Was fühlt ein depressiver Mensch? Teil 7

In den Zeiten, wenn plötzlich und ohne Vorwarnzeit mich ein depressiver Schub überrascht, geht gar nichts mehr.  Ich war vorher noch so voller Tatendrang und hatte noch so viel für den Tag mir vorgenommen.

 

Doch die Depression nagte an mir, so dass ich nicht mehr vom Platz kam, an dem ich zuletzt gewesen bin. Ich hatte keine Chance mehr diesen Ort zu verlassen und vor der Depression zu fliehen, denn diese Krankheit hatte schon längst Besitz von mir ergriffen.

 

Sie kommt und nagt an mir, so dass ich hilflos dastehe und nicht mehr weiterkomme. Sie bringt mir die Dunkelheit, aber nach Außen ist davon selten etwas zu bemerken. Man will ja nicht auffallen. So erscheine ich immer noch froh und glücklich, obwohl die Dunkelheit schon längst von mir Besitz ergriffen hat.

 

 

Stillstand ist angesagt.

 

Immer mehr nimmt die Dunkelheit von mir Besitz und immer weniger spüren ich noch die Lebensfreude. Gleichgültigkeit und Selbstvorwürfe machen sich in kürzester Zeit breit. Ich bekomme selbst simple Dinge des Alltags nicht hin. Sei es nur den Papiermüll runter zu bringen. Alles sind nur riesige Berge um mich herum und ich sitze im tiefen, dunklen Tal der Gleichgültigkeit.

 

Keine positiven Dinge erreichen mich noch, auch wenn sie mit viel Liebe mir entgegengebracht werden. Irgendwann fallen die Flügel ab, die mich aus dem dunklen Loch hätten raustragen können. Nun sitze ich hier und bin gefangen und keine Aussicht auf Besserung ist in Sicht. Nichts geht mehr!

 

… Fortsetzung folgt.

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