Was fühlt ein depressiver Mensch? Teil 18

Ein Blick durch das Fenster meiner Seele

 

Alles erscheint nur noch in Trümmern zu liegen. Die Aussicht ist nicht das was man gerade sehenswert nennt. Ich blicke durch zerbrochene Scheiben auf ein Chaos, das sich mein Leben nennt.

  

Die Schäden sind groß, wenn auch nicht alle irreparabel. Die Arbeit wird schwer werden, das wieder in Ordnung zu bringen. Und schnell wird es sicher nicht gehen. Ich sehe oft nicht die Möglichkeiten an der einen oder anderen Stelle schon mal anzufangen. Das Chaos und die Zerstörung sind so groß, dass ich oft den Mut verliere überhaupt etwas in die Hand zu nehmen.

 

 

Wenn ich kleine Dinge dann doch wieder in Ordnung bringe, sehe ich diese Fortschritte oft nicht, da das Gesamtbild immer noch sehr niederschmetternd ist. Die Lage verbessert sich nur unwesentlich und manchmal halten die Reparaturen an den alten Zerstörungen nicht richtig und bröckeln wieder ab. Dann verlässt mich der Mut und ich sehe nur noch durch das Fenster meiner Seele auf das Chaos das in mir steckt.

 

Doch ich gebe noch nicht auf! Manchmal muss man erst das richtige Werkzeug finden, mit denen man dieses Chaos in den Griff bekommt. Lernen daraus, wie es nicht funktioniert und es dann anders probieren. Noch ist nichts verloren!

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Kommentare: 3
  • #1

    Nicole Pfeuffer (Freitag, 20 Dezember 2019 17:24)

    Sehr nachvollziehbar, verständlich und ehrlich geschrieben! Kenne all dies zu gut und lese sehr gerne Deine Beiträge...sie sprechen aus meiner Seele...

  • #2

    Nicole Pfeuffer (Freitag, 20 Dezember 2019 17:26)

    Es sollte heißen:
    .....sie sprechen mir aus der Seele...Deine Texte.

  • #3

    Holger (Samstag, 21 Dezember 2019 08:51)

    @Nicole Pfeuffer

    Vielen lieben Dank für deinen Kommentar !