„Feel the blues“ Musik als Ausdruck und als Therapie

Viele von uns (mich eingeschlossen) finden in der Musik eine Möglichkeit seiner Krankheit ein „Gesicht“ zu geben. Ob nun schwermütig, getragen, oder auch mal aggressiv und herausfordernd. Ich stehe derzeit verstärkt auf Blues-Musik. Weil ich in ihr für mich und meine jeweilige Situation genau das passende finde.

 

 

Musik kann meine Gefühle widerspiegeln, ohne das ich selber dafür nach passenden Worte suchen muss. Sie gibt mir das Gefühl, dass der jeweilige Musiker genau das versteht, was mich gerade umtreibt. Musik wird auch als therapeutisches Mittel von Fachleuten genutzt. Doch es gibt auch eine negative Seite, die man als Betroffener für sich persönlich beachten sollte.

 

 

 

Wenn ich in einer depressiven Phase bin und mich nur noch mit schwermütiger Musik umgebe, kann das meiner Genesung auch entgegen wirken. Hier die passende Mischung für sich selbst zu finden, ist auch eine Form von Therapie. Denn positive Musik wirkt sich auch positiv aus! Vielleicht sollte man sich eine passende Playlist erstellen um in den dunklen Zeiten mit der Musik dem Licht wieder entgegen zu gehen. Ist nur ein Gedanke von mir. Wie seht ihr das?

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Kommentare: 5
  • #1

    HF (Samstag, 15 Oktober 2016 09:28)

    Das Photo ist aber nicht gerade gemütsaufhellend.

  • #2

    Holger (Samstag, 15 Oktober 2016 09:33)

    @HF

    Das sollte es auch nicht zwangsweise sein. Es spiegelt für die Wirkung die eine "schwermütige" Musik mit sich bringen kann. Wie ich es ja oben auch beschrieben habe.

  • #3

    Birgit Luckwaldt (Samstag, 15 Oktober 2016 13:02)

    Hallo Holger, prinzipiell sehe ich das auch so. Musik hat Einfluss auf unsere Stimmungslage - bei jedem Menschen. Der Idee, mit positiver Musik die Stimmung aufzuhellen, stehe ich trotzdem skeptisch gegenüber. Manchmal ist es doch so, dass mich Musik, die mich mal zum Mitträllern und Tanzen verführt hat (also ggf. auf meiner Playlist steht), in einer anderen Situation eher nervt. Und manchmal mag ich melancholische Musik, weil mir danach ist und nicht umgekehrt. Ich meine, ob Musik mich mitreißt, hängt doch auch wieder von meiner Stimmung ab oder? Wenn ich es MÖCHTE, lasse ich es zu. Aber möchte ich das immer?
    Schade, dass das nicht so einfach ist ... LG Birgit

  • #4

    Holger (Samstag, 15 Oktober 2016 14:21)

    @Birgit Luckwaldt

    Da stimme ich durchaus zu. Wobei man sich vielleicht eine "spezielle" Playlist zusammenstellen könnte. Also wo neben melancholische Musik auch einige Stücke sind die diese Playlist auflockern. Ich behaupte auch nicht das es so einfach wäre. Es wäre aber ein Versuch wert. Man hat nichts zu verlieren, man kann nur gewinnen.

    Gruss

    Holger

  • #5

    Mandy (Samstag, 31 Dezember 2016 09:57)

    Hallo Holger, mit dieser "Frage" habe ich mich auch lange beschäftigt und es ist auch immer noch Thema für mich. Für meinen Teil habe ich vor längerer Zeit beschlossen, um Musik, die mich schwermütig macht (sei es durch Texte oder traurige Melodien), einen Bogen zu machen. Längere Zeit sogar jegliche Musik abgelehnt, weil mir das abwägen so gar nicht gelang. Da ich Musik/musizieren aber sehr mag, begann ich nach Musik und auch einem Instrument zu forschen, die für mich "gefahrlos" hörbar/spielbar ist, egal wie gut oder schlecht es mir gerade geht. Über das musizieren fand ich für mich heraus (bzw. über mich heraus), dass ich aufhören muss über sie nachzudenken. Denn Musik ist nicht dazu gemacht sie zu verstehen, sondern sich an ihr zu erfreuen. Manchmal bleibt nur der Cut - sprich der Ausknopf. Vermeidung ist sicherlich (auf Dauer) nicht der klügste Berater, manchmal aber zu einem gewissen Zeitpunkt auch das Mittel der Wahl...
    Gruß Mandy