Unklare Zeiten

Sie sind wieder da! Zweifel an mir selbst. An dem was und wer ich bin. Das läuft jetzt schon wieder über einen Monat so. Komme nicht mehr raus. Das Foto stammt von heute früh auf dem Weg zum Therapeuten. Eine Handyaufnahme. Die Kamera habe ich schon über einen Monat nicht mehr angefasst, geschweige denn das ich bewusst nach draussen gegangen wäre. Fühle mich ausgepowert. Sitze hier und lese auf meinem Twitter-Account Nachrichten, die aber selten mich berühren. Manchmal schaffe ich einen flapsigen Beitrag zu schreiben. Mehr aber auch nicht.

 

Es ist kein „Rückfall“ im klassischen Sinne. Es ist eher ein Gefühl der … der Unklarheit in meinem Leben. Ein Stillstand im Nebel des Lebens. Wohin und wie es mit mir weiter geht erscheint mir so verschwommen. Keine Anzeichen dafür was als nächstes kommt, oder dran ist. Das Gespräch beim Therapeuten brachte mir keine wirkliche Hilfe heute. Eigentlich eher noch mehr Verunsicherung.

 

Er sprach davon ob ich mir vorstellen könnte mit einem anderen Therapeuten zusammen zu arbeiten. Ich bin mir nicht sicher ob er nicht mehr weiter weiß und mich deswegen „loswerden“ will, oder es für mich gut tun würde. Erst einmal gerate ich eher in Panik. Gleichzeitig sprach er noch mal an ob vielleicht ein weiterer stationärer Aufenthalt mir helfen könnte. Bei diesem Therapeuten bin ich jetzt schon 4 Jahre (wenn er nicht ok wäre, hätte ich schon längst gewechselt) und ich kann und will nicht alles noch mal durchkauen müssen! Unser nächster Termin ist in 3 Wochen. Zeit für mich zu erkennen was für mich jetzt dran ist. Im Moment sind es nur unklare Zeiten.  

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Anna (Mittwoch, 08 Februar 2017 14:59)

    Da möchte ich gerne was anmerken. Wenn ein Therapeut einen Wechsel vorschlägt, heißt es nicht, er will dich loswerden. Das heißt, er kann sich vorstellen, dass du im Moment eine andere Perspektive brauchst, mit der du auf dein Leben schaust. Damit man die Perspektive wechseln kann ist es oft einfacher, wenn man den Gesprächspartner wechselt. Nach vier Jahren kann man sich auch unbewusst in eine Richtung festgeredet haben und kommt da ohne Dritten nicht so ohne Weiteres wieder raus.
    Dass du nicht wieder von vorne anfangen möchtest ist klar. Sprich deinen Therapeuten darauf an. Vielleicht kann er mit seinem Kollegen so eine Art Übergabe machen, damit der dich nicht wieder alles von vorne fragen muss.