"Kann jemand mal das Licht ausmachen ?"

Wenn mich meine Depression mal wieder so richtig im Griff hat, sitze ich innerlich irgendwo in der tiefsten Dunkelheit. Auch, oder gerade dann, wenn mir eine Tür gezeigt wird hinter der es hell ist. Ich ziehe ich mich immer weiter zurück. Die Depression bringt das so genannte „normale logische Denken“ völlig durcheinander.

 

Es wird dann einem suggeriert, dass die Dunkelheit ein besserer Ort ist, da man ihn ja kennt. Das Licht da draussen und was es mit sich bringt, kennt man nicht. Also verkrieche ich mich weiter in die letzte dunkle Ecke um lieber dort zu bleiben und zu warten, als einen Schritt nach vorne zu gehen in Richtung Licht.

 

 

Wie gesagt, mit natürlicher Logik kann man das nicht nachvollziehen. Deswegen ist auch eine so heimtückische Krankheit. Sie übernimmt und bestimmt in mein Leben an vielen Tagen und Stunden. Dann lässt sie mich ein wenig los, umso stärker und unerwartet mich wieder in die Dunkelheit zu ziehen.

 

Das ist keine Willensentscheidung von mir, sondern die Krankheit Depression hat dann das Ruder meines Lebens in der Hand. Mit Therapie und Medikamenten versuche ich nun diese Krankheit in den Griff zu bekommen. Das funktioniert nicht immer, aber einige Fortschritte sind zu sehen … glaube ich. 

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