Hoffnung !

Wo bringt ihr euren "Müll" hin ? Habt ihr jemanden, der ihn euch abnimmt, oder klammert ihr euch daran aus Angst, was danach geschehen mag? Zu oft läuft in meinem Kopf das Programm ab: "Lieber nehme ich das Schlechte für mich in Kauf, das kenne ich. Neue Wege beschreiten, bedeutet nur eine ungewisse Zukunft!" Also bleibt der Mülleimer ungenutzt und ich trage meinen Mist weiter mit mir rum.

 

 

Ich verhalte mich teilweise wie zum Beispiel Frauen die bei ihrem Mann/Freund bleiben, obwohl er sie psychisch, oder körperlich misshandelt. Früher habe ich mich immer gefragt, warum sich diese Frauen nicht einfach von ihrem Partner trennen? Aus meiner heutiger Sicht verstehe ich das Problem besser. Sich zu trennen bedeutet, Schritte in eine ungewisse Zukunft zu gehen. Die Ungewissheit verunsichert einen Menschen mehr, als das Negative weiter auszuhalten. Denn das Negative ist eine Konstante im Leben geworden. Das Negative kennt man und auch wenn es sich komisch anhört, es gibt einem Menschen Sicherheit.

 

Was ich für mich erkennen durfte, ich muss diese neuen Schritte nicht alleine gehen! Für mich als einen Menschen der an Depressionen leidet, gibt es fachliche Hilfe! Aber es ist ein langer Weg dahin, es zu erkennen und dann auch zu nutzen! Oft kommt auch die Scham dabei hoch, versagt zu haben. Sein Leben nicht mehr auf die Reihe zu bekommen. Ich sabotiere schon früh mich selbst um nicht diese neuen Wege zu gehen. Ich rutsche immer wieder ab in das schwarze Loch, an dem ich sogar teilweise mithelfe es tiefer zu graben. 

 

Neben der fachlichen Hilfe, lerne ich auch immer mehr Hoffnung und auch Trost in meinem Glauben als Christ zu finden. Im neuen Testament steht ein für mich wichtig gewordener Satz, den Jesus selber gesagt hat: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ In einer moderneren Fassung (Hoffnung für alle) steht in Matthäus 11,28: : »Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben. “

 

Innere Ruhe! Ein kostbares Gut, das mir aber auch immer wieder entgleitet, wenn es denn mal für kurze Zeit da ist. Denn auch in meinem Glauben falle ich, wie bei der sogenannten fachlichen Hilfe, immer wieder in mein altes Denkschema zurück. Doch ich weiß nun, dass ich nicht alleine meinen weiteren Weg gehen muss. Egal wie oft ich noch auf die Schnauze falle, oder die Depression mich quält. Es gibt Hoffnung für mich! Jeden Tag neu! Sie zu suchen und immer wieder neu für sich anzunehmen ist zwar schwer, aber ich will es weiter versuchen!

 

Ich glaube an diese Hoffnung, dass ich meinen Müll los werde!

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