenn man nicht zur Ruhe kommen kann? Wenn der seelische Druck diese erholsame Ruhe einfach nicht zulässt?

 

 

Heute war ich mit meiner Frau im Stadtpark. Ein immer gern genommenes Ausflugsziel. Ich habe sogar von mir aus den Anstoß zu diesem Besuch gemacht, um irgendwie aus dem Hamsterrad rauszukommen, in dem ich mich derzeit befinde. Kamera eingepackt und los ging es. Das Gefühl etwas Gutes für mich zu machen kam dabei aber überhaupt nicht auf. Eher das Gezwungene, was ich mir da antue. Kamera/Stativ dabei und mit langsamen Schritten ging es nun durch den Park.  

 

 

Ich versuchte mich zu konzentrieren auf die Kleinigkeiten, die es am Wegesrand zu entdecken gab. Doch irgendwie gelang es mir kaum. Wenn dann noch die wenigen anderen Parkbesucher unseren Weg kreuzten, wollte ich eigentlich nur noch flüchten. Ich wollte Ruhe! Aber eigentlich nicht mein Umfeld sollte ruhig sein. Die innere Ruhe wollte ich wieder haben.

 

Ich weiß derzeit nicht wie ich an diese innere Ruhe kommen kann. Ich freu mich schon am Vormittag auf die Nacht, die ich dank von Medikamenten gut durchstehe. Die Tage sind mein Problem und ich finde keine Möglichkeit, eine gewisse Form von innere Ruhe zu finden. Ich gehe nur noch gezwungen vor die Haustür und wenn es Abend wird, kommt wieder die Frage auf: „Was hast du heute geschafft?“ 

 

 

„Nichts!“ 

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Depression: Wenn Kunst einem zur Genesung verhelfen kann.

 

Durch meine stationären Aufenthalte kam ich immer wieder mit der dort angewendeten Gestaltungstherapie in Berührung. Gerade am Anfang hatte ich noch Schwierigkeiten, diese als eine Therapieform für mich zu erkennen.

 

 

Man trifft sich mit anderen Mitpatienten und versucht durch Zeichnen, Malen oder auch mit Tonarbeiten, etwas von sich und seiner Krankheit zu vermitteln. Klingt komplizierter als es ist. Oft gab es Themenvorschläge die umgesetzt werden sollten, oder aber freies Gestalten war angesagt. Mit Ton hatte ich es nicht so, andere Mitpatienten arbeiteten dagegen hart mit diesem plastischen Material. Das sie damit automatisch auch an ihrer Genesung arbeiteten, wurde mir erst einige Zeit später bewusst.

 

 

Ich selber entschied mich für die Malerei. Dabei waren meine Bilder meistens, eigentlich immer, sehr abstrakt. Also für Aussenstehende nicht gleich erkennbar, was ich damit zum Ausdruck bringen wollte. Zum Abschluss einer Therapiestunde saß man dann zusammen und sprach über die jeweiligen „Kunstwerke“. Erst dann wurde einem manchmal selber erst bewusst, wie viel von einem selber, in einem einfachen Bild stecken kann. 

 

Ich habe diese Malerei dann einige Zeit auch daheim weiter betrieben. Oft war ich nach 15 Minuten schon klatschnass geschwitzt und völlig fertig. Die Malerei hat mir viel geholfen, meine Erkrankung darzustellen und damit auch in irgendeiner Form öffentlich zu machen. Dinge, die nicht in Worte zu fassen sind, können durch Malerei oder andere künstlerischen Formen klar zum Ausdruck gebracht werden. Wenn auch manchmal nur für den Künstler/Erkrankten selber. 

 

Zwischenzeitlich stehen die Leinwände schon länger in einer Zimmerecke rum und die Farbe fangen an zu vertrocknen. Ich habe für mich das Fotografieren entdeckt. Mit dieser Möglichkeit, nicht nur, aber auch, meiner Erkrankung entgegen zu treten, arbeite ich jetzt seit ca. 3 Jahren. Das Schöne daran ist, dass ich damit nicht nur meine depressiven Gedanken/Gefühle zum Ausdruck bringen kann, sondern in den guten Zeiten auch positive Bilder. 

 

Trotzdem bin ich schon einige Weile wieder am überlegen, mir eine Staffelei zu kaufen um mit der Malerei wieder anzufangen. Mal schauen. Grundlegend kann ich nur jedem Erkranktem empfehlen, sich eine Kunstform für sich auszusuchen, um durch Kreativität seiner Krankheit entgegen zu wirken. Es funktioniert!

 

 

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen.

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Der freie Fall ins das Chaos meines Lebens !

 

Derzeit ist die Depression stärker als ich. Sie ist so stark zurück gekommen, dass ich wieder mal die simplen, alltäglichen Dinge nicht erledigen kann. Sie nimmt so viel Kraft und Energie, dass ich glaube eine 48-Stunden-Schicht hinter mir zu haben.

 

 

Derzeit falle ich nur noch weiter nach unten. Ich suche nach Halt, um nicht irgendwann unten auf dem Boden zu zerschellen. Rettungsseile sind nicht in Sicht. Ich glaube derzeit bin sogar so kraftlos, dass ich ein Rettungsseil gar nicht greifen könnte, selbst wenn es direkt vor mir wäre.  

 

 

Ich werde mich wieder melden, wenn es mir etwas besser geht. 

 

 

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen.

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Aufhören unnötige Energie zu verschwenden !

 

Manchmal ist es besser einige Leitungen zu kappen, die man bis dahin mit Energie versorgt hat. Besonders wenn über diese Leitungen mehr oder weniger nur einseitig Kraft und Energie geflossen ist. Doch erst einmal ist es schwer diese kraftzehrenden Leitungen klar zu definieren. Manche laufen seit Jahren als getarnte, lebenswichtige Energieleitungen, so denkt man. Also heißt es, sich mit sich selber zu beschäftigen. und das ist verdammt schwer, ich weiß. Nur eine genaue Analyse, die durchaus viel Zeit in Anspruch nehmen kann, verschafft hier Klarheit. Sich dabei fachliche Hilfe zu holen, ist wichtig! Sonst kann es zu Kurzschlusshandlungen kommen, die einem selber großen Schaden zufügen. Wenn ich daheim einen Wasserrohrbruch habe, hole ich ja auch einen Fachmann, der hilft diesen Schaden zu beheben.

 

 

Doch wenn man es für sich einmal rausgefunden hat, welche Leitungen in den letzten Jahren nur Kraft gekostet haben, ohne das etwas zurück kam, dann sollte man diese energieraubende Leitung unterbrechen. Man hat eben selber keinen unerschöpflichen Akku, dem es nichts ausmacht endlos Kraft und Energie von sich aus zu geben. So schonen wir unseren Akku und haben plötzlich Kraftreserven die wir, je nach Situation, für uns selber besser einsetzen können. 

 

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Heute ist kein guter Tag !

 

Trotz Medikamente und Gesprächstherapie ist derzeit die Depression sehr dominant wieder in mein Leben getreten. Kopf fühlt sich an als wäre nur eine dunkle Wolke vorhanden. Keine Chance was anzufangen. Nichts motiviert, nichts hilft.

 

 

Die dunkle Wolke im Kopf lässt, wenn überhaupt, nur die Gedanken des Versagens zu. Wieder einer dieser Tage, die man aus seinem persönlichen Leben streichen kann. Ich hoffe es geht bald vorbei und hoffe nicht, dass nur noch der schwarze Fleck der Depression zum Schluss übrig bleibt!

 

 

Heute ist kein guter Tag !

 

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Was ist Depression ? Der amateurhafte Versuch einer Analyse (Teil 2).

 

So schnell hätte ich selber nicht gedacht, dass der 2. Teil meiner „Analyse“ in Wort und Bild fertig würde. Irgendwie war der Antrieb so groß, das ich beide Teile an einem Tag geschrieben habe. In meinem ersten Teil versuchte ich meinen Standpunkt zu meiner Krankheit Depression in Worte zu fassen. In diesem 2. Teil möchte ich aufzeigen was mir geholfen hat, diese Krankheit besser in den Griff zu bekommen.

 

 

Grundlegend gleich zu Anfang, wer an Depressionen leidet, sollte sich fachliche Hilfe holen! Zu meinen, man bekommt es selber alleine in den Griff, ist meiner Meinung nach ein großer Irrtum, der einen nur noch weiter in die Arme dieser Krankheit treibt. Öffnet euch und lasst euch helfen!

 

 

Bei mir hat es relativ wenig Zeit gedauert, bis ich erkannt habe, dass mit mir etwas nicht stimmt. Ich hatte den „Vorteil“ das jemand im engsten Familienkreis seit über 10 Jahren an Depressionen leidet. Doch sich fachliche Hilfe zu holen ist deswegen nicht leichter. Man muss sich ja selber und anderen eingestehen, dass man mit seinem Leben nicht mehr klar kommt und wer macht das schon gerne?

 

Es ging noch einige Zeit ins Land bis nach dem Erkennen, auch der Wunsch nach Hilfe stärker wurde. Ich kam mit mir und meinem Leben überhaupt nicht mehr klar. Ich gab auf und wurde über meine Hausärztin zu ersten stationären Aufenthalt in einerPsychosomatischen Abteilung einer Klinik in unserer Nähe überwiesen. Aus der heutigen Sicht war dieser Aufenthalt dort suboptimal. Einige Dinge halfen mir, andere Dinge dagegen eher weniger. Aber ich habe mich auf den Weg gemacht etwas gegen diese Krankheit zu unternehmen. Ich war auf dem richtigen Weg, das war sicher!

 

Gegen Ende des stationären Aufenthaltes kam die Frage nach einer ambulanten Weiterführung der Therapie durch einen Psychotherapeuten. Ich bekam eine Liste von Fachleuten in meiner Nähe, die ich wegen einem ersten unverbindlichen Gespräch anrufen sollte. Doch ich machte das nicht. Ich war der Meinung, dass nun alles wieder gut ist und ich mein altes Leben wieder hätte. Ein fataler Irrtum!

 

Sicher, am Anfang funktionierte ich wieder. Ob bei der Arbeit, Freunden, oder zu Hause. Alles lief irgendwie wieder seinen Gang. Ich versuchte erst gar nicht mir weitere Hilfe im Anschluss an dem stationären Aufenthalt zu suchen. Der zweite große Fehler von mir war die Medikamente, die ich in der Klinik bekommen hatte, zu Hause auch weiter einzunehmen. Mir ging es ja wieder gut. Also alles wieder klar. Das brauche ich nicht mehr. So lebte ich meinen Alltag wieder und das ging fast 1,5 Jahre gut. Ich machte mir nicht mal mehr ansatzweise Gedanken zum Thema Depression.

 

Doch diese Rechnung ging leider nicht auf. Die Depressionen schlugen nicht nur wieder zu, sondern kamen in verschärfter Art und Weise das es mich in kürzester Zeit komplett aus diesem, doch sonst so gut funktionierenden, Leben warf. Ich konnte nicht mehr arbeiten. Ich war zu nichts mehr zu gebrauchen und ich hasste mich dafür. Ich steckte innerhalb von Wochen viel tiefer in der Erkrankung, wie noch vor meinem ersten stationären Aufenthalt.

 

Ein zweiter stationäre Aufenthalt wurde nötig. Dieses mal in einer anderen Klinik. Diese ist spezialisiert auf posttraumatische Belastungsstörungen mit mittelschweren Depressionen. So nennt sich mein Krankheitsbild. Da ging es richtig zur Sache, der Aufenthalt wurde sogar um zwei Wochen verlängert, so das ich fast vier Monate „weg vom Fenster“ war. Auch hier kam im Abschluss der Zettel mit Namen von Psychotherapeuten in meiner Nähe. Dieses Mal nahm ich das Telefon in die Hand. Das was mir da geschehen war, wollte ich mir und meiner Familie nicht noch mal antun.

 

Ich hatte das große Glück einen fachlich kompetenten Therapeuten zu finden, der mich auch kurzfristig in seine Liste von Patienten aufnahm. Dafür danke ich meiner Hausärztin noch heute dafür, die sich für mich stark gemacht hat. Denn einen Psychotherapeuten zu finden, der einen ohne Monate(!) lange Wartezeit aufnimmt, ist extrem selten. Zusätzlich kam noch ein Psychologe ins Spiel, der für meine Medikation zuständig ist. 

 

Doch ich tat wieder den Fehler vom letzten Mal. Ich bin halt kein Freund von Medikamenten, war ich noch nie. Also lies ich mir diese Medikamente zwar verschreiben, nahm sie aber nicht ein. Ich fing schon an, diese im Alltagsmüll zu entsorgen, damit es nicht auffiel. Doch das ging nicht lange gut. Meine Schlafstörungen kamen wieder und ich lief nur noch mit halber Kraft am Tag, wenn es ein guter Tag war. Ich musste was ändern.

 

Ich fing an die Medikament zu nehmen, erst unregelmäßig, was aber nicht viel brachte. Erst nachdem ich regelmäßig meine Tabletten zu mir nahm, konnte ich wieder die Nacht durchschlafen und war wenigstens körperlich schon mal fit für den Alltag. Mir geht es relativ gut, was nicht heißt, ich bin geheilt. Denn das ist bis jetzt noch nicht möglich bei mir, will es aber auch nicht komplett verneinen. Zwischenzeitlich nach einem härteren Kampf (bin bis vor das Sozialgericht gegangen), habe ich eine befristete Erwerbsminderungsrente die im Frühjahr 2018 ausläuft. Was bis dahin ist, kann heute keiner sagen. 

 

Vor zwei Wochen hat mich eine depressive Episode unerwartet ziemlich heftig getroffen. Wochenlang ging es mir eigentlich sehr gut. Dann kam sie und die Wirkungen spüre ich heute noch nach. doch ich habe gelernt! Ich habe einen Termin bei meinem Psychologen und werde das ansprechen. Mein Therapeut nannte es eine endogene depressive Episode und hat sie mir erklärt. 

 

Grundlegend werde ich weiter daran arbeiten diese Krankheit für mich besser in den Griff zu bekommen und ich bin dankbar für die therapeutische Unterstützung und auch selbst für die Medikamente kann ich zwischenzeitlich dankbar sein. Ich möchte noch eines kurz zum Schluss zum Thema Medikament ansprechen.

 

Zu jedem Medikament und seiner Wirkung kann man zwischenzeitlich Informationen im Internet finden. Habt keine Angst, sie werden nicht eure Persönlichkeit verändern, das hat die Depression schon längst gemacht. Sie helfen euch wieder ein, mehr oder weniger, normales Leben führen zu können. Es ist sicher kein einfacher Weg, aber macht nicht die Fehler den ich gemacht habe! Lasst euch helfen! Ihr seit es uns wert! 

 

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen.

 

 

P.S. Für alle direkt Betroffenen und auch für alle, die einen Menschen mit Depressionen kennen, habe ich bei YouTube dieses Video entdeckt. Es erklärt in nicht mal 5 Minuten was es bedeutet, Depressionen zu haben. Vielen Dank an Freunde fürs Leben e.V.! Ich hoffe mit der Einbindung des Videos keine Urheberrechte zu verletzten. Wenn dem so sei, würde ich mich über eine kurze Rückmeldung freuen und ich würde dann natürlich das Video sofort entfernen. Danke!

 

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Was ist Depression ? Der amateurhafte Versuch einer Analyse (Teil 1).

 

Mit diesem Text möchte ich meine Gedanke zum Thema Depressionen niederschreiben. Ich erhebe nicht den Anspruch auf eine fachliche Kompetenz. Was mir wichtig ist, dass diese Krankheit (ja es ist eine Krankheit!) nicht weiter ein Tabuthema bleibt! Deswegen versuche ich es auf diesem Wege andern Betroffenen zu sagen: „Versteckt euch nicht!“ Doch nun zum eigentliche Text.

 

 

Ich bin krank! Ich bin krank und habe nicht nur einen Stimmungsschwankung! Es ist mir nicht damit geholfen zu sagen: „Ich kenne das, ich war auch schon mal schlecht drauf.“ Es sind wohl die wenigsten die jemanden mit einer Krebserkrankung sagen, „Ich kenne das, ich hatte auch mal eine Entzündung.“

 

 

Depression ist eine heimtückische Krankheit. Sie bringt einen dazu sich selbst soweit in Frage zu stellen, ob sich das Leben noch lohnt. Die Gefahr eines Suizid schwingt immer mehr, oder weniger mit. Je nach Krankheitsgrad und Persönlichkeit, kann das für einen Patienten der letzte „Ausweg“ sein.

 

Das Gemeine an der Krankheit ist, man kann sie so wie herkömmliche Krankheiten nicht eindeutig bestimmen. Ein Knochenbruch kann man am Röntgengerät feststellen und mit einem Gipsverband Heilung verschaffen. Das ist klar zu sehen, gerade auch vom Umfeld des Patienten. Da ist ein Verband, da ist ein Gips, da ist ein Röntgenbild. Alles ist klar und verständlich.

 

Eine Depression kommt schleichend und ist sehr heimtückisch. Der Patient weiß am Anfang oft selber nicht das er daran erkrankt ist. Wenn er es bemerkt, ist die Depression meistens schon so weit vorgeschritten, dass man ohne fachliche Hilfe keine Chance hat, aus dieser Spirale einen Weg für sich zu finden. 

 

Anfangs sind da die Schlafstörungen, … nur ab und zu. Da sind diese Tage, in der man antriebslos die Stunden an sich vorüber streichen lässt. „Ist halt heute nicht mein Tag“ versucht man sich das zu erklären. Doch aus ab und zu werden diese Schlafstörungen immer mehr und auch diese antriebslosen Tage tauchen häufiger auf.

 

„Jetzt reiß dich mal zusammen!“ sagt man sich selber und wird auch vom Umfeld einem an den Kopf geworfen. Doch das Loch in dem man steckt, hat keine Leiter die ans Licht führt. Man hat selber eine Schaufel in der Hand und gräbt sich weiter in diesem dunklen Loch nach unten.

 

Man nimmt sich Dinge vor für den neuen Tag und muss am Ende des Tages erkennen, man hat nichts davon geschafft. Man schaut nicht mehr in den Spiegel, denn das was einen da anschaut gefällt einem nicht. Die Depression übernimmt das Leben, alles um einen herum hat keinen Sinn mehr. Ziellos treibt man durch den Tag und ist Nachts wach und fragt sich: „Für was bin ich eigentlich noch gut, ausser den anderen Menschen den Sauerstoff zu rauben?“

 

Das Umfeld versteht nicht was mit dir los ist. Wie auch? Du verstehst dich ja selber nicht. Es gibt kein Röntgenbild von deiner kranken Seele, das man vorlegen kann, um die Krankheit zu erklären und zu bestätigen. Denn das ist oft das Problem, auf der einen Seite sich selber einzugestehen krank zu sein und auf der anderen Seite dieses dem persönlichen Umfeld zu erklären.

 

Depression ist keine Willensentscheidung! Es ist eine Krankheit die meinen freien Willen nicht mehr zulässt. Ich sitze zu Hause und habe noch einige Dinge zu erledigen. Nichts wichtiges, Müll runter bringen, ein Telefonat führen, vielleicht ein paar Sachen einkaufen. Doch die Depression hält mich fest an diesem Stuhl, auf dem ich gerade sitze. Ich schaffe es nicht auch nur eines dieser Dinge zu erledigen. Und am Abend werfe ich mir vor, „Na du, wieder mal nichts auf die Reihe gebracht?“

 

Man zieht sich immer weiter in das Schneckenhaus zurück und sitzt am hellen Tage in einer dunklen Wolke, oder einem dichten Nebel, der nichts an einen rankommen lässt. Selbst der Sex und die Liebe zu deinem Partner schwindet. Alles verliert seinen Reiz. Wann hat man zuletzt wirklich aus vollem Herzen gelacht und es nicht nur wegen den Freunden vorgespielt? Nichts interessiert einen noch. Gefühle wie Freude oder Glück verschwinden in der dunklen Wolke, die einen umgibt.

 

Ende von Teil 1

 

An dieser Stelle möchte ich eine Pause einlegen. Wenn ich sehe wie viel ich bis jetzt geschrieben habe (innerhalb von einer Stunde!), glaube ich sowieso kaum, dass es jemand bis zum Schluss liest. Doch mir tut es gut das ich es gesagt/geschrieben habe.

 

Was ich als Schlusswort noch sagen möchte an alle Betroffenen: Holt euch fachliche Hilfe! Es gibt Möglichkeiten wie man diese Krankheit in den Griff bekommen kann. Ich sage nicht, dass es eine komplette Heilung gibt. Aber es gibt die Chance, auch mit dieser Krankheit wieder richtig leben zu können. Darüber spreche/schreibe ich hoffentlich bald im 2. Teil meiner „Analyse“.

 

 

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen.

 

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Die Selbstdarstellung eines Mannes, der unter der Krankheit Depression leidet

Dieses Bild ist für mich die beste Darstellung von mir und meiner Depression. Gemalt auf Leinwand vor ca. 2 Jahren. In den letzten Monaten war ich nicht mal in der Lage mir das Bild anzusehen.

 

 

Es stand „versteckt“ zwischen anderen Bildern und ich traute mich nicht es hervorzuholen. Was hat sich nun verändert, das ich es jetzt mir und anderen zeigen kann. Keine Ahnung! Ob die vielen Gespräche mit meinem Therapeuten dazu führte, kann ich so nicht mit einem klaren „Ja“ beantworten.

 

 

Das Bild hat immer noch großen Einfluss und Wirkung auf mich. Es zeigt mich in meiner tiefsten Verzweiflung. Einige Dinge haben sich sicherlich seit der Fertigstellung des Bildes verändert. Ich habe mir fachliche Hilfe geholt und kann nur jedem Betroffenen dazu anraten, dieses auch zu tun!

 

 

 

Ob meine Depression mich noch mal soweit bringt dieses Bild nicht mehr ansehen zu können, weiß ich nicht. Ich will es nicht zerstören, denn es ist irgendwie auch ein Teil von mir. Die Vergangenheit kann ich nicht verändern, doch in der Gegenwart kann ich meinen Weg in die Zukunft finden. 

 

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Tränen in der Nacht

 

Sie kommen einfach über Nacht und bleiben bei mir. Sie werden zur einer Nahrung in meinem Leben. Dadurch ist die Dunkelheit auch am Tage da. Woher sie kommen ist nicht klar, doch ihre Kraft ist groß. So das ich auch den Tag nur noch gebeugt erleben kann.

 

 

Die schönen Dinge können mich nicht mehr erreichen. Gute Ratschläge nehmen mir nicht diese Last des täglichen Kampfes. Ein Kampf, gegen das Ertrinken in diesen Tränen.

 

 

Doch noch gebe ich nicht auf! Die Hoffnung glimmt in mir wie eine kleine Glut. Wirkliche Hilfe in Anspruch nehmen von Fachleuten, die meine Krankheit der Tränen erkennen. 

 

 

Der Kampf des täglichen Seins geht trotzdem weiter, doch mit der kompetenten Hilfe ist es etwas leichter geworden. Aber es gibt sie immer noch. Die Tränen in der Nacht.

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