Da muss doch ein Haken dran sein, oder?

Ich habe jetzt drei Tage hinter mir und es geht mir immer noch gut. So lange war das noch nie! Bis jetzt kamen sehr schnell der Gedanke: „Das darf nicht sein!“ Ich habe meine positiven Stunden immer schnell durch falsche Selbstkritik ins Negative gezogen. "Mir soll es gut gehen? Bei der Vergangenheit und der Krankheit? Das geht echt nicht!"

 

In diesen letzten drei Tagen waren kaum bis gar nicht dieser Gedanke bei mir aufgetaucht. Ich nehme das als positives Zeichen an und versuche auch derzeit nicht mehr dieses zu negativieren. Wie lange das anhält weiß ich bis jetzt nicht. Aber selbst wenn es mir es morgen wieder mies geht, habe ich diese Stunden und Tage erleben dürfen, ohne wenn und aber!

 

 

Ich bin auch so weit Realist, dass nicht jetzt alles wieder gut ist und mein früheres Leben wieder kommt. Das wird es nie wieder! Aber ganz ehrlich, ich will es auch nicht mehr so wie früher haben. Ich habe durch meine Erkrankung viel über mich selbst erfahren dürfen. Heute bin ich eher in der Lage nicht wegen dem Umfeld und der Menschen eine Maske aufzusetzen. Wenn es mir schlecht geht, ist das eben so. Punkt!

 

Alles Dinge über die ich jetzt, wo es mir gut geht, leicht schreiben kann. Ich weiß aber auch, dass wenn es dunkel wird um mich herum, alles Positive wieder weg sein kann. Deswegen schreibe ich es hier auf, um mich daran zu erinnern. Erinnern an eine Zeit, in der es keinen Haken gab an den positiven Tagen, die ich erleben durfte!

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Kommentare: 2
  • #1

    Mandy (Freitag, 24 März 2017)

    Hallo Holger,
    das klingt gut (!!!) und genau das ist der Punkt, sich in guten Zeiten bewusst zu machen, dass das Leben in Wellen läuft und die Wellen anzunehmen.
    Herzliche Grüße
    und eine genussreiche gute Zeit für dich,
    Mandy

  • #2

    Indre (Freitag, 24 März 2017 23:56)

    Danke Holger, dass wir am Positiven teilhaben dürfen. Auch uns geht es so. Drum hilft es mir das
    hier so zu lesen, mich wiederzufinden und beruhigt zu sein.