Die grauen Steine auf meiner Seele.

Als ich dieses Foto geschossen habe war mir klar, dass ich es als ein bildlichen Vergleich nutzen wollte. Um meine Situation fotografisch/künstlerisch darzustellen, wenn ein depressiver Schub mich gefangen hält.

 

Später, zu Hause am Rechner, fing ich an das Foto zu bearbeiten. Anfangs war gerade mein kleiner Freund der Teddy noch in seiner vollen Farbe zu. Nachdem ich das fertige Bild abgespeichert spürte ich plötzlich, dass etwas „falsch“ daran war. Irgendwie war es noch nicht fertig. Denn unerwartet bekam die Depression wieder Oberhand. Wie immer ohne Vorwarnung. 

 

Wenn mich ein depressiver Schub erwischt, verschwinden die Farben die meine Selle und mich sonst ausmachen. Alles wird nur noch Grau. Ich selber, in diesem Fall der kleine Teddy, passte sich nun den grauen Steinen an, die auf mir und meiner Seele lasten, an.

 

 

Mit den Farben verschwinden auch die Gefühle, auch dort ist alles grau geworden. Ob ich von Freunden eingeladen werde, oder meine Frau mir eine Freude machen will. Alles ist Grau. Gefühle wie Freude, Liebe verschwinden. Das Grau überdeckt alles und eine Gleichgültigkeit, dem Umfeld gegenüber, breitet sich aus. 

 

Mit diesem Bild und diesem Text möchte ich es für alle die jemanden kennen, der Depressionen hat, ein wenig erklärbarer machen. Wer möchte darf diesen Beitrag gerne teilen. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und ja, langsam wird es wieder besser bei mir. Wie lange es wieder dauert bis der nächste Schub kommt, keine Ahnung.

 

In diesem Sinne, bleibt mir gewogen. 

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