Was fühlt ein depressiver Mensch? Teil 20

Passend zum neuen Jahr:

 

Heute ist Tag 1 vom Jahr 2020. Da passt es ja mehr als gut, die Folge 20 über meine Erfahrungen mit meiner Krankheit zu schreiben und zu veröffentlichen.

 

Als erstes möchte ich euch allen ein gesegnetes neues Jahr wünschen!!!

 

Wie geht es nun weiter mit dieser persönlichen Reihe von mir? Ich werde nun einen Schnitt machen und ab jetzt versuchen euch zu erzählen, wie es mir heute so geht mit meiner Krankheit. Denn ich lebe ja im Hier und Jetzt.

 

Klare Ansage zu Anfang: Nein ich bin nicht geheilt!

 

Zwei stationäre Aufenthalte und 6 Jahre ambulanter Therapie liegen hinter mir. Die ambulante Therapie geht sogar weiter. Doch wenn ich nicht geheilt bin, was hat das alles mir dann gebracht?

 

Sehr viel! Ich habe gelernt mit dieser Krankheit zu leben und sie für mich zu akzeptieren! Die depressiven Schübe kommen immer mal wieder, aber deutlich weniger als vor einigen Jahren noch. Dann wenn sie da sind, ziehen sie mich nicht mehr zu tief in die die Dunkelheit hinein.

 

Ich habe durch die Akzeptanz zu meiner Krankheit ihr viel Macht genommen. Ich lerne immer weiter mit ihr, als ein Teil von mir, zu leben. Sie nicht mehr als Feind anzusehen, sondern durch sie neue Gesichtspunkte und mich selbst neu kennen zu lernen. Sie ist da und wird wohl immer auch bei mir bleiben. Doch durch Therapie und passender Medikation kann ich heute wieder lachen und Freude empfinden und genießen.

 

Ich habe für mich erkannt, dass ich auch mit dieser Krankheit ein wertvoller und liebenswerter Mensch bin!

Diese Reihe wird sicher fortgesetzt, denn ich möchte euch weiter von mir und meinen Erfahrungen mit Depressionen erzählen. Aber die Abstände werden sicher größer werden.

 

Ich wünsche euch, die ihr Betroffen seid, alle Gutes, Gittes reichen Segen und lasst euch helfen. Ihr seid es wert und ihr seid etwas Besonderes!!!

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0