"Siehst du denn nicht die schönen Dinge in deinem Leben ?"

Nein! Wenn der schwarze Hund mich wieder zu fassen bekommt und mich beißt, dringt sein Gift, das Depression heißt, in jede Faser meines Körpers. Gefühle werden ausgeschaltet, Farben verlieren ihren Glanz. Freude wandelt sich in Gleichgültigkeit um. Motivationen dringen nicht zu mir durch. Zusammen gesunken erwarte ich nichts. Alles um mich herum sehe ich nur noch durch die Augen der Depression. Kein Licht und keine Wärme ist zu spüren.

 

Ehefrau, Kinder und Freunde sind da, aber sie erreichen mich nicht. Was sie sagen klingt dumpf und leer. Die Fröhlichkeit ist vergiftet worden. Meine Gedanken, wenn überhaupt welche da sind, sagen mir immer wieder was ich nicht kann und was ich nie sein werde. Alles um mich herum erreicht mich nicht mehr. Ich lebe zwar, aber das Leben ist nicht da. Dunkle Träume führen mich aus dem diesem Tag in die kommende Nacht. 

 

 

Ein neuer Morgen bricht an. Die Schatten der Nacht sind noch deutlich spürbar. Sie geben mich wieder ab an die dunklen Wolken der täglichen Depression. Ob das jemals enden wird? Ich weiß es nicht. Doch noch gebe ich die Hoffnung nicht auf! Noch hat mich der schwarze Hund nicht besiegt. Ich zeige es der Welt zu was er fähig ist. Ich schreie es heraus und schreibe es nieder. „Noch hast du mich nicht besiegt !“ Ich bringe dich an das Licht der Welt, auf das du dadurch deine Kraft verlierst. 

 

Ein weiterer Text eines Mannes, der an der Krankheit Depression leidet. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0