Projekt 52/4: Die innere Einstellung

Neige deine Ohren, mein Gott, und höre, tu deine Augen auf und sieh an unsere Trümmer und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist. Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.  Daniel 9,18

Oft hab ich gebetet, das mein Gott mir Hilfe, oder Heilung schenken möge. Oft ist dieses nicht eingetreten. Warum? Ich dachte Gott erhört Gebete. Tja, es kommt nach meiner Meinung auch auf die innere Haltung an, wenn ich um etwas bitte. Denn bei meinen Gebeten hatte ich auch meistens einen Plan wie Gott das regeln sollte. Also habe ich gleich auch noch Gott die Anleitung gegeben, wie er seinen Job zu machen hat. Immer schön die Kontrolle behalten! Wenn es dann nicht so lief, war ich enttäuscht und fragte warum Gott das zulässt.

 

 

Im Laufe der Jahre habe ich gelernt, dass es eben auf die innere Haltung ankommt. Um etwas bitten ist völlig ok, das dürfen wir ja. Aber Gott den Freiraum geben zu handeln, so zu handeln wie er es für richtig erachtet. Das ist, glaube ich, die beste Option. Sicher, wenn sich Krankheiten weiter verschlimmern, oder man z.B. trotz vieler Bewerbungen keinen Arbeitsplatz bekommt, ist es schwer diese Haltung beizubehalten. Aber ich darf wissen das Gott mich auch durch diese Zeiten trägt, eben auf seine Weise. Ist schwer so was in Worte zu fassen.

 

Zwischenzeitlich spüre ich auch bei depressiven Episoden, das ich nicht alleine bin. Gott ist bei mir und trägt mich durch diese dunklen Zeiten hindurch. Manchmal bete ich noch mit der Vorgabe an Gott, wie er was zu regeln hat. Aber immer öfter beende ich das Gebet damit das ich sage: „Führe du mich mein Herr, denn deine Wege für mich, sind die richtigen Wege.“ Dadurch entsteht eine Form von innerer Gelassenheit, auch in Krisenzeiten. Sicher, das klappt nicht immer. Aber da ich schon erleben durfte, das es funktioniert, bleib ich weiter am Ball. 

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Kommentare: 5
  • #1

    Kartenschreiber Uwe (Donnerstag, 01 Februar 2018 18:04)

    Hallo Holger,

    lese gerade: Du hast einem Freund geholfen und musstest körperlich schnell auf die Ersatzbank ! � Das würde mich auch ankotzen..., aber ich denke die Geste des Mithelfenwollens und ja auch MithelfenTUN steht im Vordergrund! � Und dein Freund siehts doch sicher auch so, oder ? - ���

  • #2

    Holger (Donnerstag, 01 Februar 2018)

    Hiho Uwe. Mein Freund sieht das völlig gelassen und ist Dankbar das ich überhaupt mich angeboten habe. Bin es selber der sich mal wieder niedermacht. "Kannst nicht mal das!" läuft im Kopf ab usw.. Bin mein größter Feind und stehe mir selbst oft im Weg. Danke noch für das musikalische Paket !!!! :-)

  • #3

    Kartenschreiber uwe (Donnerstag, 01 Februar 2018 18:40)

    Ich kenne das von mir selber auch - konzentriere dich mehr darauf wie dein Freund es sieht, das hilft mir dann meistens ! :)

  • #4

    Holger (Donnerstag, 01 Februar 2018 19:14)

    Versuche es, ach ja, kannst mich auch gerne auf Twitter oder Facebook privat anschreiben ;-)

  • #5

    Kartenschreiber Uwe (Donnerstag, 01 Februar 2018 19:33)

    Noch bin ich nicht bei Twitter oder Facebook ! S chaun mer mal...