Aus dem Rahmen gefallen ! (Teil 2)

Obwohl mich der erste Teil ziemlich runter gezogen hat, schreibe ich hier nun weiter an der Fortsetzung. Ich möchte es los werden! Damit vielleicht etwas mehr Verständnis für diese beschissenen Krankheit aufkommt. Wie geht/ging es nun weiter?

 

Die Depression kam und ich fiel aus dem Rahmen in dem ich sich vorher bewegt hatte. Alles hatte vorher seine Ordnung und seinen Platz in meinem Leben. Das war nun weg. Nachdem ich zig mal probiert hatte aus eigener Kraft wieder so zu werden, wie ich vor der Krankheit war, sass ich nun dort in der Ecke. Alles um mich herum verschwand immer mehr in einer Dunkelheit aus Gleichgültigkeit. Soziale Bindungen selbst zur Familie, oder Freunden, wurden kaum bis gar nicht gepflegt. Ich fragte mich immer wieder: „Wozu das Ganze?“ "Das hat doch sowieso keinen Sinn!“ Aber das war nicht wirklich ich. Die Depression hatte mein Denken, Handeln und somit mich als Mensch, voll im Griff. Selbst die kleinsten Dingen wirkten wie die Besteigung des Mount Everest. Ohne künstlichen Sauerstoff!

 

 

Morgens aufstehen und sich selber zu belügen wurde zur Routine. „Heute werde ich dieses, oder jenes machen!“ Müll runter bringen, etwas die Wohnung auf Vordermann bringen. Simple Dinge also, die ich aber während des ganzen Tages nie geschafft habe. Ich sass da und konnte es nicht. Immer wieder kamen die Gedanken, dass ich zu nichts zu gebrauchen war. Immer weiter verkroch ich mich in meine Ecke und wartete, das der Tag an mir vorüber zog. Abends ging ich dann mit den Schuldgefühlen, wieder einmal verloren zu haben, ins Bett Motivationen von aussen durch die eigene Frau, oder Freunde wurden zwar wahrgenommen, aber gleich im Keim erstickt. Selbst das schönstes Wetter sah ich nur noch wie durch einen dunklen Nebelschleier. Die Freude am Leben wurde immer mehr mir durch diese Krankheit entzogen. Selbst der Sex war unwichtig und ich fühlte mich nicht mehr als Mann. Ich war eine dunkle Masse in einer Ecke, die immer mehr in der dunklen Umgebung verschwand. 

 

Ich hatte aufgegeben! Das Leben wie es einmal war verschwand in den dunklen Gedanken, die sich in meinem Kopf immer mehr breit gemacht hatten. Diese Dunkelheit umhüllte mich immer mehr und irgendwann würde ich in dieser einfach verschwinden. Sollte so mein Leben gewesen sein, war das wirklich das Ende? 

 

P.S. Auch dieses Foto von mir, mit diesem Text, haben viel Kraft gekostet. Ich hoffe, dass es mich dieses mal nicht so heftig nach hinten wirft. Ich möchte gerne bald Teil 3 hier veröffentlichen, damit ihr seht, wie/das es weiter ging/geht. In diesem Sinne passt auf euch auf und bleibt mir gewogen 

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