Linux, Windows, oder doch wieder ein iMac ?

Tach zusammen.

 

Ich habe vielleicht demnächst die Möglichkeit mir einen neuen Rechner zu gönnen. Was nicht ganz schlecht ist, da mein iMac aus 2010 langsam an seine Grenzen kommt. Sollte es also klappen das was Neues den iMac ablösen würde, stehe ich derzeit vor der Frage: "Was kommt als nächstes?" Hier mal ein paar Gedanken dazu:

 

Thema Linux-Rechner: Ich finde das Linux zwischenzeitlich einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert im Bereich von Computern gewonnen hat. Gerade mit den Distribution Ubuntu mit seinen unterschiedlichen Versionen, hat sich das alternative Betriebssystem einen großen Stellenwert in diesem Segment erarbeitet. Vorteil liegt eindeutig darin, dass Linux nicht so hohe Ansprüche an die Hardware legt. Nachteil derzeit für mich, ich könnte mein gerade erworbenes Abo von Lightroom - und Photoshop CC nicht ohne weiteres nutzen. Sicher, eine Einbindung von Photoshop und Co. per VirtuellBox z.B., wäre möglich. Stellt sich dann aber die Frage: Warum nicht gleich einen Windows-Rechner? Mit den Programmen Darktable oder auch Gimp, als kostenlose Alternative zu Photoshop/Lightroom, habe ich mich unter Linux noch sehr wenig beschäftigt. Gerade bei Gimp tue ich mich schwer, keine Ahnung woran das liegt. Müsste also mehr oder weniger von vorne anfangen. Ob ich dazu wirklich Lust habe, bezweifle ich. Somit hat sich die Frage nach einem Linux-System mehr oder weniger selbst beantwortet, oder ?

 

Thema Windows-Rechner: Bei Windows bin ich damals bei der Version Windows XP ausgestiegen und zu Mac OSX gewechselt. Das aktuelle Windows 10 kenne ich also so gut wie nicht. Vorteil klar, ich könnte Photoshop und Lightroom CC weiter nutzen wie bisher. Ob ich mit dem Betriebssystem zurecht kommen würde, wäre ein gewisses „Risiko“. Für mich war damals ein Hauptgrund das ein Windows-System einfach mit der Zeit langsamer wurde und ,man in unregelmäßigen Abständen ein frisches System aufgespielt hat. n wie weit das heute nich zutrifft, kann ich derzeit nicht einschätzen. 

 

Klarer Vorteil bei einem Linux- wie auch Windows-System wäre: Ich könnte mir aktuelle Hardware passend zu meinen Bedürfnissen aussuchen und würde wahrscheinlich, inclusive 4K- 27“ Monitor, deutlich unter einem iMac liegen.

 

Zum Schluss meine Gedanken zum Thema iMac: Ein neuer iMac würde den vielleicht möglichen finanziellen Rahmen sprengen. Oder anders gesagt, ein neuer 27“ kommt nicht in Frage. Ein 21,5“ wäre da schon eher möglich. Doch ich arbeite nun seit Jahren an einem 27“ iMac und ich weiß nicht ob ich glücklich werden würde mit dem kleineren Display. Ich könnte, nachdem Apple bei der gerade gelaufenen WWDC 2017 neue iMac´s vorgestellt hat, auch auf das 27“ Vorgängermodel zurück greifen. Diese dürften in der nächster Zeit zu einem günstigeren Kurs angeboten werden. Aber irgendwie sträube ich mich dagegen. Warum soll ich mir heute einen Rechner aus dem Jahre 2015 holen und mit „veralteter“ Hardware wieder weiter machen? Klare Ansage die für einen iMac spricht liegt eindeutig im Betriebssystem. Dieses hat mich vor Jahren überzeugt und deswegen wäre ein Wechsel zu Linux oder gar Windows ein völliger Neustart. Das mal meine Gedanken zum Thema iMac/Apple.

 

So das war es mal von mir aus. Bin gespannt auf eure Beiträge zu diesem Thema.

 

Ach ja, der zukünftige Rechner wird zu 80% für Bildbearbeitung (später kommt vielleicht noch Filmbearbeitung dazu) genutzt. Der Rest ist surfen, ab und zu einen Film streamen und ein wenig Office. 

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Kommentare: 3
  • #1

    @Try_the_Error (Freitag, 09 Juni 2017 10:32)

    Hallo Holger,

    stand vor einem halben Jahr vor der gleichen Entscheidung. Hatte einen Linux Laptop, der in die Jahre gekommen war.
    Hab Windows 10 ausprobiert. Kam überhaupt nicht mit klar. Das waren Schmerzen.
    Blieb also Linux oder Mac übrig. Hab mich letztlich für ein aktuelles Macbook Pro entschieden.
    Darktable und Gimp sind sicher tolle Programme. Ist schon der Wahnsinn was Entwickler dort in ihrer Freizeit auf die Beine stellen. Aber im direkten Vergleich mit Lightroom+Photoshop, gewinnt ganz klar Adobe. Bei der Bedienbarkeit liegen Welten dazwischen. Besonders, wenn du schon eine Weile mit Lightroom gearbeitet hast.
    Bastellösungen, mit VirtualBox für Lightroom, hab ich auch probiert. Ist aber auch nichts Wahres.
    Gerade, wenn viel Bildbearbeitung gemacht wird, muss alles flutschen.
    Alternativ bleibt dir noch die Möglichkeit einen Hackintosh aufzubauen. Damit solltest du deutlich unter einem neuen iMac sein.

    Gruß
    Gunnar

  • #2

    Endre (Freitag, 09 Juni 2017 15:28)

    Windows 10 ist ein reifes und stabiles System. Wie man damit nicht klar kommen kann, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Meine Schwiegermutter mit 75 schafft es, Du schaffst es auch. Kauf einfach hardwaremäßig was qualitativ gutes, dann wirst Du keine Probleme haben. Ich habe 5 Rechner in der Familie mit Windows 10 am laufen und ich müsste jetzt nachdenken, wann ich zuletzt eins davon wegen Probleme anfassen musste. Sonst wenn Du Hilfe bezüglich Windows 10 brauchst, bin ich gerne für dich da. :)

  • #3

    Thomas (Samstag, 10 Juni 2017 19:44)

    Hi,
    über Twitter bin ich hier bei diesem Blogpost gelandet. Da ich gerade (im Februar 2017) eine Anschaffung neuer Hardware und einen Systemwechsel hinter mir habe kann ich Dir gern ganz frisch meine Meinung dazu sagen.

    Ich hatte viele Jahre mit Apple Computern gearbeitet. Gestartet hatte ich in den frühen 90ern mit einem Performa 640 und bin seither immer dabei. Das letzte MacBookPro war ein Early 2011, welches inzwischen meine Frau verwendet.

    Da ich mir auch nicht sicher war ob ich nicht mal was anderes nehmen sollte habe ich mir überlegt, ein aktuelles Notebook zu kaufen und dieses mit Linux zu verwenden. Neben den Macs hatte ich auch immer einen Linuxrechner und bin auch damit ganz gut vertraut.

    Nach einigen Problemen mit Tuxedo Computern habe ich mit für ein Notebook von Dell entschieden. Es wird von Ubuntu sehr gut unterstützt. Hier verwende ich die Gnome-Version von Ubuntu. Ich kann sagen, es läuft. Aber es ist immer eine Unzufriedenheit da. Zwischendurch habe ich das mitgelieferte Windows 10 installiert und hatte es nie länger als einen Tag auf dem Notebook um es dann wieder gegen Ubuntu-Gnome zu tauschen.

    Heute kann ich sagen, dass ich es sehr bereue mir nicht wieder ein MacBook Pro oder einen iMac gekauft zu haben. Ich denke in einem oder zwei Jahren werde ich wieder zu OSX wechseln. Es fehlt mir. Die Klarheit des Systems im Vergleich zu Linux oder Windows möchte ich wieder haben. Es lief bei mir einfach alles ohne Probleme damit.

    So ein Schritt sollte gut überlegt sein. Denn wenn es der falsche war, ist es ärgerlich.

    Bin gespannt wie Du Dich am Ende entscheiden wirst.