Warten auf ein Wunder

 

Ich liege hier zusammengerollt auf der Couch. Ich will nichts sehen, ich will nichts hören. Gedanken die mich treiben, lassen mir keine Ruhe. Will schlafen, hoffe wenigstens dort ein wenig Ruhe zu bekommen. Doch die Gedanken in meinem Kopf jagen mich auch im Schlaf und ich rolle mich mehr und mehr zusammen. Alles wirkt so dunkel um mich herum.

 

 

Die Schatten werden größer und das Licht schwächer. Ich ziehe mich soweit ich kann zusammen. So das es schon fast schmerzt. „Lasst mich in Ruhe ihr Gedanken und Schatten aus der Vergangenheit.“ will ich rufen. Doch ich habe mich soweit zusammengerollt, das ich kaum noch Luft zum Atmen habe. 

 

 

 

Wie lange ich diese Körperhaltung noch aushalten kann, oder muss, ist nicht klar. Sie schmerzt sehr. Aber die Schmerzen, die dort im Schatten auf mich lauern, sind ein vielfaches höher, ich weiß das. Ich kenne sie, habe sie schon mal spüren müssen. Das will ich mir nicht antun. So bleibe ich zusammengerollt liegen und hoffe auf ein Wunder.

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Kommentare: 2
  • #1

    Marita Metzner (Freitag, 21 Oktober 2016 18:22)

    Deine Kurzgeschichten müssten in jedes Lehrbuch über Depressionen gedruckt werden. Besser kann man keine Depression beschreiben. Es tut weh, sie zu lesen!

  • #2

    Holger (Freitag, 21 Oktober 2016 18:57)

    @Marita Metzner

    Vielen Dank für dein Lob! Vielleicht liest ja mal einer der darüber entscheiden kann. Wer weiß.

    Gruss

    Holger